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| Decadent Light, ProgRock Records, 2008 |
| Michael Eager |
Vocals, Guitar |
| Peter Matuchniak |
Keyboards, Guitar |
| Jim DeBaun |
Bass |
| Paul Sheriff |
Drums |
| Gäste: |
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| Tali Azerad |
Vocals |
| David Gilman |
Sax, Flute, Violine |
| Produziert von: John Vestman |
Länge: 50 Min 25 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Number 16 | 7. Must Have Been The Future |
| 2. War | 8. Baby Come Back |
| 3. Listen Up | 9. Voyager |
| 4. Judgement Day | 10. Write |
| 5. Rolling Along | 11. Goodbye |
| 6. Saturday's Gone | |
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Manchmal muss ich mich schon wundern, was alles so unter dem Deckmantel "Progressive" veröffentlicht wird. Denn was momentan aus den Boxen erschallt passt in mehrere Schubladen, wie z.B. Alternative, Rock, Psychedelic und/oder auch Country. Progressive Klänge höre ich hier allerdings eher wenige.
Es geht um EVOLVE IV, die sich durch eine Internet-Bekanntschaft des Engländers Peter Matuchniak (MACH ONE, JANYSIUM) mit dem Amerikaner Michael Eager (VITAMIN FUNK, MIND EXPANSION, HED) formiert hat. Durch den Schlagzeuger Paul Sheriff und den Bassisten Jim Debaun wurde die Band komplettiert und EVOLVE IV war geboren. Übrigens, das englische Wort "evolve" bedeutet im deutschen "entstehen" oder "entwickeln". Eigentlich ein passender Name, den sich die Band ausgesucht hat, denn sie sind durch das I-Net 'entstanden', und bemüht ihren eigenen Stil zu "entwickeln".
Musikalisch bestimmen zumeist die Gitarren das Geschehen und die einzig erkennbare progressiv angehauchte Nummer im amerikanischen Stil ist Number 16 und erinnert mich stellenweise an IZZ. Bei der Klangfarbe der Stimme des Mr. Eager kommt mir andeutungsweise Xavier Phideaux in den Sinn, allerdings klingt der Gesang nölender, um es mit Friedemanns Worten auszudrücken [Anm. Friedemann Schmidt ist unser Held aus der Nähe des Ruhrgebietes; Red]. Eine sehr schöne Arbeit des Gitarristen bekommt man bei War serviert. Hier wurden Elemente verwendet, wie man sie z.B. von LED ZEPPELIN des Öfteren hört.
Die Songs bewegen sich alle im mittleren Tempo, so auch Listen Up, bei dem Blasinstrumente, Flöte und Saxophon tolle Akzente setzen. Im Zuge meiner Recherche besuchte ich auch die MySpace-Seite der Truppe, und dort werden allerlei Einfluss gebende Bands genannt, wie GENESIS, GRATEFUL DEAD, Paul Simon, THE BEATLES, COLDPLAY und PINK FLOYD. Ja, die zuletzt erwähnten hört man auch deutlich in Rolling Along und Saturday's Gone, in diesen beiden Tracks setzt die Gastsängerin schöne Betonungen, die an FLOYDs "The Dark Side Of The Moon" erinnern.
Baby Come Back ist für mich reine Country Musik und Voyager eine schöne instrumentale Nummer. Das zweitletzte Stück Write hätte auch von PHIDEAUX stammen können, so stark sind hier die Ähnlichkeiten, insbesondere da diese auf ihren Alben einen ähnlichen Stilmix bieten.
Ich habe ja schon geschrieben, dass "evolve" übersetzt "entstehen" oder auch "entwickeln" heißt. Letzteres trifft ebenfalls auf die Band zu, denn sie haben versucht, aus den Einflüssen anderer Bands ihren eigenen Sound zu entwickeln, was allerdings nur teilweise geglückt ist. So werden wir von EVOLVE IV auf "Decadent Light" mit Musik berieselt, die einen zwar nicht vom Hocker haut und in der progressive Klänge eher eine untergeordnete Rolle spielen, die aber ansonsten ganz nett anzuhören ist.
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