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| Live, Eigenvertrieb, 2009 |
| Jimmy Bowskill |
Guitar, Vocals |
| Warren Deader |
Bass |
| Dan Neill |
Drums |
| Produziert von: Jimmy Bowskill |
Länge: 61 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Far From Reality | 7. Drifting Haze |
| 2. Rattlesnake Shake | 8. Diamond Ring |
| 3. Walk in My Shadow | 9. Ride A Pony |
| 4. Loser | 10. Karadag |
| 5. Be Mine | 11. Three O'Clock In The Morning |
| 6. Broken Down Engine | 11. Link Into Your Chain |
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Als ich die JBB das erste Mal in Aschaffenburg als Vorband zu WISHBONE ASH sah, war ich ja schon sehr angetan, wie man las.
Die Setlist auf der nun vorliegenden CD ist in weiten Teilen der damaligen vergleichbar - aber die Jungs haben das nun eben auch wesentlich häufiger gespielt; und die Band ist zwar dieselbe wie damals, aber 'gewachsen'. Das heißt, dass die ganze Sache eine Reife erreicht hat, die damals so vielleicht noch nicht ganz vorhanden war. Jimmys Leistungen an der Gitarre (hört mal, wie er das Solo im Rattlesnake Shake beginnt: auf der Slide den einen Ton haltend, und dann langsam nach oben fahrend, bis die ganze Sache explodiert - superscharf!), und auch als Sänger - der Junge hat richtig Stimme, und kann richtig gut singen - sind über jeden Zweifel erhaben.
Und: Jimmy hat mittlerweile Kossoff ziemlich verinnerlicht, das Solo auf Loser könnte direkt von Paul K. sein. Denn Jimmy und Koss haben eins gemeinsam: Zeit. Die Ideen werden langsam entwickelt, und dem Solo wird der benötigte Raum gegeben, zu wachsen und zu wirken - weiterer Beweis: Three O'Clock In The Morning. 256tel Noten sucht man hier vergebens.
Die Backing Band um Dan Neill und Warren Deader (was für eine Name) ist richtig gut, und treibt voran wo nötig; hält sich zurück, wo angesagt.
Geboten werden eben Eigenkreationen und Fremdes (u.a. eben der Shake von Mr. Green, Ride A Pony und Walk In My Shadow von FREE), und beides steht gleichberechtig und gleich gut nebeneinander. Die Produktion ist gut, saftig ohne hart oder rau zu sein, und ich würde mal denken, dass sie Jimmys Wesen ganz gut widerspiegelt - man kann sich nur schwerlich vorstellen, dass er Piranhas in einen Swimming Pool voller Groupies wirft.
Da ist eigentlich eine Sache verwunderlich: ein Innovator ist Jimmy sicherlich nicht, man könnte das Ganze also schnell (vorschnell!) als altbacken abtun. Aber das alles klingt so wohltuend vertraut. Und das Vertraute wird so gut geboten, dass man sich richtig freut, wenn man ein Solo auf diese Art 'mal wieder' hört.
Ein Rundum-Wohlfühl Bluesrock Paket. Any place, any time, anywhere!
Die JBB kommt im November nach Deutschland - diese CD macht definitiv Lust auf das Konzert und auf JBBs Musik. Und ich wage die Prognose, dass Jimmys Meisterwerk noch vor uns liegt.
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