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Imogene

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Imogene
Imogene, Intrepid Sound Recordings, 2007
David Melbye 8-String Bass
CJ Cevallos 4-String Bass
Gabe Cohan Electric Piano & Organ
Andy Campanella Drums & Percussion
Produziert von: David Melbye Länge: 48 Min 48 Sek Medium: CD
1. Happy Communing7. Daath
2. Paper Dolls8. Seraphim
3. Sunny Day Child9. Tongue And Groove
4. Wormwood Raindrops10. Dark Room
5. Not To Be11. Slow Dive
6. Wasteoids12. Quoth I

Gar nicht so einfach machen es einem die Jungs aus Los Angeles von IMOGENE um Frontmann David Melbye. Zwei Bassisten, ein achtsaitiger Bass als "Gitarrenersatz" und eine Musik zwischen dunkel und groovend. Psychedelia mit Alternative-, Stoner- und NeoGarage-Einflüssen, die von der Grundstimmung an eine funkig angehauchte Version von MORPHINE (natürlich ohne das Bariton-Saxophon) erinnert. Dennoch eine melodiöse Grundausrichtung und eine geheimnisvol anmutende Performance von Melbye als Sänger führen dazu, das die schreibende Zunft unruhig wird und ie Vergleiche ziemlich wild querschiessen. Das geht von THE DOORS über PINK FLOYD bis hin zu QUEENS OF THE STONE AGE (wobei ich die MASTERS OF REALITY naheliegender finde).

Melbye selbst gibt auch vielfältige Inspirationen an, neben den immer wieder zu erwähneneden (frühen) PINK FLOYD auch Rhythm & Blues, Soul oder Filmmusik, speziell zu italienischen Filmen. Die Aufnahmen zu der nun auch in Deutschland erhätlichen CD sind schon etwas älteren Datums, mittlerweile sind Bassist und Drummer durch neue Leute (einen Bruno aus Italien und einen Roberto aus El Salvador) ersetzt und neues Material ist in Arbeit. Mir persönlich ist die Musik noch etwas zu unausgegoren, zu viele Zutaten gelangen in den Topf, der Sound ist auch zu dumpf, ohne dabei richtig doomig zu sein, weil dafür der letzte Druck fehlt. Gleichwohl haben Songs wie Paper Dolls oder Happy Communing durchaus eine geradezu hypnotische Anziehungskraft mit ihrer dunkel-psychedelischen Ausrichtung.

Vielleicht wäre Filmmusik durchaus ein vielversprechendes Projekt für diese Band, die in Europa sicherlich auf offenere Ohren stoßen wird als in ihrer amerikanischen Heimat. Also, mal abwarten wie sich das entwickelt mit IMOGENE, die Musik ist sicherlich nicht unspannend und es gibt einiges zu entdecken und wenn es gelingt, die Ideen noch ein wenig zu bündeln und zu kanalisieren, könnte das eine richtig gute Sache werden.

Ralf Stierlen, (Impressum, Artikelliste), 17.05.2007

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