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| My Uncle The Wolf, Cargo Records, 2008 |
| Zac Hutton |
Vocals |
| George Vas |
Guitar |
| Joey Debbs |
Drums |
| Gast: |
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| Jimmy Bower |
Bass |
| Produziert von: Jimmy Bower |
Länge: 48 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. March Of The Hung | 7. Sophia |
| 2. Double Barrel Blues | 8. A Siren's Chorus |
| 3. Least Amount Of Man | 9. The Cross |
| 4. Shpd's Hwy | 10. Ten: Forty Six |
| 5. Isle Of Skye | 11. Lift The Storm |
| 6. The Same As Fire | |
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Brooklyn, New York würde man dem bärtigen Trio MY UNCLE THE WOLF (inzwischen ist es ein Quartet) eigentlich gar nicht zutrauen, zu unaufgeregt und rückwärtsgewandt kommt dieses Debut, schließlich ist man aus NYC andere Umdrehungszahlen gewohnt, als Stoner Rock oder Doom für gewöhnlich zustande bekommen. Nimmt man den Produzenten Jimmy Bower, der aus Louisiana kommt und Granaten wie EYEHATEGOD oder DOWN produziert hat, wird die Sache etwas klarer. MY UNCLE THE WOLF haben einen kleinen Bastard aus Doom, Metal und kräftigem Retro-Grunge eingespielt, deswegen bezeichnen sie sich selbst als Rock/Alternative/Metal Band.
Würde sich Sänger Zac Hutton nicht einige Ausritte ins Brüll-Genre leisten, ginge die CD als lupenreines Rock-Album durch, so müssen wir den Bogen etwas weiter fassen. Leider.
Die Band an sich kommt technisch und kompositorisch recht überzeugend daher. Gleich zu Beginn verbeugt man sich in March Of The Hung vor den Urvätern, also BLACK SABBATH, und lässt stilecht den Bass über allem anderen donnern. In solchen Momenten kommt auch Hutton in der guten alten Tradition, aber zwischendurch verliert er immer wieder die Contenance und nervt über Gebühr. Er kann allerdings auch leiden und klingt dann durchaus authentisch nach Seattle, am besten ist er zweifellos in den gemäßigten Ozzy-Parts. Double Barrel Blues ist so ein metallischer Grunge-Song, über den man sich ein paar Gedanken machen darf, er reflektiert nämlich dieses Metier anschaulich. Man würde sich mehr Bands wünschen, die mit dem inzwischen beinahe zwei Jahrzehnte großen Abstand so sorgsam an den einstigen Karohemden-Schraddellärm herangehen.
Schubladendenken ist der Neffen des Wolfs Ding nicht. Heavy-Blues und klassischer Doom, Psychedelic und Gitarrensalven wechseln sich ab und hinterlassen zwar kein einheitliches, dafür aber spannendes Bild. Wenn dann noch ein halbakustischer Wüstensong daherschlängelt (Isle Of Skye), ist der Hörer endgültig verwirrt und hat ständig den Namen KYUSS im Kopf. Aber auch diesen flüchtigen Eindruck löschen MY UNCLE THE WOLF schnell aus, immerhin hat man einen Ruf als Stil-Phantom zu verteidigen.
10 der 11 Nummern haben ihren Reiz, eine ist fad. Keine schlechte Ausbeute für ein Debut einer so "abseitigen" Band. Wenn nun noch ein paar ästhetische Ausraster beseitigt werden, sollte MY UNCLE THE WOLF für die Zukunft ein sicherer Tipp sein. Das hier ist jedenfalls für ältere und jüngere Semester ein paar Ohren wert.
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