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Hittin' The Note

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Hittin' The Note
Hittin' The Note, Peach Records/Sanctuary Records, 2003
Gregg Allman Vocals, Piano, Hammond Organ, Clavinet
Butch Trucks Drums
Jaimoe Drums
Marc Quinones Percussion, Conga
Oteil Burbridge Bass
Derek Trucks Guitars
Warren Haynes Guitars, Vocals
Produziert von: Warren Haynes & Michael Barbiero Länge: 74 Min 54 Sek Medium: CD
1. Firing Line (5:15)7. Maydell (4:33)
2. The High Cost Of Low Living (7:51)8. Rockin' Horse (7:23)
3. Desdemona (9:19)9. Heart Of Stone (5:06)
4. Woman Across The River (5:50)10. Instrumental Illness (12:07)
5. Old before My Time (5:22)11. Old Friend (6:11)
6. Who To Believe (5:38)

Crosscheck bedeutet in der HoR-Redaktion, dass die einzelnen Schreiber ihre eigene Meinung zu einer CD abgeben und das bedeutet normalerweise so viele unterschiedliche Ergebnisse wie Redakteure. Das ist gut so und deswegen geht die neue CD der ALLMAN BROTHERS BAND auch in einen solchen Crosscheck. Denn würde nur meine Meinung hier stehen, würde dies der Band und dem Album sicher nicht gerecht werden. Ich bin nämlich enttäuscht von dieser CD.
Ich schreibe diese Zeilen in völliger Unkenntnis der anderen Meinungen, weiß aber von diversen Mailinglisten und Internetforen, dass die Platte allgemein gut ankommt.

Nach 9 Jahren endlich ein neues Studio-Lebenszeichen. Eine Menge hat sich bekanntermaßen bei den Brothers inzwischen geändert, Betts ist offenbar endgültig weg, Haynes wieder dabei, Derek Trucks an der zweiten Leadgitarre.
Die letzte Live-CD ("Peakin' At The Beacon", 2000) war ein Schlag ins Gesicht jedes Fans und das nicht zuletzt wegen Derek Trucks. Wenn einer schon so altklug daherkommt, dann soll er wenigstens die Soli der großen alten Gitarristen richtig spielen! Miese Amateurband-Jessica-Versionen gibt es genügend, dafür braucht man nicht das Original.

Pappvoll ist "Hittin' The Note" geworden, fast meint man, sie wollten den kreativen Totalausfall des letzten Jahrzehnts in einem Rutsch aufholen. Aber irgendwie funktioniert das nicht richtig in meinen Ohren.
Gut, Gregg Allman singt so gut wie lange nicht mehr und lässt die Hammond schön tönen, Warren Haynes - immer auf dem schmalen Grat zwischen genialem Vielspieler und Blender - lässt auch nichts anbrennen, selbst Trucks fällt nicht großartig unangenehm, und zuweilen sogar angenehm, auf, die Percussionteppiche in den langen Jams sind wunderbar intensiv und druckvoll, der Opener Firing Line ist eine tolle funkige Nummer und trotzdem, irgend etwas stimmt nicht. Der Sound ist es nicht (man kann nicht alles auf die "kalte" CD-Produktion schieben), bleiben eigentlich nur die Songs. What went wrong?

