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| Circles, Bellaphon, 2011 |
| Andre |
Drums |
| D.P. |
Guitar |
| Josh |
Vocals |
| Stefan |
N/S Stick |
| Gast: |
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| Frank "Butch" Schneiders |
Bass |
| Produziert von: Poschmann / Reuter |
Länge: 57 Min 52 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Take Off (Intro) | 7. Hazardous Freight |
| 2. The Journey | 8. Anybody There? |
| 3. Contageous | 9. 40 Days |
| 4. The Devil In Me | 10. Satellite's Calling |
| 5. The Delivery | 11. Nevermore |
| 6. Far Away |
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Zweite CD der Mannen um Sänger und Lyrizist Joerg "Josh" Reuter, und die hat auf einschlägigen Metal Sites schon jede Menge Aufmerksamkeit erfahren; unterschiedlicher Art. Für die Anhänger des eher modernen Metals ist das hier wohl etwas zu konservativ. Die anderen, mich eingeschlossen, genießen den klassischen oder auch Old School Heavy Rock, wenn er so kompetent dargebracht wird, durchaus; und die auf diesem Konzeptalbum dargebotene Story vom Ende der Menschheit durch eine Virus bedient ja, durchaus modisch, vieler Menschen Existenzängste (übrigens nett dargestellt auf dem Cover).
Und es hat gedauert - Joerg hatte mich die erste Vorabversion, noch im Rohzustand, anhören lassen - und, Junge, hat das einen Sprung getan. Ein Wunder, was ein sorgfältig gespieltes Schlagzeug doch für einen Anteil am Gelingen hat; ganz zu schweigen von zünftigen Lead Guitar Beiträgen. Herausgekommen ist nach dieser langen Zeit ein Album voll federnden, einfallsreich und abwechslungsreich gespielten Metals, das insbesondere in der zweiten Häfte, etwa nach der wunderbaren, akustischen Ballade Far Away mit seinen hochqualitativen Kompositionen besticht. Und das mir, wo ich doch weder ein Metallfreak noch gar ein Liebhaber von Double Bass Drums bin - es sei denn, deren Einsatz ist so dynamisch und genau geplant wie hier. Dann macht diese von Jazz Drummer Louie Bellson in den 40ern des vorigen Jahrhunderts eingeführte Art, mit zwei Basstrommeln ins Gefecht zu ziehen, Sinn.
Auch gut: die an Joe Satriani erinnernde Darbietung des Instrumentals Anybody There?, wo die Band in full flight zeigt, zu was sie in der Lage ist - und wie man es vermeidet, irgendwelche Versatzstücke in die Musik einzuarbeiten. Schön finster geht es bei 40 Days mit seinen un-growligen Growls zu, bei dem D.P. ein weiteres Lehrstück in Sachen Solo abliefert, eingepackt zwischen archetypischen heavy Riffs. Höhepunkt sicherlich das melancholische Nevermore, das den Flug des letzten Menschen und Raumschiffpiloten in die Weiten des Alls versoundbildlicht, und dabei - und nicht nur bei diesem Track - an METALLICA erinnert.
Also ist auch aus der Sicht des eher dem Hard/Southern Rock zugeneigten Altreviewers hier ein durchaus wiederholt genießbares Stück Heavy Rock rausgekommen, dem man die Mühe und das Hirnschmalz (Achtung; das merkt man wirklich nicht unbedingt allen CDs im Heavy Bereich an, soll heißen, hier wird nicht gebolzt sondern gedribbelt!), das hinein gegeben wurde, anmerkt. Die Produktion ist gut und unterstützt den 'federnden' Eindruck.
Einige Songs bleiben, wenn es um den Refrain geht, nicht so ganz im Gedächtnis - eine Schwachstelle, eine kleine.
Etwas merkwürdig mutet Joshs Einlassung in einem (übrigens sehr guten) Interview mit dem Online Mag Heavy Hardes an, wo er sich als bekennender Menschenhasser outet. Gut, Junge, dass die anderen Dich nicht auch so hassen, denn sonst wär' Essig mit Kohle, wa? Muss man so einem Misanthropen eine Plattform bieten (und ich kann nicht erkennen, dass das ironisch gemeint ist in dem Interview)? Die Menschheit hassen? Mach' mal Pause, oder wander' doch aus. Aber die Musik, die ja auch und vor allem von Herrn Poschmann verfasst wurde, die zählt; das Menschenbild muss man ja nicht teilen.
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