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CD-Review:
StrongholdHalf Hour Of Clean Energy |
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Wenn wir ehrlich sind, dann freuen wir uns doch über jeden Newcomer, der Anlass zur Hoffnung gibt und sind dann auch gerne mal bereit ein Auge zuzudrücken und über die eine oder andere kleine Schwäche hinwegzusehen.
Stilistisch bewegt man sich zielsicher zwischen frühen ENCHANT ("A blueprint for the world") und MARILLION ("Brave"). Hervorzuheben ist Sänger Lars Bittner, der für diese stilistische Ausrichtung geradezu prädestiniert scheint. Woran die Band in Zukunft noch etwas arbeiten sollte, ist der Mangel an griffigen Hooklines. Das bisherige Songmaterial erweist sich doch als recht sperrig und schwer zugänglich.
Den Einspruch, dass das bei einer Prog-Band dazu gehört, will ich nicht gelten lassen. Die wahre Kunst besteht ja gerade darin bei allem Anspruch und aller Komplexität den Faktor Eingängigkeit nicht zu sehr zu vernachlässigen. Dass "Half hour of Clean energy" in seiner jetzigen Version noch etwas steril und unterkühlt klingt, dürfte sich bei der endgültigen CD-Veröffentlichung geben und liegt wohl in erster Linie daran, dass einige Instrumente noch synthetisch erzeugt werden.
Um den Deckel drauf zu packen: Die Demoversion von "Half hour of Clean energy" zeigt deutlich, dass hier eine Band mit Potential am Werke ist und macht schon jetzt Lust auf das komplette Konzeptalbum, inklusive der drei
noch fehlenden Stücke, in seiner endgültigen Version.
Martin Schneider , (Impressum, Artikelliste), 17.10.2002
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