Ich versuche es an Woman Across The River festzumachen: Gitarren links, Gitarren rechts, Gregg akzentuiert toll und trotzdem ziehen sich die knapp 6 Minuten wie tagelang gekauter Kaugummi. Grund: Letztlich wird das uralte Bluesschema von Freddy King zu Tode genudelt. Ball/Song angenommen, wiedergekäut und ausgespuckt. Wie eine Maschine funktioniert das alles. Der ganze Soul und Groove ist nur vorgeschoben.
Oder The High Cost Of Low Living. Grundsätzlich eine wunderschöne Nummer. Aber die Schönheit ist ein Zerrspiegel, denn dahinter ist nichts außer langgezogene Gitarrentöne bis es weh tut. 8 Minuten und die Gitarre kommt und kommt nicht auf den Punkt.
Desdemona ist das Gegenteil. 7 Minuten Langeweile und dann endlich: Ein Höhepunkt! Trucks nudelt sich einen runter...
Warren Haynes bezeichnet Desdemona als Gradmesser für die hohe Qualität des Albums. Warren, wir haben eine grundsätzlich differierende Auffassung von Qualität!
Wenigstens Maydell fängt noch halbwegs feurig an, dümpelt aber anschließend großväterlich schunkelnd vor sich hin.
Und so geht es die ganze CD dahin. Mal schneller, mal langsamer, mal akustisch. Aber immer berechenbar und letztendlich gleichförmig. Haynes' Einfluss ist zu deutlich, man merkt es an Rockin' Horse. Das hat er bereits 1994 mit Allman, Allen Woody und Jack Pearson geschrieben und es unterscheidet sich nicht von den wirklich neuen Songs. Stillstand auf hohem Niveau.
Was allerdings die Percussion-Abteilung hier macht ist weltklasse. Butch Trucks (der Mann, der in der Band offensichtlich inzwischen die Fäden zieht), Jaimoe und Marc Quinones geben dem Lied den einmaligen Charakter, den es ansonsten nicht hätte.

Interessant ist das Experiment, Heart Of Stone von den STONES zu covern. Experiment gelungen (wobei es Mitch Ryder und die ENGERLINGe noch besser machen)! Bis auf die emotionslosen Einheitsgitarren. Die bei Instrumental Illness zwar besser abschneiden, aber solcherlei Instrumentalschlacht über 12 Minuten macht mich nervös. In der Konzerthalle würde ich dieses Gedudel als Pinkel- und Bierholpause nutzen. Dafür kann aber die Band nichts. Es fehlt halt einer, der zur technischen Perfektion die Seele einbringt. Dickey!!!!

Ein Crosscheck wird mit Noten abgeschlossen und hier langt es - mit Altersbonus und weil die CD ja nicht wirklich schlecht ist - zu einer 3 Minus.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 20.04.2003

Die Allman Brothers habe ich seit "Seven Turns" eigentlich aus den Augen verloren und dennoch empfinde für die Band weiterhin so was wie nostalgische Gefühle, weil "Brothers & Sisters" als aller erster LP-Kauf den Einstieg in mein musikalisches Sammlerleben bedeutete.
Auf diese Band muss ich irgendwie Bock haben: Also allein zu Haus, d.h. ohne die nach dem ersten Gitarrengezwirbel zu quengeln beginnende Ehefrau, oder am besten live im Konzert, wie bereits zweimal in Köln in der Sporthalle oder im E-Werk vor Jahren erlebt.
Die neue Scheibe gefällt mir bis auf das nervige Instrumentalstück recht gut. Songs wie High Cost Of Low Living, Old Before My Time oder Who To Believe sprechen mich besonders an.
Wer allerdings, wie bestimmte Kollegen von mir, Innovation (d.h. wohl die ständige Suche nach immer neuen aggressiven, disharmonischen Tönen oder Klängen) als Maßstab zur Bewertung anlegt, hat wahrscheinlich relativ schnell den Kaffee auf.
Diese Art Musik zu performen, ist eben ABB auf den Leib geschnitten; sie machen halt das, was sie eh am besten können und ihnen wohl auch am meisten Spaß macht. Teresa Orlowski moderiert ja deswegen auch nicht irgendwann die Tagesthemen...
Ich vermisse allerdings Dickey Betts. Die Gegensätzlichkeit und Hassliebe zu Gregg Allman ist nach wie vor für mich ein nicht wegzudenkendes Markenzeichen der Band, womit ich die Leistungen von Warren Haynes und Derek Trucks allerdings nicht schmälern möchte.
Die Note 3 trifft es aus meiner Sicht am besten.

