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Death Is Not A Destination, It's A State Of Mind

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Death Is Not A Destination, It's A State Of Mind
Death Is Not A Destination, It's A State Of Mind, Big Bongo Records, 2005
Al Cream Vocals, Guitar, Drums
Roy Cream Vocals, Guitar, Bass
TG Bass
Mats Skärstrand Drums
Produziert von: The Royal Cream & Nico Elgstrand Länge: 28 Min 57 Sek Medium: CD
1. She Was The One6. From Mad To Worse
2. Darling Darling7. Alien
3. Another Kind Of Blues8. Fading Footprint On My Shoe
4. It's All Over Now, Baby9. Get It On
5. Deathtrip

"The" ist das Zauberwort. Das "The" im Bandnamen THE ROYAL CREAM nämlich. Seit einigen Jahren ist "The" wieder zu einem Markenzeichen geworden und in vielen Fällen zu einem deutlichen Warnsignal. Hießen Bands früher noch THE WHO, THE KINKS oder THE BEATLES und revolutionierten die Musikgeschichte, steht der "Vorname" heute leider all zu oft für dilettierende Jungjunkies, die via Plattendeal und mordsmäßigem Industriehype zum vom Konsumenten bezahlten nächsten Schuss kommen wollen. Nichts gegen Retro-Rock, aber wer alte Socken stopft um sie als neue zu verkaufen und dabei nicht mal die notwendigsten Löcher flickt, fällt ganz schnell aus dem Raster der begehrenswerten Kapellen und darf wieder zurück in die Gosse.

Aus der Gosse kommen THE ROYAL CREAM vielleicht nicht, aber auf jeden Fall aus der Garage. Aus der haben sie den Volvo rausgeschmissen, die Band stammt aus Stockholm, ein paar alte Verstärker hineingestellt und dann begonnen mehr oder weniger zünftigen Krach zu produzieren. Und das ist den beiden Hauptakteuren des Projekts, Al und Roy Cream, überraschenderweise zum größten Teil richtig gut gelungen.
Mindestens einer dieser beiden Creams, offenbar Kurt Dräckes, ist hauptamtlich bei den von Ralf Stierlen wohlwollend besprochenen SEWERGROOVES (natürlich mit THE vornedran) und damit erklärt sich die musikalische Ausrichtung von "Death Is Not A Destination, It's A State Of Mind" ohnehin von selbst.

Geklaut wird an allen Ecken und Enden, von den bereits oben erwähnten Rentnerbands (das Schlagzeugintro bei It's All Over Now, Baby würde Keith Moon sicher erfreuen und der Songtitel... nun ja, Kommentar überflüssig - und Death Of A Clown heißt jetzt Deathtrip) über VELVET UNDERGROUND (was m.E. nicht gelungen ist), Chuck Berry, T. REX (Get It On ist hier zwar eine Eigenkomposition, aber die Ähnlichkeiten können einfach nicht zufällig sein) oder meinethalben THE CLASH, bis zu den üblichen Verdächtigen aus der schwedischen Rock'n'Roll-Fraktion bedienen sich die Herren Cream so ziemlich überall ein wenig und mixen daraus ein zu etwa 7/9 gelungenes Gebräu. Mit Another Kind Of Blues ist sogar ein Anwärter auf den "Hit des Jahres" dabei. Astreiner Boogie.
In der Dankesliste finden sich u.a. die Turbojugend und der Duke of Honk, also auch hier eindeutige Querverweise.

Mit knapp 29 Minuten hat man zwar sicher keinen CD-Längenrekord aufgestellt, aber vergnüglich ist das Teilchen auf jeden Fall ausgefallen. Natürlich steht an der Gitarre kein Pete Townshend und am Songwriting war kein Ray Davies beteiligt, solche Genies sind auch rar, aus ihren Möglichkeiten haben THE ROYAL CREAM dennoch ziemlich viel gemacht.
Interessant dürfte die Liveumsetzung sein, denn angeblich tritt man nur als Duo auf. Hmmm...

Nachtrag: Wie uns der Tourbooker der Band mitteilt, tritt die Band in normaler Besetzung, also mit 2 Gitarren, Gesang, Bass, Drums und Piano auf.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 22.07.2005

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