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Flowers In The Sand

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Max Arrigo @ MySpace.com
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Just For Kicks Music
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Bärchen Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

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Flowers In The Sand
Flowers In The Sand, Eigenvertrieb, 2005
Max Arrigo Lead- & Backing Vocals, Lead-, Slide- & Rhythm Guitars, Dobro
Simone Ubezio Lead- & Backing Vocals, Acoustic-, Lead- & Rhythm Guitars, Percussion, Dobro, Bass, Djembe, Harp
Giulia Coluzzi Lead- & Backing Vocals
Maurizio Spandre Keyboards & Accordion
Joe Ferrante Bass
GianMaria Pepi Drums & Percussion
Gäste:
Taro Takagi Percussion (Daddy)
Alberto Occhiena Percussion (Daddy, Live With It, Damn Light)
Stefan Kossmann Lead Vocals (Son Of The Witch)
Dave Moretti Harmonica (Son Of The Witch)
Stefano Raggi Backing Vocals (Live With It, Lady Of The Rocks)
Andy Penington Banjo (Silas), Mandolin (Rainbow Smile)
Alan Brunetta Percussion (Fear Another, Need To Leave)
Produziert von: Simone Ubezio & Voodoo Lake Länge: 72 Min 09 Sek Medium: CD
1. Daddy7. Fear Another
2. Son Of The Witch8. Sometimes
3. Live With It9. Need To Leave
4. Flowers In The Sand10. Damn Light
5. Lady Of The Rocks11. Rainbow Smile
6. Silas

Heiland, was geht da ab? Wie kann so etwas passieren? Warum nimmt eine Band wie VOODOO LAKE nicht einen Schritt sondern gleich sieben?
Kurz vor Weihnachten kam die CD an und es ist die perfekte Bescherung geworden. Giulia, Max, Simone, Maurizio, Joe, GianMaria, Ihr habt die Platte des Jahres gemacht! Seit den letzten Scheiben von LIZARD, SAVOY TRUFFLE und W.I.N.D. habe ich nicht mehr so ergriffen vor dem Player gesessen und versucht dem Treiben zu folgen. Glaubt mir, es wird Euch erst nach vielen Durchgängen gelingen. Das liegt nicht an einer überkomplizierten Musik, es liegt einzig am Feeling, das diese Scheibe in inflationärer Menge verströmt.

Talking about LIZARD und SAVOY TRUFFLE. Es ist kein Zufall, dass auf "Flowers In The Sand" neben diversen weiteren Gästen auch der LIZARD-/FLATMAN-Fronter Stefan Kossmann und der Percussionist der japanischen SAVOY TRUFFLE, Taro Takagi, vertreten sind. Die beiden passen auf "Flowers..." wie keine anderen, Stefan K. übertrifft sich beim sensationellen Son Of The Witch selbst und singt wie nie vorher. Max Arrigo lässt nur echtes Gefühl an seine Aufnahmen - Zeit mit Möchtegerns können andere verschwenden.
Talking about sieben Schritte. Wer die selbstbetitelte 2000er-CD kennt (und zwangsläufig mag), wird Tage mit Staunen über das neue Werk verbringen. Die gleiche Band? Kaum zu glauben. Natürlich ist die Besetzung um Max und Simone nicht mehr die selbe wie vor fünf Jahren, aber das ist es nicht alleine. Die beiden haben einen Entwicklungssprung beim Songwriting gemacht, der mir bisher bei keiner (!) anderen Band so schreiend begegnet ist. Southern Rock hin oder her, VOODOO LAKE haben sich aus diesem (und jedem anderen) Klischee verabschiedet und machen jetzt einfach nur noch traumschöne Musik. Den passenden Namen dafür kann jeder selbst vergeben. Eines ist jedenfalls klar: Mit ihren dazumaligen Vorbildern LYNYRD SKYNYRD haben sie heute nur noch gemein, dass auch die früher einmal Weltklassesongs kreiert haben.

Nächster Punkt: Der Gesang. Drei Leadsänger, zwei davon schweinecool und der dritte eine Frau mit der Gabe, stahlharte Kerle zu windelweichen Heulsusen zu machen (vgl. auch mit Brüh im Lichte... von Suppenhuhn Sarah Connor). Wir hatten Giulia schon bei den Konzerten in Schwarzenbach und Schlepzig als ganz besondere Entdeckung gepriesen, aber ihr Meisterstück liefert sie eindeutig auf "Flowers In The Sand" ab. Ganz vorne, ganz hinten, sich ergänzend mit Gitarre, Keyboards, Akkordeon oder Percussion, Frau Coluzzi erzeugt das was man Magie nennen kann. Eine Hammerstimme als zusätzliches Instrument, das zwischen all dem Groove und verspieltem Rock ein prächtiges Highlight ist. She's the Lady Of The Rocks!

Wenn man sich überhaupt einen Vergleich erlauben darf, muss man Götter wie die frühen ALLMAN BROTHERS bemühen, denn alles andere wäre eine Herabsetzung der Italiener. Jam, Rock, Psychedelic, Country, Folk, Rock & Roll, so gelungen gemischt hat man südstaatlich gefärbte Musik noch nicht all zu oft gehört. Heftige Rocker wie Fear Another lösen sich plötzlich in beinahe unbegreifliche Gitarrenschlachten auf, Jam-Ungeheuer wie Daddy verweisen die Spätwerke von beispielsweise LITTLE FEAT ins Reich der misslungenen Versuche, Joe Ferrante und GianMaria Pepi wirbeln an Bass und Trommeln wie die Mensch gewordene Rhythmusmaschine, darüber fliegt eine federleichte Orgel, von den Gitarren braucht man ohnehin nicht zu reden, egal ob Slide, Akustische oder elektrisches Brett, mehr kann kein Mensch erwarten.

"Flowers In The Sand" ist Champions League und hat sich aus dem Stand in die Platten des Jahrzehnts geschossen. Und die sind - ich sage das bewusst - allesamt nicht von den Größen vergangener Zeiten, sondern von Bands aus dem Hier und Jetzt.
Sehr erfreulich, dass die CD jetzt auch in Deutschland, nämlich bei Just For Kicks Music erhältlich ist.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 01.01.2005

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