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Live
Live, InsideOut Music/SPV, 2008
Nick D'Virgilio Vocals, Guitars, Keyboards, Drums, Entertainment
Dave Meros Bass, Backing Vocals, Synthies
Alan Morse Guitars, Backing Vocals
Ryo Okumoto Keyboards, Synthies, Backing Vocals
Jimmy Keegan Drums, Backing Vocals
Länge: ca. 120 Min Medium: DVD
1. Intro11. Walking On The Wind
2. On A Perfect Day12. Hereafter (Ryo Solo)
3. In The Mouth Of Madness13. As Far As The Mind Can See
4. Crack The Big Sky- a.) Dreaming In The Age Of Answers
5. The Slow Crash Landing Man- b.) Here's A Man
6. Return To Whatever- c.) They Know We Know
7. Surfing Down The Avalanche- d.) Stream Of Unconsciousness
8. Thoughts (Part 2)14. Rearranged
9. Drum Duel15. The Water / Go The Way You Go
10. Skeletons At The Feast

Hier ist es also: Das neue Live-Dokument von SPOCK'S BEARD nach dem Weggang von Neal Morse. Nach dem ich "Gluttons For Punishment - Live In '05" mehr als schwach fand, war ich sehr gespannt, wie gut oder schlecht die neue Live-DVD, aufgenommen am 25. Mai 2007 im niederländischen Zoetermeer, würde.

Bevor das Menü erscheint, darf man schon am obligatorischen Backstage-Aufputsch-Ritual teilhaben. Dann startet man mit einem Intro in den Abend. Die Bühne, klein, eng und ein wenig chaotisch aufgebaut, wirkt fast schon zugestopft. Verwunderlich, dass sich die Herren darauf überhaupt zurecht finden. Mit On A Perfect Day wird gleich munter nach vorne gerockt und mit dem anschließenden In The Mouth Of Madness das Tempo nicht rausgenommen. Hier merkt man sofort, wie gut die "nealschen" und "post-nealschen" Songs im Verbund funktionieren. Das hat man einwandfrei gelöst und gemeistert. Im Gegensatz zur eingangs erwähnten ersten Live-Scheibe nach Neal Morse wirkt diese Konzert hier weder einschläfernd noch suchend. Die Jungs um Multimusiker Virgilio sind auf dem besten Weg, sich vom schweren Erbe des ehemaligen Band-Mitgliedes zu lösen.
Der Stimmungspegel auf der Bühne ist extrem hoch und auch das Publikum kann aus der Reserve gelockt werden. Die gute Laune springt förmlich von der Stage. Kein Wunder, stehen SPOCK'S BEARD doch auch inzwischen ein paar Jahre auf der Bühne und wissen offensichtlich wieder genau, wie man das Publikum füttert, damit es einem aus der Hand frisst.
Schön ist auch, dass man weniger oft live dargebotenes wie Crack The Big Sky oder auch Thoughts (Part 2) vom Album "V" ins Hallenquadrat wirft. Mit Return To Whatever hat es sogar ein Song aus der Alan Morse Soloscheibe "Four O'Clock & Hysteria" auf die Bühne geschafft, welches komplett von Nick D'Virgilio durchgedrummt wird. Der Mann ist einfach unglaublich. Wo der sich im Verlauf des Konzertes überall rumtummelt ist schon geil. Und wer meint, dass bei Skeletons At The Feast der Tourdrummer überflüssig ist, sollte mal sehen, womit eben jener sich die Zeit vertreibt, während Nick sich durch das Lied groovt. Der Spaßfaktor ist bei den Bärten ungemein hoch. Und auch das Pfund As Far As The Mind Can See wird in seiner ganzen Länge zelebriert. Normalerweise sind Drum-Soli immer eine meinungsteilende Angelegenheit. Was die beiden aber an den Fällen hier ablassen ist schon Spitzenklasse. Wo hingegen das Keyboardsolo von Ryo überflüssig ist. Der Mann kann mehr. Da hätte es durchaus etwas anderes sein können.

Egal, Sound und Licht stimmen, die Setlist ist ein Leckerbissen, die Band in Hochform, die Kameraführung gewährt meist einen Blick auf den z. Zt. aktiven Musiker - eine Scheibe, die sich sowohl als CD als auch DVD noch öfter bei mir rund drehen wird.
Auf überflüssigen Schnickschnack wurde übrigens verzichtet und so ist dann auch nach dem Konzert und einer kleinen Bilddokumentation über SPOCK'S BEARD Schluss.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 10.08.2008

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