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Riding The High Horse

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Riding The High Horse
Riding The High Horse, Nicotine Records/Scarey Records, 2005
Rick Surly
Randy Robinson
Brent Purgason
'Demon Boy' Don Cihurso
Gäste:
Dano 69 Piano
Nancy Lee Backing Vocals
Brent Purgason & Tobb Carrington Additional Guitar
Bo Heathen Additional Bass
Curtis Payne & Nathan P. Walker Additional Vocals (Living Hell & Renovation)
Produziert von: Dano Deckelman & The Deviltones Länge: 29 Min 24 Sek Medium: CD
1. Chrome Molly6. I Gotta Gun
2. Clearing The Room7. End Of The Line
3. Cocaine Eyes8. Rock & Roll Dynasty
4. 13-699. Living Hell
5. Tuff Luck10. Renovation

Die zweite Zusammenarbeit des amerikanischen Labels Scarey Records mit den Italienern von Nicotine Records in diesem Monat. Grundsätzlich gilt für THE DEVILTONES das gleiche wie für JOHNNY CASINO'S EASY ACTION: Es ist Rock & Roll, schmutzig, laut und nicht für Feingeister.
Any Feingeister in the House? Ne? Dann können wir ja loslegen.

Im Gegensatz zu Herrn Casino lassen sich die Teufelstöner nicht so sehr vom R & B britischer Sixties-Machart leiten, sie beziehen sich eher auf den Hardrock der nächsten Generationen, sei es nun AC/DC oder AEROSMITH, und zwar gut abgeschmeckt mit einer Portion Früh-RAMONES. Es wird gehämmert und gezimmert, geschraubt und genagelt. Baumarkt statt Barockziselierungen. Dabei greift man ungefähr jedes greifbare Klischee simplen Bikerrocks auf - bis hin zum lasziv im String auf der Harley posierenden Knackarsch. Allerdings wäre bei dem Mädel das Gesicht auch ganz interessant. Die DEVILTONES sind also rechte Road Dogs.

Weil ich aber grundsätzlich nicht an Images glaube, vermute ich eher eine Horde netter Jungs mit langen Haaren hinter dem bemühten Bad Boy Getue, da helfen auch die vielen vielen Fäkalworte in den Texten nichts. Sänger Rik kann noch so oft den Motherfucker krähen, wenn dazu ein lustiger Boogie mitsamt Piano geboten wird, verbergen sich keine Jungfrauenmörder dahinter. Unsere Freunde von AMERICAN DOG sind auch solche schlimmen Gesellen - und trinken vor dem Auftritt schnell noch nen Milkshake...

So schreddern sich die Amis aus Richmond, Virginia in gesteigertem Tempo durch die kurzen Songs, unterhalten dabei bestens und legen keinerlei Wert auf ausgefeilte Harmonien oder anspruchsvolle Breaks.
Für Freunde der genannten Bands und notorische MOTÖRHEAD-Banger sind THE DEVILTONES ein gefundenes Fressen. Coole Platte!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 04.11.2005

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