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Walter Rossi

Six Strings Nine Lives

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Cover Six Strings Nine Lives
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Six Strings Nine Lives, Aquarius Records, 1978
Walter Rossi Lead Vocals & Lead Guitar
Drums & Percussion
Bass & Vocals
Lead Guitar, Organ & Vocals
Lead Guitar
Produzent: Walter Rossi, Studio/Ort: Montreal Länge: 47 Min 46 Sek Medium: LP
1. Strada Del Sol (3:53)2. Soldiers In The Night (6:17)
3. Proudest In The Land (5:22)4. You Got Me Believing (7:08)
5. Malaguena (Revisited) (6:00)6. Sil O Whet (3:36)
7. Slowdown Slowdown (4:10)8. Mediteranean Romance (3:10)
9. Ride The Wind 7:51) 

Die Startnummer "Strada Del Sol" ist ein Instrumental im Santana-Stil. Ganz ok, aber nicht umwerfend.

Mit "Soldiers In The Night" folgt die erste Ballade mit einem schönen, durchlaufenden Akustikgitarren-Solo im Duett mit dem Gesang; wie bei fast allen Rossi-Songs gibt es weibliche Background-Stimmen, hier aber dezent. Der sehr oft wiederholte Refrain mag manchem zuviel werden. Aber die Melodie hat Ohrwurm-Charakter und mir fällt es erst wieder beim kritischen Zuhören auf.

"Proudest In The Land" ist eine Funk-Rhythm & Blues-Nummer, die Gitarre klingt sehr hell und der Klang ist fast sauber, ganz wenig Verzerrung.

Und schon kommt die nächste Ballade "You Got Me Believing". Nach dem sehr ruhigen Beginn steigert die Orgel zum Ende der Strophe hin, um dann wieder zu verklingen. Dafür untermalt ein Gitarrensolo die Stimme. Und die Mädels dürfen auch ran. Walters Solo ist knackig, steigert und geht wieder zurück; der klassische Aufbau, aber beileibe nicht langweilig. Zum Finale gibt es noch ein paar Breaks, bevor die Musik mit einem bluesigen Solo leise endet. Orgel-Gitarrentusch.

Mit leicht spanischem Gefühl startet die Gitarre bei "Malaguena (Revisited)". Dann gehen Rossi die Finger durch und es kiekst gewaltig. Nach 1 Minute und 40 Sekunden ist dann das Gitarrenintro vorbei und es geht spanisch angehaucht in der Melodie weiter. Eine Orgelphrase im Refrain stammt 100%ig aus "As Your Mind flies by" von Rare Bird. (Was man beim 500sten Mal Hören noch finden kann.)
Dies ist auf jeden Fall ein abwechslungreiches Instrumental, das klarerweise von Walters Gitarre dominiert wird. Die Orgel darf schon mitmischen, aber nur zum Unterstreichen und Steigern.

Mit Soul-/Funkrhythmus versucht sich "Sil O Whet" - nicht das Beste auf der Scheibe, aber anhörbar.

"Slowdown Slowdown" als 3. langsame Nummer erinnert an Otis Redding, vor allem wegen der klaren Gitarre, die mich manchmal an "Dock of the Bay" erinnert. Aber es ist Walter Rossi, der sich einiger Motive bedient. Ein sehr schöner, relaxter Titel, der trotz des langsamen Rhythmus swingt.

Und jetzt kommen wir zu "Mediteranean Romance". Ziehharmonikasolo! Kaffeehausmusik? Tanztee? Der Rhythmus klingt mir nach einem Standardtanz, ich weiß jetzt nur nicht, welcher, Bossanova vielleicht. Etwas ausser der Reihe, scheint mir. Trotzdem hat's was.

"Ride The Wind" ist ein weiteres langsames Stück zum Abschluss. Aber stellenweise geht es nochmal richtig zur Sache. Logischerweise beim obligatorischen Rossi-Solo. Und klingt aus.

Fazit:
Im Vergleich zum ersten Album treten die Gitarren etwas zurück. Die Kompositionen und Arrangements sind ausgefeilt, die Produktion ist dem Jahr 1978 zumindest angemessen, auf jeden Fall glasklar. Aber auch diesem Album fehlt das Mitreissende, es ist bleibt etwas glatt, überproduziert, wie auch die folgenden Alben.
Aber das Cover! Eine drei Coverseiten einnehmende Les Paul Custom (siehe links oben die Bildchen), deren Realpreis sicher fünfstellig sein dürfte. Hier ist sie 90 Zentimeter langer Karton, original bedruckt. Vielleicht habe ich ein Sammlerstück, das an den Preis der Echten heranreicht. Angebote an meine ePost-Adresse.
Ach ja, das Cover ist nagelneu, auch die Farben (optimal gelagert, senkrecht stehend, bei gleichbleibend niedriger Temperatur in meinem Schlafzimmer, immer nur kurzfristig dem Licht ausgesetzt) und, wie bei Sammlern üblich, mit großer Vorsicht behandelt, die LP hat keinen einzigen Knackser. <BG>

Werner Saumweber , (Impressum, Artikelliste), 12.02.2001

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