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| No One's Words, InsideOut Music, 2008 |
| Omer Ephrat |
Guitars, Keyboards, Flute |
| Lior Seker |
Vocals |
| Gili Rosenberg |
Bass |
| Tomer Z |
Drums |
| Gäste: |
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| Daniel Gildenlöw |
Vocals (The Sum Of Damage Done) |
| Petronella Nettermalm |
Vocals (Haze), Backing Vocals (Real) |
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Länge: 59 Min 38 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Show | 4. Blocked |
| 2. Haze | 5. The Sum Of Damage Done |
| 3. Better Than Everything | 6. Real |
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Bei Israel denke ich eigentlich nicht an besonders tolle Dinge. So oft, wie dieser kleine Staat in den Weltnachrichten mit negativen Schlagzeilen punktet, kann es gut tun, wenn auch positive Nachrichten dieses Land verlassen würden. Auf politischer Bühne scheinbar und leider nicht zu schaffen, müssen andere Menschen diesen Weg finden. Neben einer zweifelhaften Sängerinnen (oder doch Sänger) beim Eurovision Song Contest 1998 tut sich aber auf der von der Welt zur Kenntnis zu nehmenden Ebene recht wenig. Also, gehen wir in den Underground und schauen, was es dort zu vermelden gibt.
Im progressiv rockenden Bereich, um den es in dieser Besprechung geht, stehen da sicherlich an erster Stelle BLACKFIELD (Aviv Geffen mit PORCUPINE TREE-Boss Steven Wilson), die seit 2004 aktiv sind und auch hierzulande schon kleine Achtungserfolge verbuchen können. Mit AMASEFFER tummelt sich seit diesem Jahr ein Neuling auf der Bühne und bekommt gute Noten in diversen Mags und Fanzines. Mit EPHRAT rollen InsideOut nun den dritten Kandidaten für musikalische Völkerverständigung ans Tageslicht. Und ich bin erstaunt, was da für eine geniale Mischung aus den Boxen rauscht.
Omer Ephrat - Namensgeber, alleiniger Komponist und dazu noch Multiinstrumentalist - und seine Restcombo bringen höchst abwechslungsreichen ProgRock zu Gehör. Er selbst sagt dazu, dass diese anspruchsvolle Musik vom Grundgefühl des Rock'n'Roll angetrieben wird. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen, denn es stimmt. Schon beim Opener werden die Gitarren nicht auf leise gedreht, sondern ziemlich in den Vordergrund geschoben. Damit es aber nicht bei einer europäischen oder amerikanischen Variante des progressiven Gezupfels bleibt, werden sehr dekorativ und nicht anbiedernd folkloristische Elemente hinzugefügt, die der ganzen Musik das Prädikat "Progressiv" verleihen. Hier werden sehr schön diverse Stilmittel der Rock- und Folkmusik miteinander verbunden, wie ich es schon lange nicht mehr gehört habe. Einziger kleiner Wehrmutstropfen an der ganzen Scheibe ist die noch ausbaufähige Stimme von Sänger Lior Seker.
Aber auch da hat der geniale Kopf der Gruppe Ideen gehabt und lässt bei Haze, einem sich langsam aufbauenden 7-Minüter mit fast schon metal-punkigen Ende, Petronella Nettermalm ans Mikro. Das ist nicht nur ein witziger Name, sondern im Hauptberuf auch die Sängerin der Neo-Progger PAATOS aus Schweden [und eine ausgesprochen hübsche Petronella ist das auch noch; Red.]. Damit aber nicht genug. Schon BLACKFIELD war eine Spitzenbesetzung mit u. a. Steve Wilson am Gesang. Bei EPHRAT hat sich allerdings jener nette junge Mann mit dem Produzentensessel zufrieden gestellt und stattdessen Kollegen Daniel Gildenlöw (PAIN OF SALVATION) bei The Sum Of Damage Done den Gesang übernehmen lassen. Dass damit die Messlatte für die beiden anderen Sangesmenschen sehr hoch gelegt wird, versteht sich von selbst und ist für den Debütanten nicht erreichbar. Aber Erfahrung kann man ja sammeln.
Mit Blocked gibt es ein gut nach vorne rockendes Instrumentalstück und mit dem abschließenden Real werden noch mal alle musikalischen Register gezogen. Sei es, dass man leichte Einflüsse von den BEATLES verwurschtelt oder die Fanfaren erschallen lässt, während nebenher die Gitarren sich in Soloeinlagen ergießen oder nach vorne rocken - egal, was auch immer passiert, für mich ist das letzte Stück das herausragendste aus einem Album, das an Ausfällen nichts verzeichnen kann.
EPHRAT ist hoffentlich noch eine gute und lange Zukunft beschieden, denn das Debüt macht schon mächtig was her.
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