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The Sulentic Brothers Band

South Bend

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South Bend
South Bend, Eigenvertrieb, 2003
Tom Sulentic Drums & Vocals
Dave Sulentic Lead & Slide Guitars, Vocals
Mike May Lead Guitar & Vocals
Jim Robinson Bass
Cliff Schooler Acoustic Guitars, Harmonica & Vocals
Dave Lynch Acoustic Guitar & Vocals
Produziert von: The Sulentic Brothers Band Länge: 46 Min 21 Sek Medium: CD
1. Old Glory (2:53)6. It'll Be Alright (3:12)
2. 13 Years (5:32)7. Close Your Eyes (4:53)
3. Roll The Dice (3:53)8. South Bend (6:03)
4. Free Ride (3:44)9. The Madness (7:13)
5. Faded Glory (4:32)10. See You In My Dreams (4:08)

Eigentlich kann man die momentane Situation für die Southern-Rock-Fraktion als recht zufriedenstellend bezeichnen. Gut, die etablierten Bands gönnen sich zum Teil immer längere keative Ruhephasen, aber zur Zeit schießen doch einige, noch etwas jüngere Truppen immer wieder ganz ordentliche Alben dazwischen.

Auch so ein Fall ist die SULENTIC BROTHERS BAND, 1993 gegründet, die Ende letzten Jahres ihre Scheibe "South Bend" rausbrachte und jetzt auch bei Bärchen Records käuflich zu erwerben ist.

Besonders toll der Auftakt: Ein kurzer Spruch "..., God may show you mercy, we will not!" und dann rockt die Band mit dem knallharten aber trotzdem melodischen Old Glory der Marke BLACKFOOT/MOLLY HATCHET los, was das Zeug hält.
Im weiteren Verlauf der CD orientieren sich die Mannen um Tom und Dave Sulentic zwar an Songmustern der Urgesteine des Genres, dies aber ziemlich niveauvoll.

Weitere Highlights: Das relativ langsam beginnende 13 Years, mit Double-Lead-Intro und starken Gitarrenparts, die den Riffs bei Hotel California ähneln, allerdings mit viel mehr Dampf präsentiert werden; das Harmonica begleitete Roll The Dice erinnert an einen Cocktail aus Whiskey Man und Flirtin' With Desaster; Faded Glory kommt, bedingt durch den Wechsel bei den Lead Vocals zu Cliff Scholer, dessen Stimme der von Ron Young gleicht, wie eines der vielen temporeichen LITTLE CAESAR-Stücke rüber; das Titelstück South Bend hat ein leichten Touch der MOLLY-Akustikversion von Dreams I'll Never See und The Madness glänzt durch tolle Tempowechsel und ausgezeichnete Gitarrensolos.

Ob über diese Lieder noch in zwanzig Jahren gesprochen wird, wird der Zahn der Zeit zeigen, in jedem Fall ein vielversprechendes Werk, ich denke auf dem Level der Debütscheibe von COPPERHEAD vor einigen Jahren.
Solide Southern-Bundesliga, für den UEFA-Cup reicht's aber noch nicht!

Daniel Daus, (Impressum, Artikelliste), 21.04.2004

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Ich kann mich nur wiederholen: Wenns ned rockt isses fürn Arsch!
In diesem Fall rockt es und ist deswegen okay.

Allerdings hat diese Band ein paar Merkmale aufzuweisen, die mir im Magen liegen. Beispielsweise das Soundsample von George W. Bush am Anfang: "I say to our enemys: we are coming!" Gruselig. Und ich habe nicht den Eindruck, dass die Sulentic Brothers das in irgend einer Weise ironisch meinen. Ne, bitterer Ernst.
Und der penetrante Patriotismus in den Texten und auf ihrer Homepage nervt ebenfalls. Das riecht arg nach Onkel Nugent und Opa Daniels.
Ich bin nicht dafür, dass man Künstler oder Musikrichtungen grundsätzlich mit Politik in Verbindung bringt. In diesem Fall geht es nicht anders, denn die Brothers aus Indiana rücken sich selber permanent in ein reaktionäres Licht.

Musikalisch gesehen, liegt Daniel vollkommen richtig. Druckvoller Southern Rock der Marke Skynyrd-Hatchet-Outlaws-Blackfoot etc. Das macht in 8 1/2 von 10 Fällen absolut Spaß. Speziell der wechselnde Leadgesang sorgt für Spannung und die Gitarrenfraktion schafft sich prächtig. Der Sound ist ebenfalls in Ordnung, leicht muffig vielleicht, aber für eine selbst produzierte Scheibe akzeptabel. Auch wenn es bereits der vierte Studioversuch der Band ist.

THE SULENTIC BROTHERS BAND wäre durchaus eine Band, die man auch in Europa etablieren kann. Vorher würde ich allerdings gerne ein paar Takte mit den Herrschaften über ihre Gesinnung sprechen. Nicht, dass die uns für Abweichler aus old Europe halten.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 21.04.2004

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