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| Everything In 3 Parts, True North Records, 2004 |
| Dave Azzolini |
Vocals, Guitar, Bass Drums |
| Jessica Grassia |
Keyboards, Piano, Percussion, Backing Vocals |
| Michael Chambers |
Guitar, Backing Vocals, Rhodes Piano, Bass |
| Adam Warner & Beau Stocker |
Drums |
| Alfons Fear |
Trumpet |
| Micah Goldstein |
Bass |
| Gäste: |
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| Big Bill Chambers & Jacob King |
Vocals (Balloons) |
| Produziert von: Dave Azzolini, Michael Chambers & Jessica Grassia |
Länge: 46 Min 02 Sek |
Medium: CD |
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| Part II: | Part III: |
| 1. Birdsong | 7. Bastards |
| 2. Faster | 8. Yeah! |
| 3. Can't Get Your Face Out Of My Head | 9. Anniversary Waltz |
| 4. Don't Make A Sound | 10. Balloons |
| 5. I Don't Sleep | 11. Driving In The Rain |
| 6. Elevator Man | 12. Big Boy And The Masters Of The Universe |
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Und wieder ein Volltreffer. Die nächste junge Band, die als Sensation des Roots Rock angekündigt wird und nichts anderes als eine moderne Kopie der wichtigsten Sixties-Bands darstellt. Kritiker irrt sich doch (fast) nie bei der großzügigen Vergabe seiner Vorurteile.
Na gut, THE GOLDEN DOGS kommen aus Kanada und nicht von der Hype-Insel Britannien, an ihren musikalischen Roots ändert das gar nichts. BEATLES, KINKS und in den schlimmen Momenten HERMAN'S HERMITS plus ein paar Nachzügler wie THE JAM prägen das Gesichtsfeld der güldenen Hunde und damit wäre im Grunde alles über dieses Debutalbum gesagt.
. wenn nicht Mainman Dave Azzolini ein nicht zu unterschätzendes Talent für ansprechende Melodien hätte. Oder ist das Händchen mehr begabt für punktgenauen Taschendiebstahl bei den allgegenwärtigen Vorbildern? Egal, THE GOLDEN DOGS haben ein hübsches Plättchen gemacht, mischen gekonnt die genannten Ur-Helden mit ein paar sophisticated Tunes und einem Hauch Punk-Feeling zu einer weitgehend erfreulichen Roots Pop Melange ohne gröbere Ausfälle.
Ob die Band auch live bestehen kann, wird sich zeigen. Hier sind neben Azzolini, Keyboarderin Jessica Grassia und Gitarrist Michael Chambers auf den "Part II" und "Part III" genannten Hälften der CD verschiedene Musiker zu hören (wo Part I wohl abgeblieben ist?) und die Band scheint sich bei Entstehung der CD noch in einem Findungsprozess befunden zu haben. Und damit sind wir bei einem echten Ärgernis: "Everything In 3 Parts" ist aus dem Jahr 2004 und stellt mitnichten oder bestenfalls zum Teil die Band im ausgehenden Jahr 2006 dar. Das ist Pop-Beschiss, wie man ihn seit Jahren kennt. Das neue Album "Big Eye Little Eye" ist seit August in Kanada erhältlich und bei uns wird sozusagen als Vorhut des ganz großen Hypes erst mal der Vorgänger gepusht, auch wenn die Band neben Azzolini und Grassia inzwischen komplett neu besetzt ist.
Anyway, die CD gefällt. Nummern wie Faster, Driving In The Rain und Yeah! sind tadelloser (Brit-) Pop (Ausrufezeichen nach dem "Yeah" und stilecht kopierter Sixties-Gesangssound inbegriffen), I Don't Sleep genügt jeglichen Schmuseansprüchen, Elevator Man macht gar einen vergnüglichen Step vom treudoofen Bossa Nova zum knackigen Punk-Pop, und auch wenn man beim Anniversary Waltz an der übermächtigen Vorgabe eines Ray Davies abprallt, für Fans von OASIS sind THE GOLDEN DOGS ein todsicherer Tipp. Und mit Big Boy And The Masters Of The Universe hat Dave Azzolini auch noch ein wirkliches tolles Stückchen Vaudeville-Punk-Kasperletheater der Londoner Schule geschaffen.
Da schaun wir doch mal, was als nächstes kommt.
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