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| Bleeding Hearts And Smiling Faces, Wolverine Records, 2002 |
| Frank Liesener |
Vocals, Backing Vocals |
| Taki Dimoulas, Sebastian Blaschke (DAYS IN GRIEF), Chris (DISLIFE), Staffan (DISLIFE), Der Eine |
Backing Vocals |
| Matthes Traschütz, Sebastian Meyer (POTHEAD) |
Drums |
| Martin Czarnotta, Wayne Harker |
Bass |
| Al-X |
6 String Bass |
| Thorsten Eisenreich |
Percussion |
| Markus Losacker, Wayne Harker, Mike Frechen, Al-X, Mick Schirmeyer |
Guitars |
| Michael Becker, Wayne Harker |
Keyboards |
| Hannes Klein |
Trumpet |
| Till Schneider |
Trombone |
| Marc Mueller |
Sax |
| Produziert von: Frank Liesener & Wayne Harker |
Länge: 51 Min 44 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Holy Land | 8. Dubwar |
| 2. Skin Of A Tear | 9. Feel The Fake |
| 3. Unified | 10. Paying It With Pain |
| 4. Step By Step | 11. Stressed Out |
| 5. Dubby dem I come som | 12. Jaded |
| 6. Turn Around | 13. Mad Man |
| 7. Parkinsons | |
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Ich gebe es ja zu, ein wenig skeptisch war ich ja schon als diese CD auf meinem Tisch gelandet ist. Skunk? Also eine Mischung aus Ska und Punk?
Aber ehrlich, was die SKUNK ALLSTARS und ihr Kopf Frank Liesener da veranstalten, hat was.
Das ist eine wilde Mischung, bei weitem nicht nur aus Ska und Punk, sondern aus so ziemlich jeder möglichen Musikrichtung, zu erwähnen sei da auf jeden Fall noch Rocksteady, Reggae, Raggamuffin und Rock.
Aber nicht dass jetzt jemand meint da folgt ein Ska-Song auf einen Rootsreggae auf eine Hardrocknummer auf ein Punk-Inferno [ohne Punkt und Komma; Red]. Nein, nein, man hat das alles in EINEN Song gepackt. Die Kunst dabei ist, dass die 13 Nummer trotzdem, oder gerade deswegen, alle verschieden und eigenständig klingen.
Rhythmus und Tempi wechseln in affenartiger Geschwindigkeit, Kandidaten für Herzrhythmusstörungen sollten deshalb vor dem Kauf der CD erst ihren Arzt oder Apotheker befragen.
Wie mag wohl dieses Album entstanden sein? Ich stelle mir das folgendermaßen vor: Frank Liesener hat alle seine Musikerfreunde aus Köln und der ganzen Welt eingeladen, z.B. den Mitproduzenten Wayne Harker aus Südafrika , die Jungs der schwedischen Gruppe DISALIFE oder den Drummer von POTHEAD, und dann hat sich diese Horde - man betrachte sich das Line-up, da sind nicht weniger als 22 Musiker erwähnt - in ein Studio einquartiert und beschlossen, einfach nur Spaß zu haben. Während die einen ihre Instrumente schnappen und sich eingrooven, hängen die anderen gerade ab, essen, trinken, rauchen und die nächsten lassen sich von der Mucke anstecken und pogen wie wild herum. Das entspringt natürlich nur meiner Phantasie, aber irgendwie so ähnlich muss es wohl gewesen sein, oder will mir jemand erzählen, das wurde zuerst alles auf ein Stück Papier komponiert?
Das soll aber nicht heißen, dass "Bleeding Hearts and Smiling Faces" irgendwie oberflächlich ist, ganz im Gegenteil, besonders wenn man sich die von Frank geprägte Message betrachtet. Nun schreibt eben dieser Frank zwar in seinem Intro, dass es in seinen Lyrics um Hoffnung und Liebe und so gar nicht um Apathie oder Pessimismus geht. Nach Studium des Booklets, der Texte und Bilder hatte ich aber diesen Eindruck gar nicht und erst die Songs inkl. dem Sound haben für mich diese Message transportiert.
Aber auch mit seinem Gesang drückt Liesener der Scheibe seinen Stempel auf. So vielfältig wie die Styles sind die Leadvocals. Mal melodisch, mal rough, mal Rap, die Übergänge zwischen schreien, toasten und singen sind fließend. Und auch mit den Sprachen wird gespielt. Z.B. bei Unified oder Dubwar kommen zum englischen Text deutsche Rap-Einlagen und natürlich dürfen ein paar Brocken Patois auch nicht fehlen, siehe Dubby dem I come som, übrigens eine sehr schön rootsige Nummer, oder auch Mad Man, wo mich der Phantasiewörter-Rap stark an Eek A Mouse erinnert.
Und wo wir gerade dabei sind: Bei den Bläsersätzen höre ich öfter einen Dr. Ring Ding Touch, wohl nicht ganz umsonst auch in den Credits erwähnt.
Und wenn ich einen klitzekleinen Vorwurf an SKUNK ALLSTARS machen muss, dann deshalb, weil in meinen Ohren gerade die Reggae/Raggamuffin/Rap-Parts schon sehr nach SEEED klingen. Müßig, darüber nachzudenken, wer von wem klaut, da die zugrunde liegenden Riddims eh schon 30 Jahre alt sind.
Insgesamt ist "Bleeding Hearts..." ein interessantes, musikalische Grenzen überschreitendes, gut produziertes und (in Kanada) abgemischtes Album das Spaß macht.
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