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Tribe Of Judah

Exit Elvis

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Exit Elvis
Exit Elvis, Spitfire Records, 2002
Gary Cherone Lead Vocals
Steve Ferlazzo Keyboards, Programming
Leo Mellace Guitar
Pat Badger Bass
Mike Mangini Drums
Steve Catizone Keyboards, Programming
Kimie Linda Ishibashi Violin
Perry Geyer Programming
Produziert von: Steve Ferlazzo & Steve Catizone Länge: 41 Min 41 Sek Medium: CD
1. Left For Dead7. In My Dreams
2. No One8. 2+2
3. East Of Paradise9. Suspension Of Disbelieve
4. Thanks For Nothing10. My Utopia
5. Celibate11. Exit Elvis
6. Ambiguous Headdress

FILTER? Nee... NINE INCH NAILS? Nee... Nicht hart genug... RAMMSTEIN? Falsche Sprache...
Das sind die ersten Gedanken, die mir durch den Kopf sprangen, als ich die CD von Gary Cherone's TRIBE OF JUDAH zum ersten mal hörte.

Ja, genau. DER Gary Cherone der mit EXTREME berühmt wurde, einige Jahre bei VAN HALEN sang, auch mit "Jesus Christ Superstar" in USA auf Tour war (sowohl als Jesus als auch als Judas!), schlägt nun komplett andere Töne an: Industrial!
"Exit Elvis" heißt das gute Stück, und richtig, mit Rock'n'Roll wie Elvis ihn machte, gibt's hier keine Vergleiche... Elvis has left the building!
Kein eingängiger Rock'n'Roll, nichts was an "More Than Words" erinnert, an Van Halen schon gar nicht.
Obwohl ich beim ersten Stück gleich mitwippe, schockt mich die stark verzerrte Stimme Cherones auf dem Opener Left for Dead doch sehr...

Aber ab East Of Paradise hört man doch deutlich wieder Gary's Stimme heraus. Gott sei dank. Immerhin ist es eine der besten Stimmen im Rock/Metal-Bereich, wenngleich sie mir doch ohne all den elektronischen Schnickschnack wesentlich besser gefällt.

Thanks for nothing ist sicher das eingängigste Stück des Albums, und erinnert schon ein wenig an Extreme.
Wo wir bei extremen sind ;-), 2+2 ist eigentlich kein richtiger Song, mehr ein Intro, man hört ein kleines Mädchen einen Kinderreim singen, danach geht es nahtlos in Suspension Of Disbelieve über... ein superhartes Stück, guter Bassgroove, verzerrte Gitarren..., soviel zu Extremen auf diesem Album.

Das letzte Stück des Albums, Exit Elvis, ist eine Ballade im alten Stil? Nee... Streicher, jazzig, Jungenchor-Stimmen, Flamenco, und immer wieder eingängige Metal Riffs... Elvis DEFINITLY has left the building... so unstimmig wie dieses letzte Stück kommt die ganze Platte beim ersten Hinhören rüber, teilweise eintönig, nix passt zusammen... und bildet doch ein ganzes...

Cherone bricht mit seinen Wurzeln, macht etwas komplett neues, und für das muss auch der Hörer offen sein. Mehrfaches Hinhören ist Pflicht, dann kommen auch Stücke wie No one oder Celibate gut rüber!

Die Platte rockt! Play it loud!
Wer neuer Musik eine Chance gibt, auch gewillt ist öfter hinzuhören, soll zugreifen. Der Rest bleibt lieber bei Van Halen!

Joerg Litges , (Artikelliste), 05.02.2003

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