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| 507, Rockin' Nation Music, 2006 |
| Gil Ofarim |
Lead & Backing Vocals, Guitar |
| Tal Ofarim |
Bass, Backing Vocals |
| Roland Söns |
Guitar |
| Dominik Scholz |
Drums |
| Produziert von: Michael Ellwanger & Gil Ofarim |
Länge: 56 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Tell Me Something | 8. Take Me Away |
| 2. Change | 9. Never |
| 3. Selfish Box | 10. Like I Do |
| 4. I'm Alive | 11. Fading |
| 5. Where I Belong | 12. Down |
| 6. Broken | 13. Left Or Right |
| 7. Feel | |
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Musik lässt sich nicht zähmen!
So steht es als Schlusssatz unter der noch kurzen Biographie von ZOO ARMY. Ein wenigstens diskussionswürdiger Ansatz, denn wer wurde nicht schon alles gezähmt? War nicht Roy Black im Grunde ein Rock & Roller und wurde dann umgepolt? War Elvis nicht die Inkarnation des Rebellen und wurde dann fett? War Ozzy nicht..., das führt zu weit.
ZOO ARMY ist das neue Baby von Gil Ofarim. Wer der ist und was er bisher gemacht hat, kann man in der Besprechung seines letzten Albums "On My Own" nachlesen. Knapp drei Jahre später ist er wieder da und annonciert sich aufs Neue als Rocker. Man glaubt ihm ohne zu zögern, dass er das auch ist. Einstellung, Attitude, Band und ein Teil des Albums "507" lassen daran auch wenig Zweifel. Da ist ein junger Mann am Werk, der offensichtlich beschlossen hat, Rockmusik seinen Lebensinhalt sein zu lassen. Das ist gut. Aber irgend wo ist immer noch irgend jemand, der möglicherweise nicht ganz so hehre Ziele verfolgt wie der junge Musikant. Und der möchte eventuell mitreden. "Komm, mach doch mal 'ne nette Ballade", "Meinst du nicht, dass das hier die Mädels erschrecken könnte?", "Du, also einen für Gottschalk brauchen wir aber schon noch!", könnten, rein hypothetisch selbstverständlich, die Ideen dieses Irgendjemand sein und der lernwillige Künstler könnte sich, völlig hypothetisch natürlich, darauf einlassen und dem weisen Ratgeber folgen. Oder er denkt es sich selbst und schleift ein paar Kanten, damit es insgesamt nicht gar so "rough around the edges" klingt.
Gut die Hälfte von "507" ist starker NuRock, leicht alternativ angehaucht, kernig und hardrockig polternd. Darüber muss man eigentlich kein Wort verlieren, damit machen ZOO ARMY verstärkt Lust auf die bald kommende Tour. Ich bin sicher, live kommt das großartig, Ofarim ist ein toller Sänger und die Band hat ihr Zeug bestens im Griff.
Aber "507" ist auch ein Konsensalbum geworden. Mag sein, dass der eine oder andere Weichspülerton aufgrund seiner Verliebtheit ins bezaubernde Fräulein Witt zustande kam. Könnte aber auch sein, dass... s.o.
Fakt ist, immer wenn Gil Ofarim seine Fühler in Richtung Jon Bon Jovi ausstreckt, die Luft mächtig entweicht. Gesanglich hat er den Jon-Boy völlig drauf, man könnte sogar sagen im Griff. Aber da wird einfach zu ungeniert in Richtung einer Zielgruppe geschielt, die selbst im wildesten Rocker immer noch den Schmusehasen sehen will.
"507" ist also ein gutes Album mit einem Fitzelchen zu viel Kompromissbereitschaft geworden. Vielleicht hätte sich die ZOO ARMY nicht das Zebra als Wappentier nehmen sollen, sondern eventuell was gefährlicheres? Zebras beißen zwar schlimm und keilen bei Gelegenheit aus, aber sie arrangieren sich auch ganz gut mit einem Leben im Zoo, schließlich gibt's jeden Tag pünktlich Futter.
Ich persönlich geh in den Zoo nur zum Pinguine gucken.
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