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| Damnation, Epicus Records, 2008 |
| Thomas Hansen |
Lead Guitar, Vocals |
| Ole Myrholt |
Drums |
| Gäste: |
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| Roland Grapow, Dominique Leurquin, Jonas Hörnqvist, Lesse Jensen |
Guitar |
| Andreas Passmark |
Bass |
| Michael Troy, Fabrizio Muratori |
Keyboards |
| Ola Halen |
Additional Vocals |
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Länge: 43 Min 42 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Damnation | 6. Cyborgs From Hell |
| 2. Masters Of The Sea | 7. The Savior (will come) |
| 3. Firestorm | 8. A Hero In All |
| 4. The Wizard's Return | 9. Salvation Is Here |
| 5. You Are A Liar | |
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GAIA EPCUS, einfach nur eine weitere stupide Heavy Metal-Kapelle?
Nun ja, laut Bandinfo marodieren sie auf ihrer vierten Scheibe "Damnation" mit "High class melodic metal with hints of: power, speed, prog and thrash" durch die norwegischen Hochöfen. Für den Zyniker mag das klingen wie aufgesetzter Beischlaf-Erschleichungs-Metal, bei dem sich der Sänger stellenweise in Richtung Hypertonus brüllt (power), während die Sologitarre wie ein Bienenschwarm klingt (speed) und die Band aufgrund von Ideenlosigkeit Kunstpausen einlegen muss (prog), derweil der Gitarrist seine Soli verhunzt (thrash). Dem aber ist nicht so.
Vielmehr reicht die Spreizung tatsächlich über die zitierten Farben des Spektrums, wobei der Thrash-Anteil allerdings in Deckung bleibt, was auch nicht weiter schlimm ist. Auffällig sind die trotz der Tradition des Genres knackig ausgefallenen Riffs. Aus solchen Erzen waren einmal Eiserne Jungfrauen geschmiedet und Pfaffen des Judas gegossen.
Genau an den richtigen Stellen akzentuiert Trommler Ole Myrholt die Schmelze mit wüsten Double Bass-Attacken. Dazu gesellt sich gelegentlich eine auflockernde Keyboard-Einlage oder eines der ordentlichen Gitarrensoli, die allerdings ein Quäntchen zu laut mitmischen.
Manchmal gehen die Stücke schon in Richtung RAGE oder HELLOWEEN, was aber eher ein Lob als einen Tadel darstellt. Trotzdem suchen und finden GAIA EPICUS durchaus ihre eigene Nische. Natürlich erfinden sie keine gänzlich neue Legierung was "High class melodic metal with hints of: power, speed, prog and thrash" angeht, aber sie wirken durchaus glaubwürdig und authentisch.
Anspieltipps auf "Damnation" sind die Uptempo-Brauser Firestorm und The Savior (will come) sowie das griffige A Hero In All.
In Cyborgs From Hell wollen die Musikanten allerdings zuviel, was der Nummer letztlich nicht gut bekommt. Die Melodien grenzen ans Infantile und der generelle Hang der Band zu inflationären "Oh-ho-hos" schickt die Nummer leider nahe an den Durchschnitt, obwohl die Gitarrenarbeit ein wirklicher Hinhörer ist. Richtig sympathisch macht die beiden Musiker übrigens das fesche Borg-Outfit im Booklet.
Als norwegischer Beitrag zum Grand-Prix taugt ohne weiteres die erste Hälfte des Schunklers Salvation Is Here. Die Gesangslinien retardieren geradezu um die Wette, bis die tollen Key- und Gitarrensoli der Nummer ein neues, schlüssigeres Gesicht geben.
Gegründet wurde GAIA EPICUS 1992, bestieg wie üblich bald das Bandkarussell, bis von den ursprünglichen, hungrigen Freunden, die die Welt aus den Angeln heben wollten, nur noch Sänger und Gitarrist Thomas Hansen übrig blieb. Irgendwann gesellte sich dann Drummer Ole Myrholt dazu. Aber mehr als zwei Leute braucht eine Band auch nicht, wenn man genug Kollegen findet, die bei der Studioarbeit helfen. So fanden sich diesmal nicht weniger als sieben Mitstreiter ein, unter anderem MASTERPLANs Thomas Grapow und RHAPSODYs Dominique Leurquin. Welche Söldner die Parts bei den Live-Gigs übernehmen, steht sicherlich bald auf einer anderen Seite.
Trotz der bezaubernden, barbusigen Schönheit ist der Blickfang des Covers eigentlich der putzige Kampfroboter direkt unter ihr. Weil das die Band wohl auch so sieht, ziert er die Rückseite noch einmal alleine. Die kalten Augen harmonieren in gekonnter Weise mit den Wummen, die an seine Unterarme angedengelt sind.
"Damnation" ist für den Schöngeist ebenso zart genug wie ausreichend rüde für den Echtmetaller. Wer trotz Wirtschaftskrise noch ein paar Kröten übrig hat, kann locker zugreifen. Für eine vorsätzliche Breitseite unter Bier reicht es alle Male.
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