|
|
| Part Time Rebellion, Bacillus Records/Bellaphon, 2008 |
| Jorg |
Vocals |
| D.P. |
Guitars, Backing Vocals |
| Marcel |
Guitars, Backing Vocals |
| Frank 'Butcher' |
Bass |
| Andre |
Drums |
| Produziert von: Detlef Poschmann & Jörg Reuter |
Länge: 52 Min 30 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Fine | 7. Escape From Poverty |
| 2. No Time For A Heartbreak | 8. Silicone |
| 3. Waste Of Time | 9. Closer To You |
| 4. A Kiss From The Frontline | 10. Sail On |
| 5. So Happy (Without News) | 11. L.A. Prisoner |
| 6. Scared Of Dreams | |
 |
Uffala, immer auf die 12 Heavy Metal, y'all.
Zuerst dachte ich, oh je, die Riffklopper sind unter uns. Der erste Track, Fine, macht im ersten Durchgang nämlich genau das. Ein Minimalriff wird erbarmungslos durchgeprügelt, bis man im Refrain aufatmet und eine Pause .... neinnein, da ist die Doublebass Drum wieder, und es geht weiter. Na gut, in der Bridge noch eine Erholungspause und dann wird das Riff geändert, Gott sei's gelobt. Headbanger werden ihre Freude haben.
Track 2, No Time For A Heartbreak ist ein Stampfer, bei dem man sich wünscht, der Bass käme noch ein bisschen deutlicher. Guter Refrain, stadiumkompatibel. Kompakt.
Waste Of Time - was, eine Southern Rock Ballade? Akustisch, variables Drumming? Feuerzeuge raus, nett. Spätestens mit Track 4, A Kiss From The Frontline (nettes Wortspiel), wird klar, dass bei aller Härte und Doublebass hier das Songwriting hochgehalten wird, und das Riffkloppen letztlich so gemäßigt ist, dass auch die Non-Headbanger ihre Freude haben werden.
So Happy Without News - genau, Mann, ich will gar nicht wissen, mit wem Boris jetzt wieder unterwegs ist. Komplett mit Nanana-Chorus, merry-go-happy auf heavy.
Closer To You ist die längste Nummer, mit Tempowechsel, Chor und Glockenspiel' jetzt schon gewohnt variabel. Sail On nimmt - nicht unerwartet bei dem Namen - das Tempo wieder etwas raus, akustisch, ein kleines bisschen Krautrock-mäßig; keiner würde hier irgendeinen Engländer oder Ami am Werke vermuten, so viel ist mal sicher. Nettes melodisches BON JOVI/Richie Sambora Solo da am Ende. Na klar, das wird die Single. Gute Wahl. L.A. Prisoner schmeißt uns dann mit einem schnellen Abschluss raus.
Das ist nahe dran am 80er deutschen Heavyrock à la WARLOCK, DORO, UDO, ACCEPT etc.; und bei Scared Of Dreams hätte ich geschworen, Herr Meine ist am Werk; die SCORPS sind natürlich nicht ganz weit weg. Und eben habe ich sogar "Queensryche" in meinen Bart gemurmelt, jawoll. Prise RATT noch dazu, und das Rezept steht. Kompakt, variabel, gut produziert, gut gespielt.
Kritik: Das mit dem Singen in Englisch, da müssen wir stellenweise noch ein bisschen dran feilen (oder das Krautrock-Ding durchziehen, dann geht das). Außerdem wünschte ich mir manchmal etwas weniger Kompaktheit und etwas mehr Opera; in den Mittelteilen ist so viel an Ideen, das hätte man noch etwas ausbauen können.
Und siehe da - auf der Website wird erwähnt, dass die zweite CD schon fertig ist - ein Konzeptalbum mit dem Titel "Circles". Könnte man sich gerne mal antun. Vielleicht wird dann auch deutlicher, welche Nische - um mal den Marketeer rauszuhängen - PAST M.D. denn genau besetzen wollen. Das ist für mich noch nicht so ganz klar, und könnte noch ein bisschen mehr akzentuiert werden.
Das hier ist zwar (noch) kein Meisterwerk, aber mit Liebe und Herzblut gemacht. Prima.
PS: Kein Wunder, dass das etwas nach den 80ern klingt - da haben die Jungs angefangen. Mann, langer Atem, das.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|