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| Fangs!, BEC Recordings/Tooth&Nail, 2009 |
| Jessy Ribordy |
Guitar, Vocals, Keyboards, Synthesizer |
| Jeremy Miller |
Bass |
| Josh Stroy |
Drums, Percussion, Loops |
| Gäste: |
| Casey Creszenco |
Guitars, Vocals |
| Produziert von: Casey Crescenzo |
Länge: 46 Min 53 Sek |
Medium: CD |
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| 1. A Colour Eoptian | 7. Panic And Geo-Primaries |
| 2. Lotus And the Languorous | 8. The Moon And Sixpence |
| 3. Streams Of Woe At Acheron | 9. The Goodess Of Dayspring, Am I |
| 4.Magician Reversed | 10. The Sidewinder Flux |
| 5. Golden Arrows | 11. The Chilling Alpine Adventure |
| 6. The King's Garden | 12. Swimming Towards Propellers) |
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Wow, da ist aber eine Band auf dem Weg erwachsen zu werden. Aber der Reihe nach. Anfang diesen Jahrtausend taten sich zwei Highschool-Kumpels in den Staaten zusammen und begannen Lieder zu schreiben. Wie es der glückliche Umstand so wollte, hatte diese beiden Jungs Freunde in einer amerikanischen Band namens KUTLESS. Diese wiederum kannten den Inhaber des christlichen Labels Tooth & Nail ganz gut und gaben diesem ein Demotape der Highschool-Jungs. Unter dem Namen FALLING UP - der sich aus einem der ersten Songs, den sie schrieben ableitet - wurde dann 2004 das erste Soundprodukt der Welt vorgestellt. Leider erreichte dieses Album schon mal nicht meinen Player. Ziemlich genau ein Jahr und sieben Monate später ließ man Album #2 mit dem Namen "Dawn Escape" auf die Menschheit los. Auch das fand erstmal nicht seinen Weg zu mir. Dann aber kam der 02. Dezember 2006 und damit die ChristmasRockNight in Ennepetal. Dort standen an diesem kalten Vorweihnachtstag fünf Jungs und gefühlte 210 % pures Adrenalin auf den Bühnenbrettern und hauten der Meute ihre Riffs um die Ohren, dass es nur so krachte. Dabei vollführte der Sänger beim Singen permanent Saltos auf der Bühne und ließ nebenbei noch so manche Screams los - ich war beeindruckt und legte mir sofort ihre 2. CD und den damals aktuellen Dreher #3 "Exit Lights" zu. Die Resonanz meinerseits war zweitgeteilt. Zum einen konnten die Jungs das energiegeladene Level der Bühne im Studio nicht so umsetzen wie auf der Bühne. Das wäre noch zu verschmerzen gewesen, sind doch die meisten Bands auf der Bühne rauher als im Studio. Was mich irritierte war die Tatsache, dass FALLING UP bei "Exit Lights" ein Remix-Album auf den Markt warfen und da sehr mit TripHop und Ambientklängen ihre Songs versaunöselten. Somit war FALLING UP schneller Geschichte als meine Kinnlade nach dem überzeugenden Gig wieder nach oben gehen konnte. Schade, denn sie waren nicht eine der typischen amerikanischen Jungrüpel-Rockbands, sondern verstanden es schon damals, geschickt mit Samples und Loops ihren rifforientierten Songs eine eigene Note zu verpassen. Und so kam es wie es kommen musste - auch das Werk #4 "Captiva" lief ungehört an mir vorüber. Das war vielleicht ein Fehler, ich werde diese Scheibe beizeiten mal nachhören müssen.
Nun wurde in einem der letzten Newsletter des freundlichen Medienhauses GERTH die neue Scheibe von den Amis angepriesen und zwar so, dass ich doch wieder neugierig wurde. Da stand nämlich "…und auch in musikalischer Hinsicht unterscheiden sich die neuen Songs von dem, was man bisher von "Falling Up" gewohnt war: Ihr Sound ist experimenteller, verträumter und weniger treibend als auf ihren bisherigen Alben." Und es stand noch was von "Konzeptalbum" da. Nun, das konnte ich mir bei diesen Jungspunden nun beim besten Willen nicht vorstellen. Also CD geordert, eingelegt und … wow, da ist aber eine Band auf dem Weg erwachsen zu werden. Womit wir wieder bei der Einleitung wären. Bei "Fangs!" handelt es sich tatsächlich um ein Konzeptalbum und zwar aus der Feder des Bandkopfs Jessy Ribordy. Der Mann hat ein Fevel für Science-Fiction-Storys und schreibt auch selbst welche. So handelt "Fangs" in seinen zwölf Songs von seinem Werk "Neptuenn's Carven", einem fernen Planeten, auf den sich der Held der Geschichte aufgemacht hat, um zu sehen, wer die Kinder in seinem Land mit den goldenen Pfeilen erschossen hat. Klingt abstrus, ist es in meinen Augen auch - aber die Musik. Ich weiß nicht, an wen hier alles bei der Songschreiberei gedacht wurde. Es klingt nach Zutaten von Pink Floyd's, Barclay James Harvest, Toto, THE MARS VOLTA und hier und da mächtig rockenden Gitarren. Immer wieder werden geschickt Loops und Samples eingebaut, sphärische Klänge wechseln sich mit vertrackten Rockern ab, voicecoderveränderte Stimmen treffen auf harmonische Gesangsmelodien, nehmen mit auf eine Reise durch die Ups & Downs der Geschichte. Von herrlich melancholisch bis mutig voranstampfend ist alles dabei was das Herz des Proggies und Siebzigerjahre-Musikfreund höher schlagen lässt.
Alle Achtung, damit habe ich tatsächlich nicht gerechnet. Aber so kann's gehen! Ich könnte mir auch vorstellen, dass bei den Konzerten inzwischen nicht mehr die Jungspunde rumturnen, sondern ganz gepflegt im Jamstyle die Bühne zerlegt wird. Würde mich freuen, die Amis mal wieder in unseren Breitengraden zu erleben, leider dieses Jahr noch nicht auf der ChristmasRockNight
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