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Ray Wylie Hubbard

Eternal And Lowdown

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Eternal And Lowdown
Eternal And Lowdown, Philo/Rounder Records, 2001
Ray Wylie Hubbard Guitars, Mandoline, Vocals
Gurf Morlix Guitar, Bass, Mandoline, Backing Vocals
Rick Richards Drums and Percussion
Ian McLagan Hammond B-3
Eamon McLoughlin Fiddle
Jeff Plankenhorn Dobro
Martha Merriell Harmony Vocals
Bryan Standefer Viola
Produziert von: Gurf Morlix Länge: 38 Min 38 Sek Medium: CD
1. Three Days Straight7. Joyride
2. The Sleep of the Just8. Weevils
3. Mississippi Flush9. Don't Bother Asking Me
4. Sugar Cane10. Didn't Have a Prayer
5. Night Time11. After All These Years
6. Black Dog 

Der mittlerweise 54 Jahre alte Texaner Ray Wylie Hubbard ist in der alternativen, progressiven Country-Szene schon seit den 70ern ein Begriff.
In einem kleinen Kaff in New Mexico wurde er mit seiner Band "The Cowboy Twinkies" zur ersten Cowpunk-Legende und nahm mit oft wechselnden Musikern bisher neun Alben auf.
Ich muss gestehen, dass ich diesen Künstler bisher nicht kannte, aber das Internet macht's möglich: Ich wurde von einem "virtuellen" Bekannten auf seine neue CD aufmerksam gemacht und das hat sich gelohnt, dies ist eine der besten Alternative Country Platten des Jahres!

Hubbard selbst hat diese Platte als sein "Blues"-Album bezeichnet und das bedeutet natürlich nicht, dass es hier um Songs im 12-Takt ginge, nein, es basiert alles auf Texas Country-Blues-Folk und handelt in reichen Metaphern von den üblichen Themen: Spielerei, Autos und Frauen, Nachtleben und Naturkatastrophen.
Sein Spiel auf einer 70 Jahre alten Resonator-Gitarre ist bemerkenswert und erinnert manchmal an Bonnie Raitt, der Klang dieser Gitarre in Verbindung mit den vertrackten Rhythmen ist die Brücke zwischen dem Country-Folk und Country-Blues, den man hier hört.

Die CD beginnt mit einem Song, den man gleich als Klassiker bezeichnen möchte: Three days straight bleibt mit seinen tollen (Slide-)Gitarren sofort im Ohr hängen, lässig vorwärtstreibende Knaller wie Mississippi Flush folgen, Sleep of the Just ist schön von Ian McLagan's Hammond untermalt, Balladen (Sugar Cane) etwas R&B (Nighttime) und auch Bluegrass (das traditionelle Black Dog) machen diese Platte so abwechslungsreich, man hört immer wieder was Neues, Langeweile kommt erst gar nicht auf.
Sogar ein Gospel-beeinflusster Song ist hier vertreten: Didn't have a prayer, aber nach nur knapp 39 Minuten ist das Vergnügen schon vorüber. Das scheint mir im Zeitalter der digitalen Platte doch etwas dürftig, aber quasi als Entschädigung dafür findet sich kein einziger Füller auf der CD.

Der auf vielen Instrumenten mitspielende Produzent Gurf Morlix (aus dem Lucinda Williams-Umfeld) hat wohl sicher einigen Anteil an einem überaus gelungenen Album des alternativen Country, tolle Produktion, tolle Gefühle und auch guter Klang. Was will man mehr?

Manni Hüther, (Artikelliste), 01.12.2001

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