Daniel Daus, (Artikelliste), 01.05.2003

Ich war nie ein großer Fan der ALLMAN BROTHERS BAND. Vor allem die Frühwerke sind für mich nichts als eine Ansammlung akustischer Abscheulichkeiten. Plattes Instrumentalgedudel, endlose Bluesjams und vor allem die völlige Abstinenz griffiger Hooks... das ist nicht meine Welt.
Glücklicherweise leitete "Seven Turns" 1990 die Wende zum Besseren ein. Stilistisch gab es zwar keinen signifikanten Kurswechsel, aber immer wieder schlich sich der eine oder andere mitreißende Southern Blues-Song ein, der mehr zu bieten hatte als instrumentale Selbstbeweihräucherung. Tendenz zunehmend, mit dem letzten Studio-Album "Where It All Begins" als bisheriges Highlight in der Bandgeschichte.
"Hittin' The Note" ist allerdings ein deutlicher Rückschritt. Gerade mal der Opener Firing line, Old before my time und mit Abstrichen The high cost of low living ragen über den biederen Durchschnitt heraus. Die Substanz der restlichen Komposition reicht selten für mehr als knappe zwei, drei Minuten, die durch überflüssige, uninspirierte Instrumentenvergewaltigung wie ausgelutschter Kaugummi bis zum Erbrechen ausgedehnt werden. ALLMAN BROTHERS BAND, genauso wie man sie meistens kennt, nie wirklich brauchte und nie brauchen wird.
Note 5

Martin Schneider, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2003

Wie verrückt hörte ich vor knapp 30 Jahren die "Fillmore Concert", "Eat a peach" und die "Brothers and sisters" LPs. Dann verlor ich ein wenig den Faden. Die alte Liebe flammte jedoch irgendwann Ende der Neunziger mit Gregg Allmans verdammt gutem Solo-Album "Searching for simplicity" wieder auf.
Nun kommen die alten Helden mit einem neuen Album, welches beim ersten intensiven Hören zwar gefällt, aber nicht sonderlich beeindruckt.
Natürlich spielen die Allmans ihren alten Stiefel, der die Pfade zwischen Blues, Rock und Jazz verbindet, wieder eindrucksvoll herunter. Die eigentliche Magie erschließt sich allerdings erst während des dritten, vierten Durchlaufs. Wenn so allmählich alle Einzelheiten erkannt werden. Denn es gibt, wie schon immer bei den Jungs, eine ganze Menge Feinheiten zu entdecken. Das gemeinsame Ensemblespiel ist so eng miteinander verzahnt, wie schon lange nicht mehr. Da ist Feuer drin, nein, da lodert eine Flamme.
Klar, der neue Gitarrist Warren Haynes ist sowieso ein alter Bekannter und wie gut der sein Instrument beherrscht, wissen wir nicht erst seit den GOV'T MULE Tagen. Aber er muss es wohl bewerkstelligt haben, den alten Haudegen Gregg Allman noch einmal zu exzellenten Leistungen anzuspornen. Denn was die beiden hier im kompositorischen Miteinander auf den Weg bringen ist aller Ehren wert.
Stellvertretend seien hier nur meine Lieblingssongs genannt: The high cost of low living - ohrwurmartige Gesangslinien von Papa Gregg, kurze Twin-Lead-Guitar-Passagen, alles scheint wie ein Bad in einem großen, breiten Fluß.
Desdemona - ein erhabener Blues, Greggs B-3 Untermalung ist einzigartig und im jazzig swingenden Mittelteil lässt Derek Trucks den Geist Duane Allmans ein ums andere Mal aufleben.
Old before my time - eine wunderschöne Akustikgitarren-Ballade, in der old Gregg sein bewegtes Leben ein wenig reflektiert. Zwar nicht ganz so schön wie weiland Melissa, aber dennoch ganz große Klasse.
Maydell - tierische Wah-Wah-Gitarre von Warren Haynes, energiegeladenes, groovendes Blues-Rock Arrangement von Anfang bis Ende.
Die anderen Songs sind kaum schlechter zu bewerten. Selbst das anfangs von mir skeptische beäugte Instrumental illness kommt mit seinen zwölf Minuten unterm Kopfhörer erst richtig zur Entfaltung. Da taucht man erst so richtig ein, in diese instrumentale Pracht und Vielfalt. Das pulsierende Aufeinanderzusteuern von Bass, Drums und Percussion gleicht einem Zündsatz, aus dem die E-Gitarren letztendlich wie ein farbenfrohes Feuerwerk explodieren.
Dieses Album überzeugt mich einmal mehr von den unvergleichlichen Qualitäten dieser einzigartigen Band, die nicht zuletzt auch durch Gregg Allmans superbe Gesangsleistung in unnachahmliche Regionen gehievt wird. Alle alten Fans sollten begeistert sein, denn dieses Album steht den Glanztaten aus den frühen Siebzigern kaum nach.
Note 2

