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The Right To Rock

(25th Anniversary Edition)

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Streets Of Rock & Roll

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The Right To Rock
Streets Of Rock & Roll
The Right To Rock (25th Anniversary Edition), Frontiers Records, 2010 (1985)
Ron Keel Lead Vocals, Guitar
Kenny Chaisson Bass, Vocals
Marc Ferrari Guitar, Vocals
Bryan Jay Guitar, Vocals
Dwain Miller Drums
Produziert von: Gene Simmons Länge: 43 Min 49 Sek Medium: CD
1. The Right To Rock7. Speed Demon
2. Back To The City8. Get Down
3. Let's Spend The Night Together9. You're The Victim (I'm The Crime)
4. Easier Said Than DoneBonus Tracks:
5. So Many Girls, So Little Time10. Easier Said Than Done (Remix)
6. Electric Love11. The Right To Rock (New Version)
Streets Of Rock & Roll, Frontiers Records, 2010
Ron Keel Lead Vocals
Geno Arce Bass
Marc Ferrari Guitar
Bryan Jay Guitar
Dwain Miller Drums
Gast:
Jaime St. James Background Vocals
Produziert von: Pat Regan Länge: 50 Min 16 Sek Medium: CD
1. Streets Of Rock & Roll 7. The Devil May Care (But I Don't)
2. Hit The Ground Running8. Lookin' For A Good Time
3. Come Hell Or High Water9. Gimme That
4. Push & Pull10. Hold Steady
5. Does Anybody Believe11. Live
6. No More Lonely Nights12. Brothers In Blood

Kann man sich das vorstellen? 25 Jahre ist's her, dass die Truppe um Sänger Ron Keel unter der Ägide von Gene 'Kiss' Simmons ihren größten Erfolg "The Right To Rock" veröffentlichte. Mir ist, als wäre es gestern gewesen (nicht, dass mir das Werk gestern aufgefallen wäre).
Gottseidank bietet die Jahreszahl 25 ja einen Grund, alles Mögliche wieder zu veröffentlichen oder zu feiern; zumal etwa dann, wenn man zeitgleich ein neues Werk unters Volk bringt.
Stadionrock, Breitwandriffs, Bollerdrums und jede Menge hohe Vocals waren im 80er Hard Rock angesagt, und so wurde dieser - in den 70ern so mühevoll aufgepäppelte - durch ein Atomkraftwerk gejagt, um die auf unzähligen leeren Haarspraydosen stehende Leuchtschrift 'Hier Power Rock!' zu illuminieren. Bei dieser Transformation ging natürlich einiges, mir lieb gewonnene, verloren. Kraftvoller Sound kam jetzt vor Komposition, und Drive vor Detailverliebtheit. Ron schreit und kreischt, als würde er gleich im Kaltwasserbecken des Kraftwerks kielgeholt. Die Simpelriffs sägen sich ein ums andere Mal durchs musikalische Unterholz als wäre die Umwelt nicht schon sowieso genug durch die Treibgase beschädigt gewesen.
Und Hall - HALL! Die Kuppel des AKW war leer, als das aufgenommen wurde, und man stellte die Band einfach in die Mitte und nahm das dann auf.
Rhythmusgruppe? Wenn einer kreischt, zwei andere sägen und der vierte bollert, kann der fünfte mit seinem Bass einpacken - den hört man kaum (und das, obwohl Simmons produziert hat).

Muss man das wiederveröffentlichen, und gar kaufen? Ein paar Tracks - neben dem Superknaller The Right To Rock mit seinem 'Wir lieben die USA, aber ich mach eh was ich will und kämpfe um das Recht, zu rocken' ("Dumpf, dumpf!" tönt die Masse) - sind gut gemacht: Back To The City, Electric Love, Speed Demon (Mann, hier hat Ron aber seinen Höhepunkt!) und You're The Victim (I'm The Crime) sind veritable Rocker und bringen den Qualitätsgeigerzähler durchaus zum Ticken; der Rest ruht in Frieden, abgesehen vom oberpeinigenden Remake des STONES-Klassikers Let's Spend The Night Together.
Interessant aber auch das Remake vom Right To Rock, das eher nach heutigen Standards produziert ist und auch besser klingt - so schlecht waren die Jungs gar nicht.

Aber sind sie so gut, dass sie heute, ein Vierteljahrhundert älter, unbedingt wieder aus der Versenkung rauskommen müssen, wo wir doch gerade alle AKWs abstellen wollen?
Im Prinzip - und das ist die gute oder schlechte Nachricht, je nach Sichtweise - hat sich kaum etwas geändert. Die Riffs sind immer noch nicht besser, Ron kreischt dafür jetzt etwas weniger und bemüht sich mehr das zu tun, was man als Singen bezeichnet. Die Songs sind druckvoll und genauso wenig memorierbar wie vormals, aber des Öfteren findet man - insbesondere in den Gitarrenintros - leichte Anleihen an den Southern Rock in seiner MOLLY HATCHET-Powerversion (wen wundert's, hat Ron doch mit IRON HORSE selbst ein Southern-Country-Power-Pop Album aufgenommen), etwa in The Devil May Care (But I Don't) einschließlich ordentlicher Gitarrenarbeit.
Aber abgesehen von den ersten drei Songs des Albums und dem BON JOVI-mäßigen Live geht das da rein und dort raus - ist das nicht ein bisschen wenig fürs Geld?

Die Samples auf MySpace geben einen guten Überblick, und der 80er Jünger, dem das gefällt, möge am 29.1.2010 zum Release seine Geldbörse zücken. Ich mach' mir die Ohren frei vom Riffbrei und Sologejaule und kümmer' mich um was anderes - Bruce Kulick vielleicht?

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 16.01.2010

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