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Lillian Axe

Sad Day On Planet Earth

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Sad Day On Planet Earth
Sad Day On Planet Earth, Blistering Records, 2009
Derrick Lefevre Vocals
Steve Blaze Guitar, Keyboards, Backing Vocals
Sam Poitevent Guitar, Vocals
Eric Morris Bass
Ken Koudelka Drums
Gäste:
Michael T. Ross Keyboards
Produziert von: Steve Blaze Länge: 74 Min 39 Sek Medium: CD
1. Cocoon9. Down Below The Ocean
2. Megaslowfade10. Blood Raining Down On Her Wings
3. Jesus Wept11. Cold Day In Hell
4. Ignite12. Nocturnal Symphony
5. The Grand Scale Of Finality13. Divine
6. Sad Day On Planet Earth14. Kill Me Again
7. Hibernate15. Fire, Blood, The Earth And Sea
8. Within Your Reach

Wenn man im Jahr 2009 ein Album mit dem Titel "Sad Day On Planet Earth" rausbringt, ist der Bezug zu der allgemein grassierenden Wirtschaftskrise nicht weit. Ich weiß nicht, wie viele in diesem Jahr "den schlechten Tag auf unserem Planeten Erde" hatten. Firmenpleiten, Kündigungen, Kurzarbeit - auch im Home Of Rock hat der ein und andere am eigenen Leib zu spüren bekommen, dass die Erde besonders in diesem Jahr nicht nur tolle Tage hatte. Wenn man das dann noch auf das ganze Weltgeschehen in diesem Jahr ausweitet, bleiben nicht viele schöne Tage auf dieser Erde.
Aber wir sind hier ja kein Politmagazin sondern beschäftigen uns mit der Musik - und die brachte in 2009 so manche Perle und manchen "schlechten Tag" ans Tageslicht. Die aktuelle CD von LILLIAN AXE gehört definitiv nicht zu den letztgenannten. Mit "Sad Day On Planet Earth" ist den Amerikanern ein erstaunlich gutes Album gelungen, das zwar nicht auf der ganzen Länge vollständig zu überzeugen weiß, aber einiges an Höhepunkten aufweist.

Nach der ruhigen Einleitung kommen mit Megaslowfade, Jesus Wept, Ignite und The Grand Scale Of Finality gleich vier melodische Kopfnicker am Stück. Alle zusammen bieten eine gute Mischung dessen, was die Band ausmacht: kräftige Rhythmen, die ein bisschen wie eine Mischung aus METALLICA-light, CREED-light und gutem, altem 80er-Jahre-Metalrock klingen. Der folgende Titeltrack kann als Semiballade bestens punkten und entwickelt sich bei jedem Hören weiter. Im weiteren Verlauf der Scheibe wird das Gaspedal nicht mehr auf "Bodenblech" eingestellt, was leider zu etwas Langatmigkeit führt, aber trotzdem noch Spaß macht.

Schwachpunkte sind die etwas flache Produktion und die teilweise etwas "gestelzten" Gitarrensoli, da hätte ich manchmal etwas mehr Dampf erwartet und gehofft, dass man bei zwei Gitarristen mehr Doppel-Guitar-Leads auf den Hörer feuert. Erfreulich ist aber zu vermerken, dass es trotz des CD-Titels nicht zu einem Melancholie-Gesang kommt. Das hatten wir in diesem Jahr zur Genüge.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 30.12.2009

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