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Album Of The Year

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All Music Guide (englisch)

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Album Of The Year
Album Of The Year, UlfTone Music, 2004
Nina C. Alice Lead Vocals, Drums (We Hate), Guitar (Girl On A Mission, Lips, White Trash)
Jim Voxx Guitars, Keyboards, Bass
Damien Insane Drums (nicht auf CD)
Spray Bass, Guitar (All Fired Up)
Gäste:
Stefan Schwarzmann Drums
Michael 'Drummie' Dieckhoff Drums (Lips)
Thomas Glanz Keyboards, Hammond Organ
Anwar Percussion, Congas (Another Good Man)
Dirk Faehling Keyboards (Strike Me Blind)
Lemmy Kilmister Backing Vocals (Shake Me)
Produziert von: Jim Voxx & Nina C. Alice Länge: 58 Min 44 Sek Medium: CD
1. We Hate8. Jesus Of Cool
2. Girl On A Mission9. 2 Much 4 U
3. Shake Me10. The Goddess
4. All Fired Up11. Strike Me Blind
5. Hate Lies12. War And Peace Song
6. Lips13. Another Good Man
7. White Trash14. Torn Apart

Was für ein Dübel!
Und beileibe kein Schnellschuss, sondern quasi das Ergebnis der unfreiwillig-freiwilligen Untätigkeit in den letzten Jahren. Irgendwie hatte man SKEW SISKIN gar nicht mehr auf der Rechnung stehen, schließlich ließ der "endgültige Durchbruch" seit gut 10 Jahren auf sich warten. So mancher Labelboss hatte in der Zwischenzeit bestenfalls einen Magendurchbruch, und man kann dazu nur sagen: Selber schuld! Würdet Ihr mehr Musik wie die von den Vögeln aus Berlin machen, dann stünde es um Eure wirtschaftliche und persönliche Gesundheit besser. Jetzt hat sich halt der Ulf Zick von UlfTone Music die Band geschnappt und die Majors gucken mal wieder mit dem Fernrohr der nächsten Britney untern Rock.

Let's talk about Rock & Roll! Heavy, dirty, beautiful Rock & Roll.
"Album Of The Year" ist ein geiles kleines Monster irgendwo zwischen ROSE TATTOO, MOTÖRHEAD (logisch, die Connection zu Lemmy besteht nach wie vor - s.a. unser Konzertbericht vom Dezember), selbstverständlich AC/DC, LED ZEPPELIN (Strike Me Blind ist "In Through The Out Door"-Phase im 21. Jahrhundert) und modernen Sounds (in Form von ein paar Synthies und sonstigen Samples).
Einmal mehr überzeugt Jim Voxx mit seinem brachial-filigranen Gitarrenstil, Nina Caroline schreit, kreischt, grunzt und sext den Hörer an, und die Songs haben einen entscheidenden Fortschritt gemacht: Im Gegensatz zu früher "swingt" die Chose; absolut kein Steif-Metal mehr - es groovt!
Man mag tatsächlich keinen einzigen Song für überflüssig erklären, entweder es ist traditioneller Heavy Rock oder moderner Heavy-Rock & Roll. Kein Ausfall, keine Längen, wider Erwarten funktioniert auch die Ballade War And Peace Song und geht einen persönlich an.

Sogar einen Chartbreaker haben sie drauf: The Goddess ist zwar ein dreister AC/DC-Klau, aber dafür ein so dermaßener Ohrwurm, dass Airplay garantiert sein MUSS. Liebe Güte, das Ding fährt ins Bein wie der weltbeste Abwehrspieler, Sammy Kuffour (natürlich vom FCB), seinen Gegnern.
Ein bisschen Sympathy For The Devil-Flair besorgen uns die Herrschaften dann in Another Good Man, und legen zum Trotz doch im Boogie-Style los. Derweil disst Nina textlich ein paar Möchtegerns in der Szene. Recht so!

Trotz der absolut überzeugenden Gesamtleistung finden sich ein paar besondere Lieblinge auf dieser Scheibe: We Hate, weil es so grandios brutal ist und den Wahnsinn im Namen diverser "Religionen" aufgreift, Shake Me weil Lemmy mitgrölt und die Nummer ein klassischer M.-HEAD-Boogie-Nackenbrecher ist und außerdem der Text eine einzige charmante Sauerei darstellt, All Fired Up, weil dem kleinen Angus Y. angesichts dieser Nummer für sein nächstes Album vielleicht eine nette Idee kommen könnte (oder hatte er die schon vor gut 25 Jahren?), Lips mit seinem mutierten Bluesrhythmus und natürlich Jesus Of Cool wegen Nackenbruchgefahr zwecks Ausfallschritt-Coolness.

Heavy Rock Album of the year!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 15.03.2004

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