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CD-Review:
The Sulentic Brothers BandSouth Bend |
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Eigentlich kann man die momentane Situation für die Southern-Rock-Fraktion als recht zufriedenstellend bezeichnen. Gut, die etablierten Bands gönnen sich zum Teil immer längere keative Ruhephasen, aber zur Zeit schießen doch einige, noch etwas jüngere Truppen immer wieder ganz ordentliche Alben dazwischen. Auch so ein Fall ist die SULENTIC BROTHERS BAND, 1993 gegründet, die Ende letzten Jahres ihre Scheibe "South Bend" rausbrachte und jetzt auch bei Bärchen Records käuflich zu erwerben ist. Besonders toll der Auftakt: Ein kurzer Spruch "..., God may show you mercy, we will not!"
und dann rockt die Band mit dem knallharten aber trotzdem melodischen Old Glory der Marke BLACKFOOT/MOLLY HATCHET los, was das Zeug hält. Weitere Highlights: Das relativ langsam beginnende 13 Years, mit Double-Lead-Intro und starken Gitarrenparts, die den Riffs bei Hotel California ähneln, allerdings mit viel mehr Dampf präsentiert werden; das Harmonica begleitete Roll The Dice erinnert an einen Cocktail aus Whiskey Man und Flirtin' With Desaster; Faded Glory kommt, bedingt durch den Wechsel bei den Lead Vocals zu Cliff Scholer, dessen Stimme der von Ron Young gleicht, wie eines der vielen temporeichen LITTLE CAESAR-Stücke rüber; das Titelstück South Bend hat ein leichten Touch der MOLLY-Akustikversion von Dreams I'll Never See und The Madness glänzt durch tolle Tempowechsel und ausgezeichnete Gitarrensolos. Ob über diese Lieder noch in zwanzig Jahren gesprochen wird, wird der Zahn der Zeit zeigen, in jedem Fall ein vielversprechendes Werk, ich denke auf dem Level der Debütscheibe von
COPPERHEAD vor einigen Jahren. Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 21.04.2004
Ich kann mich nur wiederholen: Wenns ned rockt isses fürn Arsch! Allerdings hat diese Band ein paar Merkmale aufzuweisen, die mir im Magen liegen. Beispielsweise das Soundsample von George W. Bush am Anfang: "I say to our enemys: we are coming!" Gruselig. Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Sulentic Brothers das in irgend einer Weise ironisch meinen. Ne, bitterer Ernst. Musikalisch gesehen, liegt Daniel vollkommen richtig. Druckvoller Southern Rock der Marke Skynyrd-Hatchet-Outlaws-Blackfoot etc. Das macht in 8 1/2 von 10 Fällen absolut Spaß. Speziell der wechselnde Leadgesang sorgt für Spannung und die Gitarrenfraktion schafft sich prächtig. Der Sound ist ebenfalls in Ordnung, leicht muffig vielleicht, aber für eine selbst produzierte Scheibe akzeptabel. Auch wenn es bereits der vierte Studioversuch der Band ist. THE SULENTIC BROTHERS BAND wäre durchaus eine Band, die man auch in Europa etablieren kann. Vorher würde ich allerdings gerne ein paar Takte mit den Herrschaften über ihre Gesinnung sprechen. Nicht, dass die uns für Abweichler aus old Europe halten. Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 21.04.2004
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