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| The Outsider, Provogue Records, 2008 |
| Walter Trout |
Vocals, Guitars |
| James "Hutch" Hutchinson, John Porter & Rick Knapp |
Bass |
| Kenny Aronoff |
Drums |
| Sammy Avila & Skip Edwards |
Hammond B3, Piano, Accordion |
| Teresa James, Wally Bass, Michael Leisure & Sammy Avila |
Background Vocals |
| John Porter & Eric Corne |
Indian Instruments |
| Produziert von: John Porter |
Länge: 68 Min 21 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Welcome To The Human Race | 8. The Restless Age |
| 2. The Next Big Thing | 9. Gone Too Long |
| 3. All My Life | 10. A Matter Of The Heart |
| 4. The Love Song Of J. Alfred Bluesrock | 11. Can't Have It All |
| 5. Don't Wanna Fall | 12. Sanjay |
| 6. Child Of Another Day | 13. The Outsider |
| 7. Turn Your Eyes To Heaven | |
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Walter Cooper Trout aus einem der kleinsten aber bevölkerungsreichsten Staaten der USA, New Jersey, ist als Gitarrist und Komponist seit Ende der Siebziger Jahre ein entscheidender Bestandteil der Musikbranche. Er konnte sich allerdings erst ab 1990 als Solist auszeichnen. Bis dahin war er als Gitarrist mit den absoluten Größen des Blues unterwegs, vor allem John Lee Hooker und John Mayall, wo der ohnehin schon talentierte Walter Trout den letzten Schliff erhielt.
Seit 1990 ist der inzwischen 58-jährige nun in eigener Sache unterwegs und kommt in dieser Zeit auf 17 eigene Alben - EPs und Compilations nicht mitgerechnet. Seit "Full Circle" ist er nicht mehr bei Ruf Records, sondern zu Provogue zurückgekehrt, wo er bereits früher einmal war. Größte Neuerung bei der neuen alten Firma: Auf dem Cover steht nun nur noch sein Name.
Nun könnte man bei der neuen CD anmerken, dass die richtigen Rocker fehlen und dass das Album deshalb arm an Höhepunkten sei. Aber der Blueser in Ihnen muss feststellen, die Musik wirkt spielerisch nach wie vor meisterlich, die Kompositionen sehr solide. Walter ist wieder mehr dazu übergegangen, klassischen Blues zu präsentieren. Vielleicht auch eine Auswirkung der neuen CD-Firma. Wieder ist der sehr gefragte James 'Hutch' Hutchinson (Bonnie Raitt) hauptsächlich am Tieftöner unterwegs und neben Sammy Avila spielt Skip Edwards (Gene Clark, Keith Moon) die Hammond B3. Walter Trout spielt nicht nur auf seiner abgewetzten Fender, sondern auch auf der Dobro und einer Westerngitarre, was den Sound sehr viel abwechslungsreicher und überraschender macht.
Trout legt mit dem autobiografischen Welcome To The Human Race, einem für ihn typischen Blues-Rocker los ("I've been loved and I've been hated", ob das nicht ein bisschen übertrieben ist?). Natürlich lässt es der Gitarrist riffig und mit viel geliebter Solo-Heftigkeit donnern, aber nicht so ausladend, dass man zu dem Schluss kommen müsste: Jetzt ist es aber genug.
Auf The Next Big Time setzt Trout erstmals die Dobro ein und nimmt so das Tempo sowie die Aggressivität etwas raus, ohne die Intensität zu verlieren. Und mit dem Akkordeonspieler Skip Edwards und Trout auf der Akustischen wird für All My Life ein groovendes Country-Blues-Fass aufgemacht. Also wirklich, in diesen Gewässern habe ich den Trout noch nicht gehört. Auf Turn Your Eyes To Heaven wird er die Westerngitarre noch mal einsetzen. Vorläufig schmettert er jedoch unter Einsatz von Sammy Avila an der B3 den 6:14 dauernden, in Wahrheit dem Lyriker, Dramatiker und Kritiker T.S. Eliot gewidmeten Love Song Of J. Alfred Bluesrock. Bekannt ist, dass Thomas Stearns Eliot zwischen 1911 und 1914 sein erstes bedeutendes Gedicht The Love Song Of J. Alfred Prufrock schrieb. Was Trout sonst mit diesem in St. Louis geborenen und1965 in London verstorbenen Schriftsteller verbinden könnte, soll sein Geheimnis bleiben. Immerhin scheint er mit ihm textlich-musikalisch Zwiesprache zu halten.
Für die Ballade Matter Of The Heart wird ganz großes Besteck aufgefahren: Hammond B3 und elektrisches Piano von Skip Edwards, zusätzlich John Porter an der akustische Gitarre und ein Chorus mit Wally Bass, Teresa James, Michael Leisure (das ist Trouts etatmäßiger Drummer) und Sammy Avila. You Can't Have It All ist dann ein Bluesrock alter Trout-Schule und der Song Sanjay ist "with love and respect" seinem "friend and brother in spirit" Sanjay Dutt gewidmet, dem bekanntesten Schauspieler des indischen Kinos und ein Top-Star Bollywoods. Er ist der Sohn der Bollywood-Schauspieler Nargis und Sunil Dutt. Den Song passen Eric Corne und John Porter soundmäßig an, indem sie durch den Einsatz von fernöstlichen Saiten- und Schlaginstrumenten ein ebensolches Flair versprühen. Ein west-östlicher Bluesdiwan mit einer tollen Anmutung.
Zum Abschluss gibt es noch den treibenden Titelsong The Outsider. Walter Trout kann sich damit aber nicht selbst gemeint haben, denn mit dieser Scheibe hat er sich zurück in den Blues-Himmel gespielt. Es scheint ihm richtig gut zu gehen und er zeigt sich spielfreudig wie selten.
In dieser Form hoffe ich den Saitenzauberer noch öfter zu hören.
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