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| Rough 'N Gritty, Aunt Ricky Records/Cargo Records, 2009 |
| Mick Hup |
Lead Vocals, Guitar |
| Anne Maarten Hills Van Heuvelen |
Lead Vocals, Bass |
| Theo Thumper |
Drums, Backing Vocals |
| Gast: |
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| Marcel Singor |
Acoustic Guitars, Percussion & Backing Vocals |
| Produziert von: Marcel Singor |
Länge: 54 Min 01 Sek |
Medium: CD |
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| 1. In Front Of The Judge | 8. Bad Boy |
| 2. Gonna Take You Home | 9. Hey Hey You Know What You Want |
| 3. It's Alright | 10. Shape I'm In |
| 4. Down Down | 11. She's Got Me Good |
| 5. Sand And Stone | 12. Feel Free |
| 6. She Wears Me Out | 13. Sing |
| 7. Keep It Real | 14. Black Tank Top |
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Wo wir dieser Tage grade von ZZ TOP einst und jetzt gesprochen haben, kommen BLACK TOP aus Holland wie gerufen. Einen Bart hat bei diesem Trio zwar nur der Schlagzeuger, aber wenn die Freunde aus dem von der Polarkappenschmelze bedrohten Deichgebiet auf ihrem Debut "Rough 'N Gritty" so richtig vom Leder ziehen, grinst jeder Texaner-Fan. Das ist schon mal nicht schlecht.
BLACK TOP ist eine kleine Band mit kleiner Reichweite. Das Album ist schon ein Jahr alt, aber erst jetzt wurde ein Vertrieb gefunden. Da kann man über die desolaten Zustände lamentieren, falls man will, allerdings ist die Musik auf "Rough 'N Gritty" so unabhängig vom Tagesgeschäft, dass es egal ist, ob die CD 1980, 1990 oder 2010 erscheint. Es ist halt Bluesrock'n'Roll. So (kommerziell) unspektakulär wie gut.
"Rough 'N Gritty" macht Spaß, wird aber kein Millionenerfolg werden, weil a.) Trios grundsätzlich nicht in die Charts kommen (Spaß), und b.) BLACK TOP fürs Massenpublikum tatsächlich manchmal zu arg auf den Rock'n'Roll-Showfaktor setzen (Ernst). Soll heißen: Mit einem simpel durchgerifften Gonna Take You Home wird man den Mainstreamhörer nicht ansprechen können, auch wenn die folgende Melodie und vor allem der Refrain wie geschmolzene Butter fließen. Die Gitarre tut das auch, aber eben nur bei einer Kundschaft, die gerne breitbeinig dasteht, in den Hüften beweglich ist und dabei an einem Bier saugt.
Mit den Gesangslinien haben es die beiden vorzüglich singenden Frontmänner ohnehin. Kaum eine Nummer ohne prima Chorus, kaum eine zigmal gehörte Plattheit. Die deutsch/niederländische Band NEW ADVENTURES hatte in ihren besten Momenten auch solche Melodie-Boogies und eingängige Rocker drauf.
Bei 14 Songs schleicht sich natürlich die eine oder andere etwas schwächere Nummer ein, aber Granaten wie Hey Hey You Know What You Want, Shape I'm In (ein Kopfwackler erster Güte) und das genannte Gonna Take You Home entschädigen mehr als genug für zwei Langweiler. Den Spitzenplatz nimmt das beinahe hymnische Feel Free ein. Gesanglich irgendwo zwischen den BEATLES und Westcoast, für Kenner seien als Referenz JO JO GUNNE und Joe Walsh genannt, musikalisch ein für ein Trio äußerst opulent aufgetragener Rocksong mit einem tricky Mittelteil. Tolle Nummer, gegen die selbst das am meisten an ZZ TOP erinnernde Black Tank Top kaum eine Chance hat, obwohl da die Post noch mal richtig abgeht.
Ganz klar, BLACK TOP ist eine Band für Bluesrocker, Boogiefreaks und Partytiere. Die drei Holländer sollten sich schnellstens für einen Angriff auf deutsche Clubs entscheiden und Ernst machen, denn hierzulande gibt es noch fünf mehr Leute für solche Musik als im Käserollerland. "Rough 'N Gritty verspricht auf jeden Fall nicht mehr als eingehalten wird: heftigen und zur Sache kommenden Rock. Und Bands wie OHRENFEINDT bewiesen gerade, dass man auch mit Rock & Roll und als Trio die Hallen füllen kann.
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