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Confessions

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Confessions
Confessions, Essential Records, 2010
Rob Beckley Vocals
Taylor Carroll Drums
Rick Gilliland Bass
Noah Henson Guitar
Gäste:
David Angell, Monisa Angell, David Davidson Violin
John Catchings Cello
Jim Cooper, Rachel Sikkenga Backing Vocals
Joe Rickard Drums
Produziert von:
Länge: 37 Min 56 Sek Medium: CD
1. Fire On the Inside6. Will You Be There
2. Whatever It Takes7. Shine
3. Secrets And Regrets8. Call To Action
4. Better Off Now9. Lose It All
5. Not Without A Fight10. You Are Not The End

Wer hat mal wieder Lust auf eine ordentliche Portion Rübenschüttelfutter? Dann nichts wie los, diese absolute NuMetal-Granate anschaffen und ab damit in den Player. Hier kommen PILLAR aus den Staaten und wer bisher meinte, dass NuMetal sich langsam totgelaufen haben sollte, wird mit Confessions eines besseren belehrt. Okay, geile und ausufernde Gitarrensoli sind hier Mangelware, aber wenn's im Dampfhammertempo nach vorne rocken darf, dann ist dieser Vierer genau das Richtige.

Die Band kommt aus den Staaten, hat inzwischen den 10. Bandgeburtstag gefeiert, konnten sich ab dem zweiten Album immer in der Top 100 der Billboard-Charts festbeißen, haben insgesamt 1.000.000 Alben verkauft, 13 Top 5-Hits, eine GRAMMY-Nominierung und neun Touren in den Staaten geheadlint, aber bis jetzt noch keinen Platz im Home Of Rock! Kann ja wohl nicht sein! Das ist hiermit geändert.

Das aktuelle Album ist das, was wieder mit einer runderneuerten Mannschaft entstanden ist. Von der Stammbesetzung sind inzwischen nur noch Rob Beckley am Mikro und Noah Henson an der Gitarre vorhanden. Aber mit jeder neuen Mannschaftsaufstellung änderte sich ihre Musik immer ein wenig. War The Reckoning (2006) noch wesentlich härter, wurde der Hüpffaktor mit For The Love Of The Game (2008) wieder mehr in den Fokus gerückt. Mit ihrem 6. Dreher entfernen sie sich wieder etwas mehr von den reinen NuMetal-Pfaden und streuen geschickt Hardrock-Elemente mit ins Songwriting. So bekommen die Songs den nötigen Wumms, verlieren dabei nicht an Intensität, sind aber im allgemeinen dadurch verträglicher für eine breite Hörerschaft geworden. THOUSAND FOOT KRUTCH kommen mir in den Sinn, die auch in den letzten Jahren einen Stilwandel durchgemacht haben, weg vom reinen NuMetal, hin zum Hardrock mit NuMetal-Anleihen.

Das ist gut und macht richtig Laune. Gleich das Eingangsduo Fire On The Inside und Whatever It Takes lassen das Haupthaar in alle Richtung wehen. Secrets And Regrets kann mit einem coolen Melodieaufbau punkten, bevor mit Better Off Now und Not Without A Fight ein wenig das Tempo aber nicht die Härte gedrosselt wird. Will You Be There wird dann die Feuerzeughymne, die so manches Herz dahinschmelzen lassen wird. Was dann folgt ist eine verlorene Perle aus dem Grungezeitalter, die PILLAR hier wieder auferstehen lassen. Kennt noch wer den Song Shine von COLLECTIVE SOUL? Nein, dann hört euch mal Song #7 auf Confessions an und es wird jedem wie Schuppen aus den Haaren fallen. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Refrain mitgesungen, -gegröhlt, -gesummt habe: Whoa! Heaven let your light shine down! und dann ging's ab auf den Partys. Und es ist interessant, wie dieser Song den Weg auf das Album fand: Rob Beckley hatte diesen Song als Coversong ganz oben auf seiner Liste stehen und wollte diesen mit seinen Jungs ausprobieren als er einen Anruf von seinem A&R-Berater bekam, der vorschlug, man sollte mal den Song Shine covern. Das war für Rob der Wink mit dem berühmten Zaunpfahl. Dem anschließenden Call To Action folgen wir gerne, auch wenn er sehr abgekupfert nach THOUSAND FOOT KRUTCH klingt. Interessant ist dabei, dass es in diesem Text nicht um Partymachen geht, sondern darum, dass man als Christ nicht nur in seiner Kirche leben soll, sondern das, was man sich zu Herzen nimmt auch leben soll und muss. Lose It All hätte auch auf einem LIMP BIZKIT-Album seinen berechtigten Platz gehabt und mit You Are Not The End lässt man noch mal die Haare kreisen. Alles in allem legen PILLAR mit Confessions ihr stärkstes und reifstes Album vor. Wenn das an der Besetzung liegt, würde ich mir wünschen, dass diese Jungs so zusammenbleiben. Falls es übrigens noch nicht durchgeklungen ist: PILLAR spielen Christian rockmusic!

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 09.05.2010

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