|
|
| Get A Taste, Surfdog Records, 2001 |
| Steve Summers |
Vocals, Guitars |
| Mike Summers |
Guitar |
| William 'Chuck' Riley |
Guitars |
| Tony Delocht |
Bass |
| Ernie Longoria |
Drums, Percussions |
| Produziert von: David Darling und Dave Kaplan |
Länge: 49 Min 41 Sek |
Medium: CD |
|
 |  |
| 1. What's That You Say | 8. Lucy |
| 2. Get A Taste | 9. Look My Way |
| 3. Beautiful | 10. Everybody Knows Everything |
| 4. Party Like A Rock Star | 11. Shut Up |
| 5. Whatcha Gonna Do | 12. Laughing |
| 6. American Made | 13. Friends |
| 7. Unexpected | 14. Coconut |
 |
Sommer! Leichte Speisen, leichte Weine... leichte Musik? Wer nach dieser Maxime lebt, dem bieten SPRUNG MONKEY
genau das Richtige.
Die eigentliche Zielgruppe der Kalifornier dürften allerdings all diese hippen Kids sein, die schnell jedem neuen
Trendsport hinterherhecheln und dazu einen entsprechenden Soundtrack brauchen. Gestern Snowboarden, heute
Inlineskaten und morgen Mountainbiking. Gestern MATCHBOX 20, heute BLINK 182, morgen SPRUNG MONKEY. Nicht von
ungefähr lautet eine prägnante Textzeile aus dem Hip Hop-Reggea-Zwitter Party like a rockstar - dem
Soundtrackbeitrack der Band zu Dude, where's my car? - Life is short, so let's have fun.
Bei so einer oberflächlichen Grundhaltung bleiben natürlich Tiefgang, Besinnliches und Hintergründiges in der Musik
unweigerlich auf der Strecke.
Fans von GREEN DAY und OFFSPRING sollten auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren, denn zu amerikanischen Funpunks
dieser Gewichtsklasse besteht eine unüberhörbare Seelenverwandschaft.
Puh, der Satz hat mich echte Überwindung gekostet, denn eigentlich sollte man solche Bands wie SPRUNG MONKEY nicht
als Punk bezeichnen. Punk hat für mich immer noch etwas mit Schmutz, Rebellion, Aggression, Auflehnung und
Provokation zu tun. In der Hinsicht ist bei SPRUNG MONKEY sicher das höchste der Gefühle, dass sie sich einen
Ökohypermultivitaminsaft versehentlich über ihre schnieken Designerklamotten kleckern und das als großen Skandal
verkaufen.
Gepaart mit der Trendhörigkeit der Band wird es dann richtig ekelig: Hier brauchen wir ein paar Loops und Samples,
wir müssen unbedingt eine Hip Hop Nummer haben, dann noch einen Text der viele 'Fucks' enthält...
SPRUNG MONKEY haben einfach keine eigene musikalische Vision. 'Wir machen jeden Trend mit, Hauptsache es ist gerade
in', scheint einem die Band immer wieder entgegen zu schreien. Kurzfristig mag dieses Konzept aufgehen um die Charts
zu stürmen, doch einen Platz in der Valhalla des Rock 'n' Roll bekommt man damit nicht.
Fairerweise muss man allerdings einräumen, dass SPRUNG MONKEY durchaus in der Lage sind Songs mit Hitpotential
zu produzieren. What's that you say und Believe haben wirklich Klasse und hätten auch sehr gut zu der
von mir hoch geschätzten schottischen Gitarrenrockband GUN gepasst. Leider sind solche Songjuwelen in der
Minderheit.
Die Generation Golf wird diese Band trotzdem vergöttern! Also worauf wartest du noch? Schwing dich auf dein
Board oder Deine Skates und Get a taste!
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn: 
|