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| War Babies, UlfTone Music, 2003 (1992) |
| Brad Sinsel |
Lead & Background Vocals, Acoustic Guitar |
| Tommy McMullin |
Acoustic & Electric Guitar, Background Vocals |
| Guy Lacey |
Electric Guitar |
| Richard Stuverud |
Drums, Background Vocals |
| Richard Stuverud, Thom Panunzio |
Percussion |
| Shawn Trotter |
Bass, Background Vocals |
| Benmont Tench, Mike 'Bubba' Abercrombie |
Keyboards |
| Mike Lennon, Mark Lennon, Kip Lennon, Todd Cerney |
Background Vocals |
| Produziert von: Thom Panunzio |
Länge: 60 Min 17 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Hang Me Up (4:04) | 8. Death Valley Of Love (3:45) |
| 2. In The Wind (4:25) | 9. Big Big Sun (3:29) |
| 3. Cry Yourself To Sleep (4:47) | 10. Killing Time (4:40) |
| 4. Sweetwater (4:16) | 11. Care (Man I Just Don't) (4:08) |
| 5. Sea Of Madness (4:56) | 12. Hang Me Up (Edit version) (3:52) |
| 6. Blue Tomorrow (5:56) | 13. Cry Yourself To Sleep (Single version) (3:36) |
| 7. Satellite (4:23) | 14. Cry Yourself To Sleep (Guitar version) (4:10) |
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Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, sagt man.
Ein Spruch, der auf die WAR BABIES aus Seattle recht gut zu passen scheint. Denn die Jungs bringen 1992 eine Scheibe heraus, die das Potential zum Rock-Klassiker hat und finden aufgrund der zu dieser Zeit aufkommenden Grunge-Welle kaum Beachtung.
So kann man UlfTone-Music nur dankbar sein, dass sie der Band mit ihrem bluesigen Hardrock in einer remasterten Auflage, die um drei Bonustracks erweitert wurde, so zu sagen eine zweite Chance gewährt, in einer Zeit, wo diese Art der Musik jetzt eine Renaissance erfahren soll. Dann müsste es ja hoffentlich jetzt passen.
Die Scheibe rockt wirklich. Die Mannen um Gitarristen Tommy McMullin und Sänger Brad Sinsel (Ex-TKO), die auch sämtliche Songs geschrieben haben, lassen einem kaum Zeit zum Durchatmen. Lediglich die tolle Midtempo-Ballade im GUNS N'ROSES-Stil Cry Yourself To Sleep (Co-Writer Paul Stanley, KISS), lässt einen mal kurz zur Besinnung kommen, ansonsten regiert "Hans Dampf in allen Gassen". Trotzdem umhüllt die Band ihr temporeiches Spiel durchgehend mit tollen Melodien, so dass auch der Wiedererkennungsgrad der Lieder nicht vernachlässigt wird.
Brad Sinsel glänzt natürlich durch seine rauchige, variable Stimme, McMullins Gitarrenspiel ist ebenfalls interessant und abwechslungsreich.
Herausheben möchte ich den Opener Hang Me Up, der herrlich rockig dahinstampft, In The Wind mit tollen Rhythmusgitarren und klasse Solo, der Gesang ähnelt hier dem von Jimmy Barnes; Sweetwater könnte von CCR sein, hier erinnert Sinsels Röhre an John Fogerty, der Song liegt im irgendwo zwischen Travelling Band und Fortunate Son; Satellite erfreut durch viel Drive, tollem E-Solo und schönem Break am Ende.
Insgesamt gesehen, ordnen sich die War Babies in Bereiche zwischen LITTLE CAESAR, GUNS N'ROSES, GEORGIA SATELLITES, Zak Daniels, FOUR HORSEMEN, TANGIER oder MANIC EDEN in meiner CD-Sammlung problemlos ein.
Das Ganze gibt es mit ausführlichem Booklet, das sämtliche Texte, Bandhistory und ein Interview mit Brad Sinsel beinhaltet.
Mein Urteil: Äußerst empfehlenswert für Liebhaber zeitloser, geradliniger und ehrlicher (Hard-)Rockmusik.
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