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| One Among The Living, Unicorn Digital, 2010 |
| Benoit David |
Vocals |
| Steve Gagné |
Drums |
| Michel St-Père |
Guitars, Keyboards |
| Gäste: |
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| Dean Baldwin |
Guitar #13 |
| Benoit Dupuis |
Keyboards |
| Antoine Fafard |
Bass |
| Francois Fournier |
Bass #12, Taurus Pedals |
| John Jowitt |
Bass #5 |
| Richard Lanthier |
Bass #13 |
| Dahlie-Yann St-Père, Damellia St-Père |
Children Laughter |
| Daryl Stuermer |
Guitar #14 |
| Claire Vezina |
Backing Vocals #14 |
| Oliver Wakeman |
Moog-Synthiziser #5 |
| Produziert von: Michel St-Père |
Länge: 68 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Among The Living | 8. Through Different Eyes - Part Three - So Far Away |
| 2. Wolf | 9. Through Different Eyes - Part Four - The Point Of No Return |
| 3. Between Love And Hate | 10. Through Different Eyes - Part Five - The Silent Scream |
| 4. Till The Truth Comes Out | 11. Through Different Eyes - Part Six - Dancing With Butterflies |
| 5. Kameleon Man | 12. One Among The Living |
| 6. Through Different Eyes - Part One - When Sorrow Turns To Pain | 13. The Falling Man |
| 7. Through Different Eyes - Part Two - Apocalyptic Visions Of Paradise | 14. Sailing On A Wing |
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"Songs sind Träume, manchmal Träume. Déjà-vus von etwas, was noch wahr werden soll.
Songs sind Länder, fremde Länder, wo man immer schon hin wollte."
So singt es Wolfgang Niedecken in Songs sinn Dräume vom Radio Pandora Album seiner Kölner Stammband BAP. Es geht darum, dass es manchmal einen Ton, eine Melodie, ein Riff, ein Wort, eine Strophe, … gibt, die mich genau in meiner jetzigen Situation trifft, tröstet, hilft, aufbaut, bestätigt, … - was auch immer. Aus eigener Erfahrung weiß ich selbst, wie sehr Musik mir in gewissen Lebenslagen helfen kann.
Was das alles mit One Among the Living der kanadischen Band MYSTERY zu tun hat? Nun, auf dem vorliegenden Album kann ich so viele Eindrücke, Töne und Erlebnisse verarbeiten, mehr als ich Gefühle aufbauen kann. MYSTERY beherrschen das ganz große Soundkino ohne auf den Sack zu gehen. Mich hat schon lange kein Album mehr so gepackt, gefangen genommen, wie dieses hier. Seit es bei mir im Briefkasten lag, dreht es unentwegt seine Runden im Player, schickt seine Datensätze durch meine MP3-Player und rockt durch die Boxen im Auto.
Dabei kann ich nicht mal sagen, was mich so genau an diesen knapp 69 Minuten fesselt. Ist es diese unverschämte Melange aus SUPERTRAMP meets PINK FLOYD meets MARILLION (zu ihren rockigen Steve Hogarth-Zeiten) meets noch ein bisschen RUSH, ist es einfach das gute Gefühl, dass diese Songs durchweg hinterlassen? Fakt ist, dass den drei Kanadiern mit ihrem Heer an hochgradigen und weniger hochgradigen Gastmusikern ein opulentes Werk geglückt ist. Nicht so schwülstig wie Clive Nolan, nicht so depressiv wie zuletzt MARILLION, dafür aber sehr nahe an dem Floydsound der "nach Water"-Ära. Wenn dann noch die SUPERTRAMPschen Harmonieverläufe im Gesang einsetzen, ist die Gänsehaut nicht mehr wegzukriegen.
Ich könnte jetzt anfangen und erklären, wo ich von welcher Band welchen Anklang finde, das würde aber irgendwann langweilen, weil irgendwie steckt von allen Bands in allen Songs etwas. Je länger man sie wirken lässt, umso mehr fallen einem die Querverweise ein. Man möge sich nur den 22-Minüter Through Different Eyes anhören. Hier trifft man wirklich auf alles, was oben genannt ist, dazu noch ein bisschen BARCLAY JAMES HARVEST und AYREON (aber nur ganz wenig und dann das softe), das ist das, was den Reiz an MYSTERY ausmacht und zeigt, was hier für ein Soundbrett aufgefahren wird. Anderen mag das schon wieder zu schwülstig klingen, für mich ist das genau die richtige Musik um dabei erst gemütlich ein Glas Rotwein wegzuschlabbern und danach meine Frau … - na, ihr wisst schon. Herrliche Wohlfühlmusik. Genau das ist ihnen damit gelungen. Scheinbar sind sie auch kein unbeschriebenes Blatt mehr, was für mich die ganzen Gastbeiträge belegen (wahrscheinlich habe nur ich Dödel bis zum heutigen Tag mal wieder nichts von denen gehört gehabt). Gut, Oliver Wakeman ist jetzt vielleicht nicht so die Überraschung, immerhin haben sich der Sänger von MYSTERY und Mr. Wakeman bei der 2009er-YES-Tour kennen gelernt. Bei der durfte Benoit David nämlich Jon Anderson am Gesang ersetzen. Aber einen Daryl Stuermer oder John Jowitt dürfte nicht jeder so einfach ins Studio locken können.
Ich versuche mal zusammenzufassen: Wer auf Artrock mit Neoprog-Einwürfen steht, wer mindestens von zwei der genannten Bands zumindest ein Album im Schrank stehen hat, sollte hier schnellstens zugreifen.
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