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The BillyLee Janey Band

Gimme Some Lightnin'

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Gimme Some Lightnin'
Gimme Some Lightnin', Rockadrome Records, 2010
BillyLee Janey Guitar Vocals
D. J. Johnson Bass
Eric Douglass Drums
Gast:
Bryce Janey 2nd Guitar (Gimme Some Lightnin' (alternate version))
Produziert von: BillyLee Janey Länge: 69 Min 37 Sek Medium: CD
1. Gimme Some Lightnin'10. Smoke And Mírrors
2. Bad Like That11. Lightnin' Rod
3. Blues My Soul12. Highway Rider
4. Early Morning SunshineBonus Tracks:
5. Get Around13. Holes In My Shoe
6. Tear It Down14. Guitar Playin' Fool
7. Burnin Down The Wood15. Open Up The Door
8. Blue Haze16. Gimme Some Lightnin' (alternate version)
9. Junkman

Neue CD des Trios um Mastermind und Guitarhero BillyLee Janey, dessen letzte CD ich weitestgehend positiv vermerkt hatte, eben weil sein Stil unverkennbar war und er sich nicht damit begnügte, just another guitar solo im üblichen Blues-Genudel abzuliefern; und auch weil seine Backing Band sehr hörenswert war. Ja, sogar die Songs, obgleich im typischen Blues/Blues Rock Stil daherkommend, waren gut und abwechslungsreich.

And now, my Love? Blues ist Blues ist Blues, da beißt keine Maus einen Faden ab, und will das wohl auch nicht tun, die Maus. Die Frage für den Zuhörer ist, wie ist es abgeliefert; die für den Musiker ist, kann ich irgendwie aus dem starren Gerüst ausbrechen oder sonst etwas anders machen, wenn ich das will, ohne die Gemeinde zu verschrecken. Letztlich machen die Sounds die Musik, und wie BLJ dieses Problem gelöst hat, zeigt ein Blick auf den doppelt vertretenen Song Gimme Some Lightnin'.

Denn der kommt einmal als 'alternate' Version (Track 16) im klassisch-konservativen Soundgewand daher, und einmal, als Track 1, im quasi-retromodernen Powersound, in dem dann auch die anderen, non-bonus Tracks gehalten sind.
Soll heißen, das klingt so, als wäre BLJ zu Zeiten von Jimmy Hendrix' Jahrhundert-Alben ins Studio gegangen und hätte recorded. Eckig und kantig die Gitarre, kaum Powerchords; leicht hölzern das Schlagzeug; und irgendwie fett-schwammig der Bass – ja, wo ist er denn? Zumeist grummelt er so da irgendwo rum, dass man aus lauter Verzweiflung einen Ochsen verspeisen möchte. Da hätte eine knackigere Produktion gut getan, und ein etwas melodischeres Spiel auch – der Bass hat mehr als eine Saite, wie man nicht erst seit John 'The Ox' Entwistle weiß.

Ist lyrisch oft nicht viel zu holen (bei Blues My Soul ist "blues my soul" genau fast der ganze Text), konzentriert sich des Hörers Aufmerksamkeit, kaum abgelenkt durch Vocals, oder ständige Rhythmus- bzw. Tempowechsel seitens der Rhythm Section (die hat er ausgetauscht - warum wohl?), auf des Meisters meisterlich unangepasstes Spiel, und das ist zumeist auch wunderbar und interessant. Und wer hört schon beim Blues immer auf den Text? Aber diesen quasi-retro Approach muss man mögen – mir war das zuerst zu simpel und einfach altbacken; ich fand den Sound der 'alternate' Version besser, und weniger gewöhnungsbedürftig.

Natürlich ist das insgeheim eine Hommage an Jimi The Man, heißt doch ein Track – übrigens ein sehr schönes Instrumental - Blue Haze. Und mit dessen frühen Albensound hatte ich immer so meine Probleme…
Also, man sollte sich das antun, aber etwas Zeit mitbringen; das mag nicht unbedingt auf den ersten Blick reizen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 18.06.2010

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