HoR Logo kl CD-Review:

Logo Hangar

The Reason Of Your Conviction

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Hangar > The Reason Of Your Conviction

Link Homepage:
Offizielle Hangar Homepage
Link Homepage:
Hangar @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Wacken Records
Link Vertrieb:
SPV
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
The Reason Of Your Conviction
Hangar
The Reason Of Your Conviction, Wacken Records/SPV, 2008
Nando Fernandes Vocals
Eduardo Martinez Guitars
Fábio Laguna Keyboards
Nando Meile Bass
Aquiles Priester Drums
Produziert von: Tommy Newton Länge: 43 Min 35 Sek Medium: CD
1. Just The Beginning6. Captivity (A House With A Thousand Rooms)
2. The Reason Of Your Conviction7. Forgotton Pictures
3. Hastiness8. Everlasting Is The Salvation
4. Call Me In The Name Of Death9. One More Chance
5. Forgive The Pain10. When The Darkness Takes You

Die brasilianische Band HANGAR gründete sich bereits im Jahr 1997. Doch außer Schlagzeuger Aquiles Priester ist aus der Gründungsformation niemand mehr mit am Start. Zumindest nicht im Jahr 2007, als die Scheibe "The Reason Of Your Conviction" bereits in Japan erschien. Deshalb auch hier der Hinweis, dass sich auf der Japan-Version ein zusätzlicher Song namens Your Skin And Bones befindet. Das Label Wacken Records präsentiert uns nun den Silberling auch in Europa. Und das ist auch gut so.

Gerade im Bereich des melodischen Power Metals haben die Südamerikaner zwischendrin immer wieder etwas zu bieten. Allein die Tatsache, dass Priester auch die Felle für ANGRA gerbt, ließ einiges vermuten. Dabei hatte ich mich zuletzt anlässlich der Veröffentlichung von HIBRIA und deren "Defying The Rules" im Jahr 2004 so richtig und ausführlich mit brasilianischer Rockmusik befasst. Und auch jetzt bin ich wieder mehr als positiv überrascht, denn HANGAR haben ihre Hausaufgaben überordentlich gemacht.
Man merkt, dass die Jungs anfänglich Coverversionen in Richtung STRATOVARIUS und HELLOWEEN spielen wollten. Mit Nando Fernandes haben sie am Mikro-Stativ eine richtige Bank, der in vielen Momenten gesangstechnisch einem Ronnie James Dio oder auch einem Jorn Lande huldigt. So ist es, insbesondere durch die vielen integrierten Synthie-Sounds, auch nicht verwunderlich, dass sich u. a. MASTERPLAN in den ausgeklügelten Kompositionen von HANGAR wieder finden. So manch einer mag sogar SYMPHONY X erkennen, Russel Allan dürfte sich im Duell jedoch leicht behaupten können.

Die Melodie wird groß geschrieben, und doch kann man nicht von einem einfachen Melodic Metal-Act sprechen. Alles wirkt ausgereift und bis ins letzte Detail geplant. Man hat Geschmack und weiß von Anfang bis Ende zu überzeugen. Logischerweise erfinden HANGAR kein einziges Rädchen neu, sondern sie haben sich ganz einfach jeweils das Beste ihrer Kompagnons aus dem Genre angeeignet.
Was immer uns das Intro auch übermitteln möchte, es erscheint einfach belanglos. Fakt ist, dass unmittelbar danach mit dem Titeltrack die Luzie abgeht. Soll heißen, Up-Tempo ist angesagt. Äußerst treibend, sehr, sehr guter Sound (da wurde im Celler Tonstudio unter der Aufsicht von Tommy Newton ganze Arbeit geleistet) und absolut grundsolide. Das ändert sich mit der Folgenummern Hastiness keineswegs. Keyboarder Fábio Lugano und Gitarrist Eduardo Martinez scheinen sich die Hauptrollen in den Stücken jeweils aufzuteilen. Das ganze funzt natürlich nur, solange der Rest der Band in der Lage ist, ein sicheres Fundament für ausschweifende Solo-Ausflüge zu legen.

Haarsträubend sind Aussagen, dass nun auch noch HANGAR dem Progressive Metal zugeordnet werden. Da braucht der Freak keine Angst zu haben, bestes Beispiel ist Call Me In The Name Of Death, welches äußerst schick, aber so was von straight aus den Boxen klatscht. Klischeebehaftet "balladiert" man durch das Universum des melodischen Power Metals. Dafür wird in dem anschließenden Forgive The Pain das Gaspedal wieder nach unten gedrückt. Hin und wieder wird es sogar etwas düster (Captivity - A House With A Thousand Rooms) und mit One More Chance hören wir sicherlich die charttauglichste, aber auch ausgebuffteste Nummer. Damit reihen sich HANGAR endgültig in die Reihen der bereits genannten Verdächtigen ein.

Bleibt anzumerken, dass es sich bei "The Reason Of Your Conviction" um ein Konzeptalbum handeln soll. Für mich nichts anderes als ein Gag fürs Werbeportal. Dabei haben es die Brasilianer gar nicht nötig, denn sie präsentieren uns mit ihrem 3. Output einen absolut gelungenen Silberling. Hoffentlich dauert es nicht wieder 7 Jahre bis zur nächsten Veröffentlichung. Schöner Gruß nach Porto Alegre!

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 22.06.2008

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Hangar > The Reason Of Your Conviction

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum