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Yngwie Malmsteen's Rising Force

Perpetual Flame

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Perpetual Flame
Perpetual Flame, Rising Force Records, 2008
Yngwie Malmsteen All Guitars, Bass, Synthesizers, Vocals (Magic City)
Tim "Ripper" Owens Vocals
Derek Sherinian Keyboards
Patrick Johansson Drums
Länge: 68 Min 53 Sek Medium: CD
1. Death Dealer7. Be Careful What You Wish For
2. Damnation Game8. Caprici Di Diablo
3. Live To Fight (Another Day)9. Lament
4. Red Devil10. Magic City
5. Four Horsemen (Of The Apocalypse)11. Eleventh Hour
6. Priest Of The Unholy12. Heavy Heart

Fidel, gnidel, rumtata, Yngwie M. ist wieder da!
Die ganze Zeit hatte ich gehofft, dass diese Scheibe an mir vorübergeht, denn ich kann mit dem Mann - bei allem Respekt, denn Gitarrespielen kann er - nichts anfangen, obwohl ich gerne Sologitarristen bei der Arbeit lausche, aber für mich gibt es interessantere und bessere in dem Genre.

Gleich vorne weg, als ich das Cover gesehen hatte, habe ich die Scheibe erstmal beiseite gelegt und mich um andere Dinge gekümmert. Ein dusselig schauender Mr. Malmsteen, dem die Finger an seiner brennenden Stratocaster nicht verbrennen, das Hemd bis unter den Bauchnabel aufgerissen, bei so einem Cover wäre ich in den 80er-Jahren noch aufgesprungen und hätte "Geil" gerufen, heute sollte man nur drüber grinsen. Dann das Innencover: Komplett aufgefaltet, enthält es auf der einen Seite die Texte und ein paar weitere Angaben zwischen den Fotos, die den Herrn (und zwar NUR Herrn) Malmsteen zeigen, auf der anderen Seite dann ein Miniposter. Mr. Malmsteen mit seiner nun nicht mehr (oder noch nicht?) brennenden Stratocaster am Strand von Palm Beach (oder sonst wo, wo Palmen wachsen), das in die Lederhose gepackte und ausgestreckte Bein auf dem rechten Vorderreifen seines Ferrari "Modell MAGNUM" aufgelegt, das Hemd weit aufgerissen … das haben sich selbst BON JOVI nach "Slippery When Wet" schon wieder abgewöhnt. Mensch, Yngwie, wir leben im neuen Jahrtausend, da macht man so was nicht mehr. Das ist altbacken.

Aber Halt! Beim Hören der Musik fällt auf: Die ist genauso altbacken. Sicherlich ist das guter, teilweise richtig guter Hardrock, der zwischen den alten Recken RAINBOW, DEEP PURPLE, BLACK SABBATH gekonnt hin und her groovt, aber richtig aus den Socken hauen tut's mich nicht. Von daher passt das Cover schon mal sehr gut zur Musik.

Mit Tim "Ripper" Owens hat er sich einen in der Szene bekannten und glücklosen Shouter ans Mikro geholt, der sich schon bei JUDAS PRIEST und ICED EARTH nicht richtig behaupten konnte. Genauso ergeht es ihm auch bei der RISING FORCE von Mr. Malmsteen. Der Gesang ist nur schmückendes Beiwerk zur selbstbeweihräuchernden Griffbrettwichserei des Herrn und Meisters. Schade, denn der Ripper kann singen. Auch wenn er nach Aussage des Gitarristen und alleinigen Songschreibers DER Sänger ist, der ihm schon immer vorgeschwebt hat, wage ich zu behaupten, dass die Zukunft auch hier nicht lange währen wird.

Was soll ich noch schreiben? "Expect the unexpected" kann man hier getrost vergessen, es ist alles beim Alten - nicht schlecht, handwerklich einwandfrei, aber für mich Musik, die nicht stört. Hat man auch irgendwie schon mal alles gehört. Aber wahrscheinlich wird es so sein, wie der Titel es sagt. Die Flamme wird ewig brennen und wir werden es lieben - oder eben nicht.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 10.02.2009

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