Frank Ipach, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2003

Sollte man umbenennen in "Gov't Mule Brothers Band", denn bis auf einige wenige Pseudolicks erinnert kaum noch etwas an die ABB, wie ich sie kannte und mochte. Nichtsdestotrotz ist es keine schlechte Scheibe, bis auf einige überflüssige Blueslangweiler sogar eine der besten GOV'T MULE und Warren Haynes Soloscheiben der Neuzeit (IMHO).
Note 3

Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2003

ALLMANN BROTHERS, nun damit verbindet man ja gewisse Erwartungen und somit lege ich natürlich erwartungsvoll das neue Album in den Player.
Firing Line und The High Cost Of Low Living klingen ja recht ansprechend und auch Desdemona fängt recht vielversprechend an. Aber dann: Himmel ist es denn wirklich notwendig, dass dieser Song in ewig langes nerviges Jazz-Gejamme übergeht? Von den etwas über 9 Minuten hätte man sich gut und gerne ganze 5 Minuten sparen können, dann wäre der Track bei mir immerhin noch unter die Rubrik "anhörenswert" gefallen.
Naja, nicht übermäßig berauschend aber wenigstens einigermaßen anhörenswert die nächsten Stücke, doch dazu wieder und wieder das nervige jazzige Gefrickle. Meine Fußnägel rollen sich konstant nach oben, und wenn ich dachte, damit hat es sich erledigt, dann hatte ich mich gründlich getäuscht.
Es sollte noch schlimmer kommen: Erklär mit doch mal jemand, wer um alles in der Welt braucht ein 12 Minuten langes, völlig wirres Instrumental, das einen nach gut 2 Minuten dazu verleitet, ganz schnell zum nächsten Track überzugehen?
Na immerhin, das akustische Old Friend versöhnt mich einigermaßen wieder. Einziges wahres Highlight ist für mich das Cover Heart Of Stone, wirklich sehr gut gelungen.
Fazit: Eine Scheibe, die keine Bereicherung meiner Sammlung darstellt, zu viel Geschrammel und nerviges Gedöns.
Mit sehr viel Zudrücken all meiner Hühneraugen vergebe ich noch die Note 4

Ilka Czernohorsky, (Artikelliste), 01.05.2003

Geil. Wieder was neues von der ALLMAN BROTHERS BAND.
Na ja, neu klingt es nicht. Aber so soll es ja auch sein. Wo ABB drauf steht, soll auch ABB drinnen sein. Und da sind sie wieder, diese Gitarrenläufe speziell von Herrn Haynes. Und die Hammond schwülstet wieder so genial zu den gänsehautverbreitenden Gitarrensoli.
Gelungen diese Mischung aus bluesigen Rocknummern und rockigen Bluesnummern.
Gejammt wird auch - was sonst. Und meistens auch angenehm und gekonnt. Bis auf dieses Instrumentel Illness. Passender Titel, denn längeres Hören macht mich auch ein bisschen ill. Es ist mir einfach zu jazzig.
Und dieser Track dämpft etwas die Freude an "Hittin' The Note", so dass aus der 2 eine 2- wird.
Eine unspektakuläre CD, die einfach Spaß macht. Und unspektakulär ist eben genau das richtige, denn wie gesagt: steht ABB drauf, will ich auch genau das hören.
Note 2

