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Coral Dreams
Coral Dreams, 7hard, 2009
Ondrej Hurbanic Guitars, Keyboards
Dominik Eckert Vocals
Pavel Hurcik Bass
Thomas Abts Drums
Länge: 50 Min 42 Sek Medium: CD
1. Joan7. Hopeless
2. Faker8. Indifference
3. The Chase9. All Against Me
4. Stormy Weather10. Fighting With Myself
5. Horizon11. When You Were Mine
6. Coral Dreams12. The Blame

Meine erste Begegnung mit der Musik von der aus Würzburg stammenden Band CRISES hatte ich mit deren CD "Broken Glass", die 1998 erschienen war. Geboten bekam man Musik die stark von DREAM THEATER beeinflusst war und somit dem progressiven Metal zugeordnet werden konnte. Was mir damals sehr gut gefiel war, dass sie trotz einer gewissen Härte sehr melodisch vorgingen und mit Russel Gray einen guten Sänger am Mikro hatten. Vor allem hatten sie mit dem 4. Stück Crises einen tollen Longtrack (ich bin ein Liebhaber von langen Songs), der mich heute noch begeistert.
Mit "Coral Dreams" liegt mir die 6. Veröffentlichung mit leicht verändertem Line-up vor. Dominik Eckert hat die Vocals übernommen und Pavel Hurcik hat den Part am Bass übernommen. Des Weiteren fällt auf, da die Spielzeiten der einzelnen Tracks angegeben sind, dass sich die Truppe nun auf kürzere Songs konzentriert, bewegen sie sich unterhalb der 5 Minuten Grenze und sind für mich schon mal ein Punkt der leichten Enttäuschung. Nun ja, man sollte jetzt auch nicht voreingenommen urteilen, schließlich habe ich bis jetzt noch keinen Ton gehört. Also, CD in den Player und es sich gemütlich machen.

Die Musik, die da aus den Boxen tönt, ist sehr melodisch und geht total ins Ohr. Wieder ist der Einfluss von DREAM THEATER und auch SYMPHONY X deutlich hörbar, jedoch ohne die besagten Bands zu kopieren. CRISES kochen ihre eigene Suppe, die sie dieses Mal noch mit Metal-Riffs à la METALLICA und Soundgebilden aus der progressiven Alternative-Ecke wie z. B. TOOL gewürzt haben. In Indifference macht die Truppe sogar einen Schlenker in Richtung Art Rock und erinnert mich leicht an die Ludwigshafener Formation ARILYN. Die Soli, zumeist von der Gitarre, sind kurz und songdienlich, also ohne Frickelpassagen in denen der Künstler zeigen muss wie schnell und toll er sein Instrument bedient. Für den Progger gibt es jedoch noch genug Futter in Form von raffinierten Breaks und auf den Punkt gebrachten Finessen. Ein besonderer Pluspunkt gebührt Dominik, der mit seinem variablen Gesang, ob sanft oder hart, zu überzeugen versteht.
CRISES haben übrigens mit dem letzten Song The Blame eine Nummer aus dem Werk "Broken Glass" hinzugefügt, allerdings haben sie ihn leicht überarbeitet, so dass er heute mit mehr Biss ertönt.

In meinem Infozettel steht zu lesen, dass CRISES ihre Musik als 'Alternative-Hightech-Metal-Rock' beschreiben, und das trifft auch zu. Jedenfalls ist ihnen mit "Coral Dreams" erneut gelungen mich in ihren Bann zu ziehen - ich bin auf weitere Musik gespannt.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 01.09.2009

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