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| Sour Milk, Sonic, 2011 |
| Mick Hup |
Lead Vocals, Guitar |
| Anne-Marten 'Hills' Van Heuvelen |
Lead Vocals, Bass |
| Theo Thumper |
Drums |
| Produziert von: Marco M16 Hovius |
Länge: 43 Min 19 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Never Been | 7. Rock & Roll Attitude |
| 2. Lovesick Junky | 8. Way On Down The Road |
| 3. Sour Milk | 9. Gravy |
| 4. Keep On Moving | 10. Good Ones |
| 5. Big Ego | 11. Don't Come Around |
| 6. Another World |
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Wie schrieb Fred anlässlich der Review von "Rough'N'Gritty": eine kleine Band mit kleiner Reichweite. Anlässlich der neuen CD kann man sagen: die Band hat sich nicht vergrößert, aber die Reichweite sollte sich angesichts des neuen Distributeurs Just For Kicks und der Tatsache, dass man doch einiges am Soundgewand geschneidert hat, doch vergrößert haben. Und aus Holland kommt die Band immer noch - die Tradition ist also gewahrt geblieben. Und wer meint, aus Holland kann doch nix kommen, denke an GOLDEN EARRING und Hermann van V… sorry, Brood, den Saturday Night Rocker, RIP. Und natürlich an die Südstaatenschönheiten von den SHINER TWINS. Alles gute Ware und das Wahre.
Nun also, was treiben die gesichtsältesten Rocker diesmal? Zuerst hat man sich behutsam dem Modern Rock angenähert - der Sound klingt modern, druckvoll und tadellos. Letztlich spielt man noch immer eine Boogie'n'Blues'n'Rock Parforce Tour, zitiert so dies und das, aber nicht durchgängig irgendeine Band tribute-mäßig à la BLACK COUNTRY COMMUNION.
Never Been ist eine nöhlige Ironisierung von Never Been To Spain, bekannt durch THREE DOG NIGHT, wem die noch bekannt sind, und die textliche Aussage gipfelt in "never been to Nashivlle, country ain't my scene, … never been to school, baby baby I been everywhere else, learned everything myself". Sozusagen die böse-Buben-Variante der Spanienreise, aber speckrollenmäßig fett im Groove. Ein Solo aus dem Handgelenk, die Band wartet ab, um dann im richtigen Augenblick Druck zu machen, dann ein Break - "never been to Mississippi, can't even spell it right …" und fertig ist ein knackiges Highlight. Lovesick Junky erinnert eine Sekunde an TAFPAK … KNAP … oder so, Eunuchengesinge - aber neien, hier sind echte Kerle am Werk - langsam schleicht sich die Gitarre an, und los geht's, stoner-mäßig schon fast, mit einem echten Uralt-Stones Refrain, aber gut. Sour Milk, der Titel Track, ist etwas finsterer, der Bass notorisch brummelig, ein Kurzzeit Blues Riff im Mittelteil mit schriller Lead Gitarre, BLACK SABBATH Riffs, und ab geht wieder die Post.Keep On Moving ähnelt Sour Milk, der Boogie Big Ego startet mit Carmine Appice Ballerdrums, hat eine unwiderstehliche Hookline und eine spacig-psychedelische Mittelpassage - sehr nett. Another World nimmt wieder Fahrt auf, der Boogie Train walzt alles nieder, und dann ein weiteres Highlight, die Rock'n'Roll Attitude, die Story vom leeren Kühlschrank und der vollen Flasche Whisky und den beiden Girls auf dem Rücksitz - und einem ganz fies hervorgestammelten Refrain, da links nöhlt die Rhythmguitar und ein flüssiges Solo gibt's obendrein. Und so geht es weiter, über den Good Ones-QUO Boogie hin zum Ende.
Das Pendel schwingt also zwischen Good-Time Party Boogie und etwas Finstermannmucke à la SABBATH, hält aber die Waage und wird daher nicht dröge und langweilig, wobei mir die Boogie Dinger besser gefallen. Die Solos sind so zeitlich genau bemessene Einwürfe, die man schon tausendmal irgendwo gehört hat und nochmal hören will, und ja, an OHRENFEINDT erinnert das auch etwas. Ist nur weniger AC/DC, und das soll ja auch so sein. Freches Back Cover hat's auch - kann man durchaus kaufen. Man wünscht den Jungs Erfolg. Nichts Neues unter der Sonne, aber solide groovendes, sauberes Handwerk. Zugabe!
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