Ulli Heiser, (Artikelliste), 01.05.2003

CD eingelegt und die ersten beiden Songs gefallen mir gleich. Das war's. War's das?
Mit zunehmender Spieldauer wird es immer langatmiger (sprich: langweiliger), alles dreht sich im instrumentalen Kreis. Sie kommen dann einfach nicht mehr auf den Punkt. Technisch hochklassig gespielt, aber mittelmäßiges Songwriting verhindert, dass man mal aufhorcht. Selbst als Hintergrundmusik bei einem guten Buch wirkt das im Grossen und Ganzen als künstliches, routiniert runtergedroschenes Werk, das je mehr nervt, je länger es läuft.
Wie gesagt, zwei, drei Songs sowie das akustische Finale sind durchaus ok, aber von einer Band mit dem Namen Allman Brothers darf und muss man mehr erwarten. Schon gar keine peinliche Version von Heart of Stone - so unnötig wie ein Kropf. Der Rest ist Blues-Rock im typischen Stil der ABB wie sie ihn schon seit über 30 Jahren praktizieren, oft soviel besser als hier - damit ist "Hittin' the Note" eigentlich auch unnötig. Wem allerdings schon einer abgeht wenn nur Warren Haynes auf der Hülle steht, liegt hier sicher richtig. Nachdem auch Dickey Betts angefangen hat, mit seiner Band irgendwie die selbe Kerbe von Gedudel zu bearbeiten, kann ich noch nicht mal sein Fehlen verantwortlich machen.
Wegen der aber doch manchmal halbwegs geglückten Momente die Note 4 (+)
.

Manni Hüther, (Artikelliste), 01.05.2003

Wären die ROLLING STONES noch die ROLLING STONES, wenn Keith Richards die Band verlassen würde? Wohl kaum. Nicht weil er eines der "Aushängeschilder" der Band ist, sondern weil er die Band einfach musikalisch geprägt hat. Logisch, er war ja von Anfang an immer dabei.
Unabhängig vom seinem Geisteszustand, der ist bei manchen aktuellen Bandmitgliedern ja auch fraglich, - ohne Dickey Betts ist es einfach nicht mehr die ALLMAN BROTHERS BAND. Punkt.
Das wird auf der neuen Scheibe auch deutlich. Die ist ein Bastard aus GOV'T MULE und der Gregg Allman Band - und so klingt sie auch.
Klar sind da genug Passagen drauf, die wirklich gut sind und Warren und Derek hatten bestimmt auch eine Menge Spaß das Teil einzuspielen. Relativ häufig sind allerdings Melodien, Licks, Läufe etc., die man schon öfter gehört hat. "They went through the motions", könnte man wohl sagen. Das haben Musiker dieser Klasse eigentlich nicht nötig.
Coverversionen waren bei den Allmans ja schon immer vertreten - allerdings meistens besser interpretiert. Und: Wenn sich die Jungs mal die Version von Heart Of Stone angehört hätten, die Mitch Ryder & ENGERLING auf ihrer aktuellen Live-CD zelebrieren, hätten sie sich nicht getraut diese lahme Version hier auf ihr neues Album zu pressen!
Wie gesagt: Richtig schlecht ist die Musik hier nicht, aber für mich klingt's eher wie eine "Allman Brothers Revival Band". Wenn auch hochkarätig besetzt...
Kriegt gerade noch so eine: 3

Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 01.05.2003

ALLES IN OBI. Dieser hinlänglich bekannte Werbeslogan kommt mir spontan nach dem Genuss vom neuen ALLMAN BROTHERS Werk "Hittin' The Note" in den Sinn. So ist doch ein Großteil der mit viel Spannung und Freude erwarteten CD bestens zur unauffälligen Beschallung von Baumärkten geeignet.
Meine Enttäuschung ist riesengroß. Verfügt das Album doch lediglich über drei starke Songs (Firing Line, Rocking Horse und Instrumental Illness). Der Rest könnte locker als Sampler beim deutschen Reichsbund erscheinen. Nervig belangloser Schnarch-Blues der dahinschleicht wie ein von Gicht gequälter 99-jähriger im AWO Heim.
Das Cover mit dem Bild einer durchgehenden Elefantenherde ist reinste Ironie. Eine Schar dösender Nilpferde in einem Tümpel wäre passender.
Zum Gähnen schlecht: Note 5.

Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 01.04.2003

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