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Empyre

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Empyre
Empyre, Metal Heaven, 2009
Pete Ahonen Vocals & Guitars
Pekka Kolivuori Guitars
Jukka Jokikokko Bass
Pasi Hiltula Keyboards
Jussi Ontero Drums
Produziert von: Minnerva Pappi Medium: CD
1. Intro (The Godfather Theme)7. Walls of Stone
2. Empyre8. Sacrifice
3. Manic Merry-Go-Round9. Cruel World
4. Face The Truth10. Blinded By The Darkness
5. Fool's Parade11. Only The Wrong Will Survive
6. Was It Me12. I'll Be Yours

Neulich im Himmel:
"Hi!"
"Hmmm? Ach, Du. Setzt Dich ruhig hier auf meine Wolke."
"Machst Du denn da?"
"Ich habe mir von einer Posaune das Mundstück genommen, ein bisschen verbogen, und jetzt kann ich auf meiner Harfe slide spielen" - woooiiiinng - spielt einen Lauf
"Mann, Lowell, Du hast immer Ideen."
woooiiiiiiijng "Klar. Hier oben muss man was tun, um auf der Höhe zu bleiben. Und Du?" wooooooooiiiijjjjnngsschrbrzzzz
"Ich hatte neulich Ausgang. War unten und hab da so einer finnischen Band beim Einspielen ihres neuen Albums zugehört."
"Und?" woooooooooooooiiiiijjjjjjjjjjjng, Dumm-Dumm, pa-da trommelt der andere auf die Wolke
"Ja, die haben da einen Drummer - unglaublich. Ich habe mit Herrn P. gesprochen, und wir haben ihm dann noch etwas Inspiration geschickt. Was der da an Drive und Dynamik auf seinen Drums herzaubert ist unglaublich - und Du weißt, ich weiß, wovon ich rede. Ich bin eine Ikone!" Damm-da-da-damm-tsching … woijng
"Mann, Bonzo, das sowieso. Sind wir doch alle. Und? Dann ist ja alles im Lot."
"Ne, jetzt ist Greg sauer. Der Basser der Band hat ein Stoßgebet zu uns geschickt, weil er bei dieser Klasse des Drum-Spiels keinen Fuß mehr auf die Erde bekommt. Greg wollte noch was machen, kam aber zu spät. Na ja, wer zu spät kommt, der bleibt im Himmel, hat Herr P. gesagt". Tschaka-tschaka - dumm - wooooiiiiiiiijjjjjjjngschrt

So oder so ähnlich; und wer Zweifel hat, dass Lowell George, John 'Bonzo' Bonham und Greg Ridley im Himmel sind, höre sich die entsprechenden Platten an.

Zurück auf die Erde: Man erlaube mir die Marketing-Info zu zitieren, da hier erwähnt wird, dass einige Coverversionen auf der neuen CD sein werden, die ich auf der Promo nicht zur Review hatte: "'Empyre' ist ein bewusster Schritt zurück zu den Roots und in die Richtung '80er Jahre'. Dieses wird auch untermauert durch die drei Coverversionen, die der Limited-Edition-Erstauflage dieses Albums als Bonustracks dienen: RUNNING WILDs Gods Of Iron (feat. Majk Moti, ex-Running Wild), THE RODS' Nuclear Skies (feat. David "Rock" Feinstein), Q5s Let Go (feat. Jonathan K)."
Nun klingt die Bemerkung "Back to Roots in die Achtziger" für einen wie mich etwas merkwürdig, aber the times, they are a-movin'. Roots sind eben das, was man dafür hält.

Stellen wir das Buchhalter-Ich doch besser mal in die Ecke. Metal mit Achtziger-Touch wird also geboten; genauer: Melodic Metal.
Das ist blitzsauber und gut produziert, wobei 'druckvoll' hier nicht das Adjektiv ist, das in den Sinn kommt, denn man will die Audience nicht verschrecken. Die Gitarren klingen also wohltemperiert und nicht etwa ruppig wie in den Siebzigern oder punk-rotzig oder laut und bratzig wie im Grunge oder Modern Hard Rock - alles klar? Die Drums - auch das Double-Bass Geballere - kommen gut und dynamisch, soll heißen: nicht ständig Vollgas, sondern eben dynamisch. Viel Action wo viel hingehört, und weniger an den Stellen, wo etwa die Sänger ihre Stimmen erheben. Und daher sind sie - die Drums - nicht aufdringlich, so dass sie das Hörvergnügen stören, sondern fügen sich in die musikalische Landschaft bestens ein.
Jedem einzelnen Track merkt man an, dass sich unheimlich viel Mühe beim Komponieren gegeben wurde. Die Arrangements sind vielfältig und vielschichtig, in fast jedem Song ändern sich die Riffs zwei oder dreimal, das Tempo oft auch - auch hier ist Dynamik angesagt.

Bei soviel Mühe und gutem Willen fällt einem die nun ansetzende Kritik schon schwer, aber: es bleibt auch bei mehrmaligem Durchhören kein Song, weder good or bad, haften, kein Solo sticht heraus, keine Hookline lädt wirklich dazu ein den Repeat-Knopf am Player zu drücken. Auch insgesamt wurde die CD so produziert, dass alles auf einem Noise-Level ist.
Und das ist wirklich schade, denn die Jungs haben viel, viel Herzblut vergossen, um dieses Album zu machen. Aber: alleine die Leistung des Drummers ist schon den Kauf dieser CD wert. Anhören lohnt sich allemal - echt des Drummers wegen.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 10.02.2009

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