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The Four Horsemen

Nobody Said It Was Easy

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Nobody Said It Was Easy
Nobody Said It Was Easy, Def American, 1991
Frank C. Starr Vocals
Ken Montgomery Drums, Vocals
Dave Lizmi Lead & Rhythm Guitar, Vocals
Ben Pape Bass, Vocals
Haggis Rhythm & Slide Guitar, Vocals
B.U.D. Hammond Organ
Produziert von: Rick Rubin Länge: 48 Min 14 Sek Medium: CD
1. Nobody Said It Was Easy7. Hot Head
2. Rockin' Is Ma' Business8. Moonshine
3. Tired Wings9. Homesick Blues
4. Can't Stop Rockin'10. 75 Again
5. Wanted Man11. Lookin' For Trouble
6. Let It Rock12. I Need A Thrill/Somethin' Good

Auf Wunsch des Verfassers haben wir diesen Artikel gelöscht.

Home of Rock, 09.03.2009

Diesem Review möchte ich noch ein paar ergänzende Worte hinzufügen.
Als die CD 1991 erschien, war der vormalige Verfasser ungefähr 16 Jahre alt (was für ihn bedeutet, dass die Scheibe in die Rockhistory gehört, die wir alten Säcke für die 70er Jahre reserviert hatten).

Die FOUR HORSEMEN gehörten damals zu einer Reihe von Bands, die sich in der Tradition diverser 70er-Bands sahen und vor allem, die eine dreckigere Form der 80ies-Hair-Bands waren. JUNKYARD, LITTLE CEASAR etc. als Beispiel. Von den mega-gehypten GUNS 'N ROSES nicht zu sprechen.
Für das Scheitern all dieser Bands gibt es einige (gute) Gründe:
1. Business: Der oben angesprochene Aufschwung hatte keinen langen Bestand. Grunge kam (bzw. war schon da) und damit verloren fast alle "echten" Rock & Roller ihre Plattendeals. Wie es so oft schon geschehen ist, die Industrie setzte mal wieder auf die Karte des totalen Overkills und überflutete den Markt mit Nirvana-Epigonen.
Die Haarspray-Nachfolger hatten somit keine Chance mehr. Um manche war es sicher nicht wirklich schade...
2. Die Bands: Sahen sich nicht nur als potentielle Superstars, sondern benahmen sich auch so. Man muß nur einige Interviews aus damaligen Zeitungen lesen.
Fast alle dieser Bands hatten mit massiven Problemen zu kämpfen. Nicht nur, daß sie soffen wie die Löcher, es war einfach schick, mindestens einen Junkie in der Band zu haben. Im Falle der FOUR HORSEMEN war das Ken Montgomery, der Drummer. Er starb folgerichtig 1995 an einer Überdosis H.
Sänger Frank C. Starr hat in seiner Karriere wohl nie nüchtern eine Bühne betreten.
3. Der Produzent: "Nobody Said..." wurde von Rick Rubin produziert. Der hat bekanntlich auch das erste Album der BLACK CROWES produziert. Die waren erstens erfolgreicher (weil ein paar Monate früher dran) und zweitens wurden sie, auch durch Rubin, unvergleichlich stärker gepusht. Waren auch leichter vermarktbar. Schließlich hatten sie nur harmlose Gras-Konsumenten in der Band. So eine Band kriegt man auch in der Althippie-Szene leichter unter.
Rubin war bis zu den CROWES nicht als Rock & Roll-Produzent auffällig geworden. Und so schnell er den Boogie-Sektor für sich erschlossen hat, so schnell verlor er auch wieder die Lust daran. Es folgten noch einige Major-Produktionen (Mick Jagger, AC/DC) und ansonsten hat er sich queerbeet durch das Business produziert. Von THE CULT über Sheryl Crow zu den BEASTIE BOYS, den RED HOT CHILLI PEPPERS, SLAYER und und und. Bis er schließlich bei Tom Petty und im Anschluß bei Johnny Cash gelandet ist.
4. Die Musik: Diese Art von Musik kommt aus dem Mief und Muff kleiner Clubs. Dort hat sie ihr Publikum. Und nicht in den Arenen. Es war, ist und wird immer Underground bleiben.
5. Persönliches Pech: Sänger Frank Starr (eigentlich Frank Starpoli) hatte kurz nach der Veröffentlichung des zweiten Albums "Gettin' Pretty Good..." einen unverschuldeten Autounfall (andere Quellen sprechen von einem Motorrad-Crash im Vollrausch) und fiel in ein Koma, aus dem er nicht mehr erwachte, bis er schließlich 1999 verstarb.

Die FOUR HORSEMEN blieben so eine Randbemerkung in der Rock & Roll-Historie. Aber immerhin eine, die zwei ganz außergewöhnliche Platten veröffentlichte.
Und wir dürfen unbesorgt sein. In ein paar Jahren wird wieder ein Produzent kommen, diese Musik "neu" erfinden, einige Bands werden wieder solch geile Platten einspielen, die Plattenfirmen werden wieder die gleichen Fehler machen und es werden wieder Musiker den Rock'n'Roll-Tod sterben.

Fred Schmidtlein, 09.05.2001

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