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| One For The Road, Eigenvertrieb, 2005 |
| Robert Walker |
Guitars, Keyboards, Programming |
| Andy Kupfer |
Drums (Ghostriders, Dolphins Day & The Wizzard) |
| Robert Steinhardt |
Bass (Ghostriders & Dolphins Day) |
| Produziert von: Robert Walker |
Länge: 69 Min 02 Sek |
Medium: CD |
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| 1. One For The Road | 5. May The Wind |
| 2. Dolphins Day | 6. Heartbeat |
| 3. Midsummer Night | 7. Ballad |
| 4. Ghostriders | 8. The Wizzard |
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Es folgt das Standardlamento über Instrumentalalben von Gitarristen: Egomanie, Selbstbefriedigung, technisch allerhöchstes Niveau aaaber..., Fingerübungen, gepflegte Langeweile, nur für Gitarrenfreaks und so weiter und so fort. Wobei sich natürlich die Frage stellt, welcher Rocker kein Gitarrenfreak ist, außer man hört ausschließlich EMERSON, LAKE & PALMER.
Zugegeben, das passt ja auch in den allermeisten Fällen wie extra dafür erfunden. Aber manchmal, na gut, selten, bekommt man ein Instrumentalalbum in die Finger, das diesem Klischee nicht entspricht und auch stimmlos fesseln kann. Aktuelle Beispiele sind die Schweden PLANKTON und der beinahe noch junge Franke Robert Walker mit seinem Album "One For The Road".
"One For The Road" ist nicht der einfallsreichste CD-Titel. Geschätzte 146 Platten dürften so oder so ähnlich benamt sein. Die KINKS, GILLAN, Willie Nelson, Ronnie Lane, OCEAN COLOUR SCENE und natürlich LYNYRD SKYNYRD fallen spontan ein. Aber so ausgelutscht es auch sein mag, es klingt gut, kommt gut, sagt was Sache ist.
Im Falle Robert Walker ist Sache, dass der Mann seine CD fast komplett alleine eingespielt hat, dass neben der Gitarre auch Keyboards, Synthies und Computer zum Einsatz kommen und dass 7 der 8 Nummern eigene sind. Dazu kommt mal wieder eine Version von (Ghost) Riders In The Sky, dem Country-Klassiker von Stan Jones.
Erschrocken? Keine Bange! Weder nervt eine außer Kontrolle geratene Rhythmusmaschine noch klebrige Tasteninstrumente oder grässliche Tonleiterfrickeleien. Herr Walker bewegt sich ausgesprochen elegant auf sicherem Melodieboden, spielt eine sehr schöne und flexible Rrrrock-Gitarre, quält niemanden mit völlig überflüssigen Soli und ödet in der schicken halben Stunde nicht Gott und die Welt mit Gitarrenshowposen an. Im Gegenteil, manches klingt so reduziert und laid back, dass eher Gedanken an Mark Knopfler denn an Steve Vai lebendig werden. Dankenswerterweise zupfelt Robert dann aber doch deutlich fröhlicher und energischer die Saiten als der Swing-Sultan. Nur einmal wird's kurzzeitig etwas zu elegisch - und prompt geisterreitet Ricky King durch die Gedankenwelt.
Hinfort mit den bösen Gedanken und dem wunderschönen Midsummer Night gelauscht (ja, auch hier fühlt man sich an Hughie Thomasson erinnert), bei Heartbeat den Liegestuhl unter die Pergola gerückt und ein Weinchen geschlürft, bei The Wizzard mit den Beinchen gewackelt, Luftgitarre gespielt und prompt vergessen, dass hier ja gar keiner singt. Macht nichts, spätestens bei Ghostriders (Walker schreibt das so) erledigt man das selbst.
"One For The Road" ist nichts fürs Guiness Buch der absurden Rekorde, viel mehr leckere Kost für Gitarrenfreunde und Rockmusikhörer. Well done!
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