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| The Last Warrior, White Indian Records, 2009 |
| Charley Cruz |
Lead Vocals, Acoustic Guitar |
| Jerry Brown |
Electric & Acoustic Guitar, Dobro, Backing Vocals |
| DJ Ciggaar |
Bass, Lead Vocals |
| Ron Cruz |
Drums, Vocals |
| Gäste: |
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| Dusty Cigaar |
Pedal Steel |
| Roel Spanjers |
Wurlitzer, Piano, Hammond, Accordion |
| Gerard Sylvester |
Percussion |
| Produziert von: Eric Spanjers & The Lost Souls |
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Medium: CD |
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| 1. Curfew City | 8. The Last Warrior |
| 2. Savage Delight | 9. Cry |
| 3. Small Town Girls | 10. Don't Leave Me |
| 4. Blue | 11. Eternal Bliss |
| 5. Secret Waste Of Time | 12. The Devil's Face |
| 6. Cast A Little Loving | 13. Come On |
| 7. Halfway House | 14. Thirteen Colors |
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Auf der Fahrt ins Büro am Montagmorgen kannst du eigentlich hören, was du willst - so richtig happy wirst du nicht werden, dachte ich immer. Und dann noch dieses Cover, wo dich ein Augenpaar, welches offensichtlich nach Indianermanier mit roter Kriegsbemalung versehen wurde, anblinzelt als ginge es dir gleich an die Gurgel. Na wunderbar, geh' mir nicht auf die Nerven!
CD eingelegt, in der Schlange langsam an die Ampel gekrochen, über dies und das nachgedacht… was machst du da? Dammdamm-damm, auf dem Lenkrad rumtrommeln, zur Stadtindianermusik? Wo kommen die überhaupt her - ach, produziert in Utrecht; die leben hinterm Deich, diese Indianer. Die bekannten Deichogalala.
Trotzdem immer weiter getrommelt… ist aber auch ansteckend, dieser Countryrock. Wird beim ersten Track - Curfew City, die Sperrstundenstadt - noch weniger gerockt als gepoppt… ähm, Country-Popmusik gemacht, zieht das ganze bei den folgenden gut an, die Gitarren geben sich ein Stelldichein, bis hin zur Pedal Steel bei Small Town Girls (Argh! Pedal Steel, die Gitarre-gewordene Triefromantik! Aber, oh Wunder, man kann sie auch so spielen, dass sie einfach nur schön klingt).
Savage Delight rockt folglich dann schon eher (countrymäßig), mit sanfter Leadgitarre, die dann zum Ende hin auch schon mal heftiger zugreift. Small Town Girls bieten noch eine weitere Steigerung in Sachen Rock, und die Band ist sind schon fast bei den STONES angelangt - das kann ja noch richtig was werden mit diesem Album. Aus Freundlichkeit gegenüber unseren holländischen Nachbarn sollte man als Role Model auch mal GOLDEN EARRING, die ja auch schon mal unplugged oder semi-plugged spielen, nennen, zumal Charleys Art zu singen und intonieren zeitweilig (Last Warrior) auch an Barry Hay erinnert. Jedenfalls ein herausragender Track, mit einem schönen, langen Solo auf der Sechssaitigen.
Blue - Nomen est Omen - widmet sich wieder der eher melancholischen Seite des Lebens, und wenn das eine deutsche Band wäre, würde man hier eine gewisse Nähe zu BAP attestieren. Stimmungsvoll, gut.
Secret Waste Of Time ist zwar wieder ein langsamerer Song, aber mit netter Hookline. Und so geht es weiter, mal schneller mit viel Guitarsolo (Cast A Litte Loving, The Last Warrior), mal langsamer (Thirteen Colours), mal mehr Country (Halfway House, Eternal Bliss), mal CCR-nahe (Cry), mal Shuffle (Don't Leave Me) und dann Rock'n'Roll (Come On).
Ungeheuer nett, das. Irgendwie aber auch so ein bisschen wie Sex ohne Höhepunkt, wobei - man hat uns Männern ja erzählt, dass Kuscheln auch ganz toll ist. Ja, und so in etwa ist diese CD. Der Stadtindianer hat zwar ein tolles Make-up, aber ihm fehlen so ein bisschen die Zähne. Los, Junge - Du hast das doch drauf! Rauch mal ein paar getrockneter-Büffeldung-Pfeifen, skalpier mal ein paar Whities, und dann wird das was. Mehr Wildheit, Charley, hol das Kriegsbeil raus!
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