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| Death & Taxes: "Tattooed Hearts & Broken Promises", I Scream Records, 2008 |
| Jeff Morris |
Vocals, Guitar |
| Mike Savitkas |
Bass, Backing Vocals |
| Steve Toland |
Drums |
| Produziert von: Jim Siegel |
Länge: 42 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Orange Line | 6. For The Money |
| 2. All These Things | 7. Better Things |
| 3. Whole Damn Thing | 8. Green River |
| 4. Hold On | 9. Glove Letters On Skin |
| 5. Hide From God | 10. Tattooed Hearts & Broken Promises |
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| Enemy Rose: "Promises We'll Never Keep", I Scream Records, 2008 |
| Tommy X |
Vocals |
| Sammy Dimera |
Guitars & Vocals |
| Spinal Steve |
Guitars |
| Ponzy |
Bass |
| Sugar Martellotto |
Drums |
| Produziert von: Kerry Martinez |
Länge: 39 Min 15 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Rattle The Cages | 7. Tainted (With Regret) |
| 2. Coming Down | 8. All Because Of You |
| 3. Buried Alive | 9. Love & Hate |
| 4. Rocket | 10. Trigger |
| 5. Bleed | 11. Lonely Town |
| 6. Just My Luck | 12. Tell Me |
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| The Bad Luck Charms: "Bad Luck Charms", I Scream Records, 2008 |
| Kerry Martinez |
Vocals, Guitar |
| Brian Knott |
Guitar, Vocals |
| Max A. Million |
Bass, Vocals |
| Brendon 'Deal' Van Mier |
Drums, Vocals |
| Produziert von: Kerry Martinez & Darian Rundall |
Länge: 25 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Twilight In Asylum | 7. No Vacancy |
| 2. Break My Heart | 8. Happily Ever After |
| 3. One Track Mind | 9. Superstition |
| 4. Untouchable | 10. Tokyo |
| 5. I Didn't Mean To Kill You | 11. Tokyo (Reprise) |
| 6. Poison | |
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Beim Namen I Scream Records zucken Schöngeister gerne erschrocken zusammen, schließlich hat das belgische Label vor allem Punk und Hardcore im Repertoire. Bands wie AGNOSTIC FRONT oder M.O.D. sind gemeinhin nicht für besondere Feinfühligkeiten bekannt. Umso mehr überrascht der dieser Tage erscheinende Dreierpack aus Massachusetts, Belgien und New York.
DEATH & TAXES heißen die Kandidaten aus Boston, MA, die ihre erste CD "Tattooed Hearts & Broken Promises" nennen. Klingt nicht nach Punk oder ähnlichem Krach, und in der Tat, die aus drei bisher weitgehend unbekannten Musikern bestehende Band tritt weder das Gaspedal durch noch sind hinterher Verletzte zu beklagen. Erfinden wir doch zur Abwechslung mal wieder ein neues Genre: Heartland-Street-Rock.
Der Sänger, Songwriter und Gitarrist Jeff Morris (ehemals THE BRUISERS) hat eine höchst interessante Spalte im Musikgebirge entdeckt, die irgendwo zwischen den Monolithen Jason Ringenberg und Steve Earle, mit weniger Country, beziehungsweise Bruce Springsteen, mit deutlich mehr Rock, liegt.
Das Trio wurde tadellos produziert, es tönt jederzeit voll und angenehm. Wenn Morris zwischendurch die Gitarre in Richtung Neil Young & Söhne zu entgleiten droht, holen ihn seine Kumpane in ihrer bodenständigen Art sofort wieder zurück und lassen die Sache schlimmstenfalls etwas nach Wüste klingen.
Einziges Manko an "Tattooed Hearts & Broken Promises" ist, dass die 10 Songs nicht durchgehend das anfänglich sehr hohe Niveau halten können. Neben dem beinahe südstaatlich rockenden Opener Orange Line und seinen tollen Gitarreneinwürfen, dem Maximum-Groover Whole Damn Thing und dem Good-Time-Mitsing-Rock'n'Roll For The Money (das nicht zufällig nach ziemlich altem Rhythm & Blues aus England riecht) schleichen sich zwei, drei eher wenig aussagekräftige Nummern ein. Der Rest kommt gut, lässt aber noch Platz nach oben.
DEATH & TAXES darf man sich nicht nur merken, Kenner der oben genannten Namen können bedenkenlos zugreifen - hier wird mit frischem Wind gepustet.
Rückflug nach Europa und ab ins Frittenland zu ENEMY ROSE und ihrem Debut "Promises We'll Never Keep".
Dass Pommes nicht das gesündeste Futtermittel sind wissen wir, aber der leicht anämische Gesamteindruck von Sänger Tommy X kommt vermutlich eher nicht davon. Die fünf Belgier sind jung und haben eine Menge große bis sehr große Namen auf ihrer Einfluss-Liste, von denen die meisten sicher im heimischen Plattenschrank stehen, aber an deren Meisterleistungen ENEMY ROSE naturgemäß nicht heranreichen. Von der Attitüde her passt wohl am ehesten der Vergleich mit den frühen HANOI ROCKS, die eine ähnliche Mittelfingermentalität hatten und trotzdem zwischendurch mal eine hymnische Ballade klopften. Mit den ganz alten Stil-Ikonen sollten sich ENEMY ROSE besser (noch) nicht messen, denn die haben solche Musik schließlich erfunden, und von Erfindertum sind diese Jungs hier weit entfernt. Insofern passt der Albumtitel natürlich und lässt auf Humor schließen.
"Promises We'll Never Keep" klingt nicht schäbig, die Ausflüge ins rotzige Metier sind fraglos durchdacht, Glam- und Classic Rock haben sie gut drauf, nur der Gesang klingt manchmal leicht… siehe oben. Eisenmangel!
Produziert wurde die CD von einem gewissen Kerry Martinez, und zu dem kommen wir jetzt unmittelbar, denn der ist Vorsteher der dritten Kapelle in diesem Reigen.
THE BAD LUCK CHARMS heißen die vier Typen aus Brooklyn, die die 9 Songs plus Intro und Outro ihres ersten Albums auf schlanke 25 Minuten verteilt haben. Aber schau, da wird fröhlich vor sich hin gesleazt und gerockt, ein gewisser Klassenunterschied zu den gerade verfrühstückten Belgiern ist schnell hörbar, auch wenn die Amis einen deutlich höheren Punk-Anteil fahren.
Erwähnter Kerry Martinez ist Gründungsmitglied der nicht ganz erfolglosen Drittgeneration-Punks U.S. BOMBS und beruft sich zurecht auf einen fundierten britischen Hintergrund, also die weitaus weniger zerstörerische Version als amerikanische Krawallkapellen zu spielen pflegten und pflegen. Folgerichtig assoziiert man mit "Bad Luck Charms" eher THE CLASH und die SEX PISTOLS als eigene Landsmänner. Der Querverweis zu HANOI ROCKS passt ebenfalls und wer will, kann gerne die NEW YORK DOLLS erwähnen. Außerdem ist Intro und Melodie von I Didn't Mean To Kill You bei BLONDIE entliehen. Damit haben wir den Bogen von Ur-Glam zu Punk zu Sleaze zu Pop gespannt und THE BAD LUCK CHARMS erklärt.
Martinez heult prototypisch und lässt mit seinem Gitarrenkollegen stapelweise uralte Rock'n'Roll-Riffs fliegen, die genau so oft gehört wie immer wieder Laune machend sind, es geht immer stramm nach vorne, aber niemals ohne Sinn und einem Grinsen. Alte Schule, freundlich aufbereitet.
Ab Mai gibt es im deutschsprachigen Raum etliche Konzerte:
06.05.2008, Köln, Sonic Ballroom
09.05., Basel (CH), Gleis
10.05., Schaffhausen (CH), Challer
11.05., St. Pölten (A), Freiraum
12.05., München, 59 to 1
21.05., Cottbus, Gladhouse
22.05., Berlin, Wild At Heart
24.05., Dresden, Chemiefabrik
27.05., Chemnitz, Subway To Peter
28.05., Hannover, Labor
05.06., Aachen, AZ
Rocker, vor I SCREAM RECORDS braucht man keine Angst mehr zu haben. Drei angenehme bis richtig gute CDs warten auf euren Zugriff.
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