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| 3, Eigenvertrieb, 2008 |
| Michael Below |
Vocals & Bass |
| Christian Below |
Keyboards & Vocals |
| Raphael Below |
Guitar & Vocals |
| Volker Müller |
Guitar |
| Eike Kruppke |
Drums |
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Länge: 45 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. My Own Paradise | 8. Who Are You Talking To |
| 2. Forsaken | 9. Didn't You Notice |
| 3. Suffer | 10. Interlude |
| 4. Concern | 11. Request |
| 5. Now That I Found Mercy In This Town | 12. Rest Now |
| 6. Get Closer | 13. What I Get |
| 7. What I Can't Live Without | |
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Vor ein paar Jahren traf ich die Jungs aus Hannover auf der christlichen Musikermesse PROMIKON in Gießen und versprach ihnen damals, sie in einem der letzten damals noch existierenden christlichen Musikmagazin zu rezensieren. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wissen konnte war, dass die Zeitschrift kurz nach der Veranstaltung ersatzlos vom Markt genommen wurde. Nun kam ich mir vor wie einer, der sich bei den Jungs mit einem fadenscheinigen Argument eine CD erschlichen hat, für die andere Kohle auf den Tisch legen mussten.
Das konnte und wollte ich nicht auf mir sitzen lassen, auch wenn es den Jungs gar nicht mehr bewusst war. Also machte ich mich dieses Jahr wieder zur PROMIKON auf und sprach kurz mit den sympathischen Niedersachsen, erklärte mein Anliegen und ging mit einem Rezi-Exemplar des neuesten Outputs in Händen von ihrem Stand wieder fort, mit dem Versprechen, diesmal aber wirklich was zu schreiben. Et voilà: Hier ist die Einlösung meines Versprechens.
CROSSING kommen - wie schon gesagt - aus Niedersachsens Hauptstadt Hannover und wurden von den drei Brüdern Michael, Raphael und Christian Below 2003 aus der Taufe gehoben. Mit der ersten EP "Under Construction" ging es dann auf die Bühnen der Republik. Zwei Jahre später ging es wieder ins Studio um das nächste Langeisen zu formen. Heraus kam "All You Can Eat", was im Gegensatz zur EP bereits mit 7 eigenen Songs und nur noch 3 Coverversionen aufwarten konnte und somit eine Weiterentwicklung der Band um das sympathische Brüdertrio war. Wollte man mit der EP noch zeigen wie heutzutage die frommen Lieder klingen, konnte man mit der CD auch seine eigenen Gedanken über Gott und die Welt weitergeben.
Schlussfolgernd ist "3" nun die konsequente Weiterentwicklung der Band, die sich inzwischen quer durch ganz Deutschland von Hamburg über Hannover und Berlin bis nach Heidelberg zerstreut hat, was natürlich das Proben und Aufnehmen jetzt nicht wirklich vereinfacht. Das ist aber dem neuen Dreher beim besten Willen nicht anzumerken. "3" rockt so erfrischend rotzig durch die Boxen, als würden die Herren Below, zu denen sich im Laufe der Jahre noch die Herren Müller und Kruppke gesellten, den ganzen Tag nichts anderes machen als gemeinsam zu Proben, Spielen und Spaß zu haben.
Mancher mag die Nase rümpfen, wenn er sieht, dass die Jungs, die bisher noch kein Label gefunden haben (oder wollten), lieber alles selber in die Hand nehmen und nur die Produktion und das Mischen in Hände von erfahrenen Menschen gelegt haben. Nun, dann kann die Nase gepflegt wieder entknittert werden, denn hier kommt keine Proberaumaufnahme aus den Boxen gerockt, sondern eine druckvolle Produktion, dazu noch in einer sehr hochwertigen Pappklappcover-Aufmachung. Textlich nehmen die Jungs kein Blatt vor den Mund und machen dem Hörer u. a. klar, dass man als Christ nicht in einer Welt blühender Landschaften lebt, sondern durchaus auch mit Problemen zu kämpfen hat, die Frage ist nur wie man damit umgeht. Es geht um Prediger, die mehr für sich als für ihren eigentlichen Arbeitgeber Gott predigen und somit unglaubwürdig werden oder um die Auseinandersetzung mit Realitätseinbußen im Zusammenhang mit der Einnahme bewusstseinserweiternder Substanzen. Themen, die nicht an der Welt vorbeirauschen, sondern mittendrin stecken und das bewusst, denn sie wollen nicht zwingend nur die fromme Hörerschaft beschallen. Auch das mit ein Grund, warum man Engagements wie z. B. beim Deichbrand-Festival mit TOMTE, SPORTFREUNDE STILLER, OOMPH u. v. a. nicht abgeneigt ist.
Musikalisch sollte der geneigte Hörer der FOO FIGHTERS, FEEDER oder auch JIMMY EAT WORLD mal ein gepflegtes Ohr riskieren. Wo? Auf der Homepage der Band oder auch bei den bekannten Downloadportalen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Brüder mit Anhang noch weiter so gute Kritiken bekommen wie die von Henning Rümenapp, der bei GUANO APES die dünnen Saiten zupfte und folgendes über CROSSING zu sagen hat: "CROSSING klingen wie Überholspur, Blinker links! Einfach jede Menge Energie und Lebensgefühl!" Da will (und kann) ich dann mal nicht widersprechen.
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