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| Feel The Heat, TomatoM Records, 2008 |
| Trevor Horsfall |
Vocals, Guitars |
| Matt Horner |
Keyboards |
| Bob Tunnoch |
Bass |
| Tom Eakin |
Drums |
| Produziert von: TomAtom |
Länge: 40 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Back To New Orleans | 7. Slippin' And Slidin' |
| 2. One More Second Chance | 8. Headin' Home |
| 3. My 57 Chevy | 9. Ride That Dream |
| 4. Lone Star Train | 10. Feel The Heat |
| 5. Time For A Change | 10. Not Forgotten |
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Da steht einer vor einer alten Fabrik mit einer alten Strat in der Hand. Und der heißt Trevor Horsfall. Hat also nichts mit gefallenen Pferden oder ähnlichem zu tun, sondern ist ein Hausname. Aufatmen bei allen Pferdefreundinnen ab sechs Jahre. Gut. Die Strat hat vorn zwei weiße Singlecoils und hinten einen schwarzen. Besteht also die Möglichkeit, dass der hintere ein untereinander gewickelter Humbucker ist, sonst sieht's mit dem Sound auf dieser Scheibe wirklich bitter aus.
Zwar ist auf der Innenseite des Booklets tatsächlich auch eine Dobro zu sehen, aber ich glaube nicht, dass darauf auch gespielt wird, jedenfalls gibt das knappe Booklet keine Information darüber, und einen Waschzettel habe ich nicht. Dafür gibt's aber eine Menge Texte darin, viele davon mit Refrain, was nicht so für Blues spricht. Aber nun gut, okay: Klappe auf, CD rein.
Meine Wünsche sind in Erfüllung gegangen, meine bösen Vermutungen haben sich vorerst in Luft aufgelöst. Der hintere Tonabnehmer ist ein Humbucker und die Refrains sind halbe Strophen, nach denen zu einem Solo abgehoben wird. Merkwürdig finde ich nur den Schluss von Back To New Orleans: Während Trevor Horsfall noch einmal zu einem richtigen Soloflug anheben will, zeigt ihm die Band wohl, dass sie keine Lust mehr hat. Das Stück taumelt irgendwie aus und summt so bis zum Schluss.
Gleich die zweite Nummer, One More Second Change, ist absolut kein Blues, sondern eine billige Schnulze und ich fürchte, nicht die letzte auf dieser CD. Denn My 57 Chevy geht so weiter. Okay, das Solo ist möglicherweise ganz nett, aber ich bin nicht auf Schnulzen geeicht, sondern auf Blues und hin und wieder mal auf Southern Rock.
Lone Star Train ist ein verkitschter Westernsong der übelsten Sorte. Na, mit dieser Scheibe bin ich schnell fertig. Noch wenige Minuten und ich reiße die CD aus dem Player. Da helfen auch die gefälligen Soli nichts. Oh weh, jetzt faucht auch noch der Lone Star Train in Gegenrhythmus durch das Stück.
Kommt jetzt ein Blues? Fängt gut an. Ja, Time For A Change lass ich als halbrichtigen Blues durchgehen. Wenn auch das zarte Saitengestrippe am Ende ... na ja. Und dann kommt Slipping And Sliding, endlich wieder ein richtiger Blues, oder? "Slip, slide, swing and sway, slipping and sliding cross the USA" ist zwar ein merkwürdiger Text, aber im richtigen Rhythmus gesungen passt er dennoch in einen Blues.
Hören wir doch mal, was bei Heading Home so abgeht: Schnulze oder Blues? Mist! Schon wieder eine Schnulze. Da kann man noch die besten Bluessoli herumdudeln, wenn der Song kaputt ist, dann ist einfach alles kaputt. Nicht viel anders ist es bei Ride That Dream. Zwar gebärdet sich der Song recht rockig, aber letztlich ist er doch nur Bockmist. Und bei Feel The Heat haben wir das gleiche Phänomen: Fängt mit einem bluesigen Solo an, entwickelt sich dann aber zu einer Schnulze. Über Not Forgotten brauche ich dann gar nichts zu erzählen.
Eine ganze CD mit drei Bluestiteln und vielen merkwürdigen Liedern. Na, das ist mal wieder eine CD, die bei uns mit dem Mülleimer und der Ehrenbezeichnung "Schrott" ausgezeichnet wird. Wir haben im Home of Rock Platz für alle Spielarten des Rock und des Blues, aber für Schnulzen haben wir keinen. Oder wie mein Kollege Friedemann vor einigen Tagen sagte: Manche Dinge sollte man einfach für sich behalten. Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
[Doch. Trevor Horsfall ist auch auf der guten CD "Texas Cufflinks" von ZED HEAD zu hören. Red.]
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