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| Poles, ProgRock Records, 2008 |
| Jessica Letho |
Vocals |
| Hugo Flores |
Guitar, Bass, Keyboards, Drums |
| Gast: |
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| Chris Brown |
Fretless Bass (Electric Boom) |
| Produziert von: Hugo Flores |
Länge: 47 Min 06 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Transmission Fails | 7. Stream Of Evil |
| 2. The Sight Of A Better Universe | 8. Peace Echoing |
| 3. Air Powerplant | 9. Generator Of Illusions |
| 4. Factory Of Dreams | 10. Electric Boom |
| 5. Gliding Above The Ocean Of Memories | 11. Crossing The Bridge To The Positive Pole |
| 6. The Piano In The Sea | |
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Da steht sie nun, in Weiß gekleidet und das Wasser rinnt ihr durch die Finger. Soll sie es auf die helle oder auf die dunkle Seite der Welt tropfen lassen? Eine Entscheidung vermag sie nicht zu fällen, deswegen tropft es auf beide Seiten. Die Sonne scheint ja schließlich auch auf die Guten und die Bösen. Als ist es ihr scheinbar egal, dass sie alles vollkleckert und trotzdem keinen damit stört.
Genauso fühle ich mich beim Hören dieser Premierenscheibe des Duetts FACTORY OF DREAMS. Das ist Musik, die nicht stört! Wer auf dem Feld der atmosphärischen, von Frauenstimmen dominierter Rockmusik etwas ernten will, muss sich gehörig anstrengen, immerhin haben dort schon Hochkaräter wie WITHIN TEMPTATION, NIGHTWISH, EDENBRIDGE und andere Bands kräftig die Ernte eingefahren.
"Poles" ist nicht uninspiriert, aber es langweilt. Die Kompositionsaufbauten kennt man in- und auswendig und hat man schon anderweitig besser und vor allem druckvoller gehört. Das Schlagzeug scheppert fröhlich getriggert und gesampelt vor sich hin, die Keys langweilen irgendwann mit fast immer gleichen Sound, die Gitarre zerbricht eher am eigenen Klang als dass sie Druck aufbaut und die Stimme von Jessica Letho klingt zu krampfhaft nach den Vorbildern, ohne diese zu erreichen. Einzig der Bass kann in weiten Teilen überzeugen, genauso wie die Intros, die es schaffen, dass man nicht sofort auf Skip drückt, sondern zumindest die Anfangssequenz abwartet, in der Hoffnung, dass es besser wird. Wird es aber leider nicht.
Hätte man sich ein wenig mehr mit der Produktion beschäftigt und nicht alles in die Hände von Mastermind Hugo Flores und seinem Kumpel Chris Brown (der auch ab und an den Fretless Bass bedient) gelegt, aus FACTORY OF DREAMS hätte durchaus etwas werden können. So werden aber in der Traumfabrik aufgrund weltweiter Ohrenkrise bald die Lichter ausgehen. Sorry, aber das war nix.
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