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Seven T's:

Back Again

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Back Again
Back Again, Eigenvertrieb, 2001
Jürgen Braun Vocals & Guitar
Jens Koob Hammond-Organ, Piano, Synthesizer
Uli Kaminsky Bass
Holger Lohmann Drums
Gäste:
Udo Kahlenberg Trumpet
Barbara Hertz-Kleptow Background Vocals
Dirk Zühlsdorff Drums (Last Night & So Long)
Gemixt von: Uli Kaminsky & Jens Koob (im Schauspielhaus Kiel) Länge: 43 Min 15 Sek Medium: CD
1. Back Again7. Forever
2. It's So Easy8. Spain
3. My Heart Is Calling9. Teddybear
4. So Long10. Drag Queen
5. Last Night11. In The Morning
6. Happy Home

We talk about the Blues!
Oder anders. Wir reden von Musik aus den "goldenen" Siebzigern. Also aus der Zeit, wo echte Gitarren, eine ordentliche Hammond und die alten Helden wie E.C., Mayall, die Allmans, Kim Simmonds und Stan Webb noch was gezählt und getaugt haben.
Lang ist das her und wir mussten unsägliche Musiken seitdem über uns ergehen lassen.

1995 haben sich vier Kieler zusammengetan und mit der Band SEVEN T's angefangen das zu spielen, was sie 20 Jahre vermisst und trotzdem immer geliebt haben (na ja, einer oder zwei der Band sind zu jung für die 70er).

Was bleibt einem Fan dieser untergegangen Zeit anders übrig, als sich live der Jahrhundertkompositionen von Leuten wie Peter Green, Eric Clapton, CCR, Dylan oder den Stones zu bedienen? Nichts. Also taten die vier das und haben im Laufe der Zeit eigene Stücke darunter gemischt. Aus diesen Eigenkompositionen ist die CD "Back Again" entstanden. Und die ist gut.

Völlig am Zeitgeist vorbei grooven sich 11 Nummern ins Ohr und machen dem Fan solcher Musik nichts anderes als Spaß.
Sei es eine dreckige Bluesgitarre a la ZZ Top, ein von der Orgel dominierter Song (Jon Lord lässt bei So Long grüßen, oder ist es Spencer Davis?), ein Shuffle, ein von Joe Cocker inspiriertes Rock-Soul-Stück und so weiter.

Oh nein, es ist beileibe nicht eine Note in diesen 45 Minuten neu oder innovativ. Aber was macht das, wenn das Boogiepiano hämmert und swingt, der Bass dröhnt und die Gitarre den Blues rockt?

Typische Kneipenmusik mag mancher sagen. Ach was, sag ich. Wenn einen dieser Sound nicht vom Sofa fegt, dann geht der auch nicht in den Club zum livehaftig hören. Das ist einfach Musik, die gute Laune macht, einer abgelaufenen Zeit huldigt und saustark gespielt und gesungen ist.

Bei Spain grüßt zwischendurch Carlos S. und man wünscht sich, dass der mal wieder so einen Song schreibt (anstatt sich gequälter Hitparadenmusik hinzugeben). Wenn gleich im Anschluss der Teddybear selige PIRATES-Zeiten, also puren Rock & Roll, heraufbeschwört und daran anschließend mit Drag Queen ein potentieller Deep Purple-Song kracht, ist doch die Welt in Ordnung. Oder?

Diese CD macht Spaß, Laune und einen schönen Abend. Und die alten Säcke hier sollten mal ihre Euros lockern und die Band kontaktieren. Verstanden? Oder muss ich lauter schreien?

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 11.06.2002

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