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No Attachments

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No Attachments
No Attachments, Metal Mind Productions, 2011
Krysiek Sooya Drogowski Vocals
Mariusz Ziólkowski Bass
Wojtek Tyminski Guitars
Czarek Bregler Guitars
Radek Wieckowski Drums
Produziert von: Zbyszek Florek, Steve Kitch and Bruce Soord Länge: 51 Min 04 Sek Medium: CD
01. All Left Behind06. My Straight Path
02. Enchanted07. The Mention…
03. Summer Fuss08. Good Things Are Worth Waiting For
04. Carried By The Wind09. Hope’s Still Alive
05. Resurrection10. Happiness

“Endless Lunatic“, das Erstlingswerk war, besser gesagt ist eine ansprechende Scheibe und deutlich im Artrock verwurzelt. Darauf folgte "Hideout", das ich leider nicht kenne. Leider, denn es soll ja laut meinen Kollegen und anderen diversen Schreibern noch einen Tick besser als das Debüt sein. Immerhin veranlasste dieses Werk den Kollegen, folgenden Satz zu schreiben: „Die Polen erhöhen den Druck und haben momentan gegenüber ihren Landsleuten wie SATELLITE, BELIEVE und den bereits genannten RIVERSIDE vielleicht sogar die Nase ein ganz kleines Stückchen vorn!“ Naja, für mich ist das kaum zu glauben, aber da ich “Hideout“ auch nicht kenne will ich jetzt auch nicht widersprechen. Jedenfalls freute ich mich ungemein als Ende letzten Jahres ihr neuestes Album mit dem Titel “No Attachments“ angekündigt wurde und Ende November 2011 durch Metal Mind Productions veröffentlicht wurde.

Nun sind 3 Monate vergangen und erst jetzt schreibe ich über “No Attachments“, denn meine anfängliche Vorfreude ist der Enttäuschung gewichen. Warum? Tja, das ist eine gute Frage, an der Produktion, für die Zbyszek Florek (QUIDAM), Steve Kitch and Bruce Soord (beide THE PINEAPPLE THIEF) verantwortlich zeigen, liegt es nicht - am Klang des Silberlings gibt es nichts auszusetzen. Es liegt wohl eher an der neuen musikalischen Ausrichtung der Truppe. Waren sie zuvor dem New Artrock zuzuordnen, servieren sie mit “No Attachments“ eher Musik, die eher dem Alternative Genre angehört. Jedenfalls gibt es für den Prog zugeneigten Hörer nicht allzu viel zu entdecken. Verschwunden sind die famosen Klänge der Tasten, der dafür verantwortliche Mann hat die Band verlassen und man entschloss sich, ohne Keys weiter zu machen. Das wäre auch nicht weiter schlimm, schließlich kann man sich auch mit Gitarren hervorheben. Jedoch sind die floydigen Solos der E-Gitarre auf dem neuen Werk ebenfalls nicht vorhanden. Schade!
Wenn früher der Vorwurf geltend gemacht werden konnte, dass die Jungs möglicherweise zuviel RIVERSIDE und PORCUPINE TREE gehört hätten, dann gesellt sich nun der Einfluss von PINEAPPLE THIEF hinzu. Allerdings gibt es auch etwas Positives zu vermelden: war der Gesang früher immer die Schwachstelle, so ist dieser mit der neu eimgeschlagenen Richtung deutlich besser geworden. Hervorzuheben wären Stücke wie All Left Behind, Resurrection und Hope’s Still Alive.

Für Leute die grungigen Alternative Rock (ich schätze das passt am besten zu dem gehörten) mögen ist “No Attachments“ nett anzuhören, für den reinen Prog-Hörer kann ich allerdings nicht so recht eine Empfehlung aussprechen, da vom New Artrock nur noch kleine Spuren vorhanden sind.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 07.03.2012

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