|
|
| Black Mountain Majesty, Eigenvertrieb, 2009 |
| Stewart Eastham |
Lead Vocals, Rhythm Guitars |
| Burke Ericson |
Bass, Guitars, Backing Vocals |
| Cosmo Jones |
Drums, Guitars, Fretless Bass, Backing Vocals |
| Spurgeon Dunbar |
Lead Guitar (nicht auf CD) |
| Gäste: |
|
| Leiana Miller & Jessica Santaferraro |
Backing Vocals |
| A.J. Dia & Mark Agnesi |
Guitars |
| John Rosen |
Banjo |
| Seth Lee Jones |
Lap Steel |
| John McClung |
Pedal Steel |
| Daniel Lopilato |
Piano, Organ, Keyboards |
| Matt Witler |
Mandolin |
| Ryan Ramos |
Harmonica, Backing Vocals |
| Drea Babinski |
Violin |
| Produziert von: Cosmo Jones & Rich Mouser |
Länge: 61 Min 19 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Truckin' Country | 9. Pickup |
| 2. Confessor | 10. Peckerwood Slim |
| 3. Lost And Broken | 11. Misunderstood |
| 4. The Fall | 12. Say 10 |
| 5. Can You Feel It | 13. Lovely Demise |
| 6. Crooked Tooth Smile | 14. Drivin' Down |
| 7. Morning Star | 15. The Creep |
| 8. Master Disaster | |
 |
Der ziemlich spannende Western gleichen Namens aus dem Jahr 1959 wird nachhaltiger im Bewusstsein verbleiben als die Band DAY OF THE OUTLAW aus Los Angeles es mit ihrem CD-Debut "Black Mountain Majesty" schaffen wird. Das ist eine Behauptung.
Tatsache ist, dass die Band relativ fleißig in Bars und Pubs live auftritt und schon ein Jahr nach Gründung einen Longplayer mit 15 Songs vorweisen kann. Fakt ist auch, dass das Album mit Aushilfsgitarristen eingespielt wurde, weil der etatmäßige Leadgitarrist Spurgeon Dunbar offenbar erst nach den Aufnahmen dazu stieß. Nicht belegbar ist von dieser Stelle aus die Vermutung, dass DAY OF THE OUTLAW live gut abgehen, der Auftritt auf CD lässt kaum andere Schlüsse zu, hier wird kraftvoll zugebissen. Oder sollte man vielleicht sagen: hier wird kraftvoll um sich gebissen? Das scheint momentan noch das Problem der bärbeißig dreinschauenden Herrschaften zu sein, irgendwie fehlt "Black Mountain Majesty" der rote Faden, die Klarheit im Konzept, es werden schlicht ein paar Türen zu viel geöffnet um eine Prognose über die mögliche Zukunft der Kapelle abzugeben.
Es ist Southern Rock. Es ist auch Country. Und auch irgendetwas wie Alt. Country und/oder Cow Punk. Classic Rock ist es auch. Wenn man genau hinhört, kann man gar eine Schippe Stoner Rock hören. Die Band selbst nennt es Truckstop Rock - was letztendlich auch keine Aufklärung bringt.
Festzuhalten ist, dass es keinen echten Ausfall auf "Black Mountain Majesty" gibt, allerdings auch lange Zeit keinen Überflieger, der einen auf Anhieb in Jubel ausbrechen lässt. Zuhören kann man gut, macht auch Spaß, aber erst bei Track 14 (Drivin' Down) wird das Verdeck nach hinten geklappt und herzerfrischend die "Coastline" entlang gebraust, fast wie weiland die jungen MOLLY HACHET. Davor ist es ein Sammelsurium interessanter Songs, die niemanden betrüben, auf Konserve allerdings auch nicht besonders viele Menschen zum Tanz bewegen dürften. Schade, denn die Ansätze sind viel versprechend, vor allem der Sänger und Hauptsongwriter Stewart Eastham gibt seinen Nummern immer wieder feine Kicks mit auf den Weg, der Typ kann wirklich singen, shouten und wie ein echter Cowboy quengeln. Handwerklich ist ohnehin wenig auszusetzen, die Rhythmusabteilung groovt und die Gitarren kommen punktgenau, es fehlt nur ab und an der Steilpass für den tödlichen Torschuss. Ansprechend aufgemacht, tadellos produziert und von diversen Gastmusikern veredelt ist "Black Mountain Majesty" überdies.
Nach der Stunde mit dem Album weiß man auf Anhieb gar nicht, was einen stört - am Ende fehlen wohl doch ein paar echte Killernummern.
DAY OF THE OUTLAW haben möglicherweise eine große Chance vergeben, denn in der dahinsiechenden Southern Rock Szene kann man sich heutzutage mit einem optisch so hochwertigen Produkt von 0 auf 100 katapultieren, vorausgesetzt die Songs stimmen. Die andere Variante ist, dass der betriebsblinde Kritiker einfach das phänomenale Potential einer aufstrebenden Southern-Crossover-Band nicht erkennt. Time will tell.
PS: Pickup hat ein Gitarrenlick, das auch von den OUTLAWS sein könnte. Das ist schon eine gute Band…
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|