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Even Keel

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Even Keel
Even Keel, BLP Music, 2011
Zsolt Borbély Drums
Björn Lodin Vocals, Guitar
Gabor Mirkovics Bass
Zsolt Vámos Guitar
Länge: 43 Min 34 Sek Medium: CD
1. Truth Or Dare6. Speeding Into Slow
2. Bitten By You7. Somewhere
3. Pretty Little Liar8. Keep Out
4. Promises9. Scream Out To Be Heard
5. I Wanna Rock You10. In Your Arms

Wie schrieb unser beliebter Kollege anläßlich HARDs letztem Versuch "Time Is Waiting For No One: "Im Gravitationszentrum des klassischen Hard Rocks, da, wo alles hinfließt und irgendwie verwurstet wird. Wie ein schwarzes Loch - alles geht rein, aber nix kommt raus!" Um zu enden, dass das gut verdaulich und unterhaltsam ist, aber bar jeglicher Originalität.
Nun also der nächste Versuch aus der Tiefe der Puszta direkt in unser Ohr - und so richtig originell ist das immer noch nicht. Hard Rock eben. Aber zum einen wesentlicher druckvoller und besser produziert als das letzte Mal - "One … Two …Three …" und los geht's mit dem Geradeaus Rocker Truth Or Dare. Und danach gibt es, bis auf zwei Balladen, keine Ruhe mehr. Stellenweise stadiotauglich (I Wanna Rock You) und breitwand, wird hier über weite Strecken kräftig an Jorn's Thron gerüttelt - noch nicht so, dass er umfällt, aber da! Er wackelt!

Neben dem Plus - die Produktion - gibt es als ein leichtes Minus die etwas weniger ins Ohr gehenden Songs - die Hooklines sind nicht so gelungen wie beim letzten Mal. Beim Versuch, weg von allzu konventionellen Hard Rock hin zu mehr Power Rock modernerer Art zu gelangen, ist leider davon etwas auf der Strecke geblieben. Und so würde ich tatsächlich heute die letzte CD besser bewerten - die Songs waren einen Tuck besser. Aber: "One … Two …Three …" und los geht's - das ist schon richtig schön feister Rock, wipp-die-Sohle-snap-den-Finger. Und die Songs gehen auch nicht völlig am Ohr vorbei, soweit gehe ich nicht. Vamos famose Gitarensolos sind noch etwas mehr auf den Punkt, das Ganze hat schön fetten Groove. Also nix zu meckern, eigentlich.
Die Riffs sind gut gesetzt und man erinnert sich an sie, Tempowechsel sind clever gemacht (höre Speeding Into Slow, ein Highlight, oder Keep Out), aber vor allem - wie gesagt - es rockt. Middle Of The Lava.

Spannend auch, dass der letzte Song eine fünf Minuten lange, akustische Ballade ist - und das zum Albumabschluss - muss man erst mal wagen. Kann man durchaus kaufen, durchaus.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 26.05.2011


 
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