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Detroit Rebellion

Detroit Rebellion

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Detroit_Rebellion
Detroit Rebellion, Ramp Media Lab, 2009
Detroit Rebellion Vocals, Guitars
Länge: 39 Min 14 Sek Medium: CD
1. Don't Make Waves9. Yvonne
2. Meeting of the Minds10. Ahead of Your Time
3. The Numbers11. Step Into the Fire
4. A Case of Mistaken Identity12. Madison
5. The Long Shot13. The Rabbit
6. Didn't See It Comin'14. Misery
7. War Crimes15. New Orleans
8. Pay Them No Mind

Und wieder einmal landet das Debut-Album eines amerikanischen Folk-Artists in meinem CD-Player um sich einer gründlichen Inspektion unterziehen zu lassen und hernach in einer unbarmherzigen Rezension besprochen zu werden.

Das erste Stück wird angehört: Minimalistisches Arrangement (Gitarre und Stimme), leicht kratzig, ordentlich produziert. Weiter zum zweiten Stück: Minimalistisches Arrangement (Gitarre und Stimme), leicht kratzig, ordentlich produziert. Das dritte Stück: Minimalistisches Arrangement (Gitarre und Stimme), leicht kratzig, ordentlich produziert… An der Stelle breche ich mal ab – die Stoßrichtung sollte klar geworden sein. Und Detroit Rebellion hält sie tatsächlich durch.
Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Die Beschäftigung mit diesem Machwerk hat mich nur wenig erquickt, mit zunehmender Dauer sogar leicht aggressiv gemacht. Natürlich kann der Mann ganz ordentlich spielen und singen, natürlich wird es teilweise sehr gefühlvoll, natürlich ist das alles sehr fein arrangiert, natürlich passen Texte und Melodien, aber am Ende stellt sich die Frage ob man sich die leicht variierende Kombination von Stimme und Klampfe fünfzehnmal, 40 Minuten lang, anhören möchte. Kleine Unterschiede (Misery ist es etwas fröhlicher, Long Shot ruhiger, Yvonne hat etwas mehr Spannung) helfen da auch nicht mehr wirklich.

Dazu kommt die Aufmachung (großer Mann, schwarze Klamotten, Sonnenbrille): Mr. Cash, zu dem auch inhaltlich eine gewisse Nähe beabsichtig ist, dreht sich wahrscheinlich im Grabe um. Detroit Rebellion selber findet, dass er von den Beatles beeinflusst wurde. Aha. Mich erinnert es hier und da an die melancholische Seite von Ben Harper – wenn es auch nie annähernd so originell wird.

Wer von akustischer Gitarre und Folk-Blues nicht genug bekommt, sollte mal rein hören, ansonsten kann man seine Zeit auch sinnvoller investieren.

Marius Gastrock, (Artikelliste), 07.01.2010

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