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| Twilight Of Destiny, Frontiers Records, 2009 |
| Tony Mills |
Vocals |
| Josh Ramos |
Lead Guitars |
| Ron Smith |
Rhythm Guitars |
| Eric Ragno |
Keyboards |
| Doug Odell |
Bass |
| Zane Petersen |
Drums |
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Länge: 55 Min 30 Sek |
Medium: CD |
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| 1. What Do I Need But Love | 7. Passions |
| 2. I Feel Like Dying | 8. Movin' On |
| 3. Changing Ways | 9. Twilight Of Destiny |
| 4. So Wrong | 10. Lost |
| 5. Don't Be A Stranger | 11. Take Me As I Am |
| 6. Crimes | 12. A Last Goodbye |
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Aus dem Hause Frontiers Records beehren uns CHINA BLUE, und doch hat man das Gefühl, dass sich dieses Album bereits seit knapp 20 Jahren im Plattenschrank tummelt. Wäre da nicht die festzustellende Qualität, denn Keyboarder und zgl. Mastermind Eric Ragno (Ex-TAKARA) hat hier mit seinen Mitstreitern ein gutes und mehr als nett anzuhörendes Melodic-Rock-Album gefertigt. Nee, eigentlich ist es in Sachen Radiotauglichkeit purer AOR. Dafür sorgt u. a. auch Leadsänger Tony Mills (Ex-SHY, Ex-TNT), der in stattlichen Höhen eine sichere Figur macht und so ein gewisses JOURNEY-Faible in die Angelegenheit bringt.
Es ist wohl nicht so, dass sich die Bandmitglieder gefunden haben und fortan am altehrwürdigen Sound der 80er-Jahre schrauben möchten. Diese Aufnahmen gibt es schon etwas länger, und von dem bestehenden Material hat man sich quasi das Beste ausgesucht und in die Silberrillen gebrannt. Alle Kompositionen sind durchdacht und schlüssig, und fast alles geht direkt in die Ohrmuscheln.
Der Eröffnungstrack What Do I Need But Love beginnt so verheißungsvoll wie die besten Sachen der Vergangenheit, baut etwas Spannung auf, die klaren Gitarren überlassen im Intro den Tasten das Feld, bevor dann das gedämpfte und rhythmische Bandgefüge für angenehme Töne sorgt. Vorzugsweise finden wir natürlich viel Piano, eingebettet in die harmonischen Sologitarren von Josh Ramos, beispielsweise in I Feel Like Dying, und wie zu erwarten macht die Formation auch, wie in Changing Ways, vor etwaigen Pop-Gefilden keinen Halt.
Was man CHINA BLUE zu Gute halten muss, ist die Tatsache, dass man sich hier von Beginn an und ohne Umschweife zu dem eingeschlagenen Weg bekennt. In Sachen AOR werden also keine Gefangenen gemacht. Deswegen ist die Frage auch so schwer zu beantworten, welches Stück nun besonders nach oben hinaus sticht. Nichts ist neu, alles ist gut. Sanft, fast schon balladesk und eben "journey" sind CHINA BLUE in Passions und Movin' On. Ein nettes und anschmiegsames Füllsel in Form eines Guitar-Instrumentals hören wir mit Lost und A Last Goodbye, geradezu verfahren und trotzdem adrett kommt die Combo in Take Me As I Am rüber.
Was bleibt ist ein kurzweiliges Album von CHINA BLUE, respektabel und natürlich professionell dem Genre angepasst aufgenommen, mit einem guten Sound und keinen Ausfällen. Melodic Rocker sollten also zugreifen, wenn man sich denn nicht auf der Suche nach etwas Neuem befindet. Das Teil hier ist Retro, 80er eben! So wie das Cover ätzend schlecht ist. Aber wen stört das?
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